Der Blick auf die aktuelle Wettervorhersage zeigt einen durchwachsenen und teils warmen Ausblick auf die kommenden Tage bis zur Wochenmitte - insbesondere ab Sonntag zeigt sich dabei der Wettercharakter im Norden wechselhafter und etwas kühler als wie im Süden. In der Simulation der Wettermodelle zeigte sich in den letzten Tage eine höhere Wahrscheinlichkeit für weiterhin wechselhaftes und gemäßigt warmes Wetter im zweiten Juli-Drittel - daran hat sich heute im Wesentlichen auch nichts geändert. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so zeigt sich die Tiefdruckrinne zwischen Neufundland, Island/England und Skandinavien als aktiv und festigt sich zunehmend im Zeitraum zwischen dem 15./20. Juli in diesem Bereich. In Folge daraus wird es darauf ankommen, wie weit südlich die Frontalzone verlaufen kann - nach der aktuellen Simulation verläuft diese südlicher, so dass Deutschland in deren nordwestlichen ausgerichteten Einflussbereich gelangen kann. Das Ergebnis daraus wäre zwischen dem 15./20. Juli wechselhaftes und für die Jahreszeit zu kühles Wetter. Wie kühl? Simuliert werden bspw. am 18. Juli Temperaturen zwischen +15/+24 Grad. Wie gesichert ist der zu kühle Temperaturtrend? Wie eingangs erwähnt wird es darauf ankommen wie der Verlauf der Tiefdruckrinne sein wird. Gelingt es der Tiefdruckrinne nicht, ein Tiefdrucksystem über dem südlichen Skandinavien zu platzieren, so bekommt die Variante mit hohem Luftdruck wieder höhere Wahrscheinlichkeiten, deren Ergebnis sommerlich warme Temperaturen zur Folge hätte. Wie warm? Simuliert werden bspw. am 18. Juli Werte zwischen +21/+35 Grad. Wie komplex die Entwicklung insgesamt ist, simuliert das europäische Wettermodell mit einer möglichen dritten Variante, bei der der dynamische Vorgang der Tiefdruckrinne deutlich schwächer ausfällt, so dass in Zeitraum zwischen dem 15./20. Juli im gradientenschwachen Zustand die Temperaturen bei einer leicht erhöhten Niederschlagswahrscheinlichkeit sich über dem Süden im sommerlich warmen und im Norden gemäßigt warmen Bereich bewegen können. Was ist wahrscheinlicher? Einen unbeständigen Wettercharakter simulieren alle drei Varianten und im Temperaturverhalten zeigt sich nach den Kontrollläufen ein stetes Auf und Ab im Zeitraum 15./20. Juli, wobei der Mittelwert um den Jahreszeit-typischen Wert herum pendelt. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 15. Juli zwischen +14/+27 Grad (Mittelwert: +23/+24 Grad im Süden und Osten, +21 Grad im Westen und +17 Grad im Norden) und am 20. Juli zwischen +10/+31 Grad (Mittelwert: +18 Grad im Norden, sonst +20/+21 Grad). Deutlicher zeigt sich die Temperaturneutralität mit ansteigender Tendenz im letzten Juli-Drittel in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), welche am 20. Juli bei 40/40/20 und am 25. Juli bei 20/45/35 liegt.

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