In der aktuellen Wettervorhersage für die kommenden Tage bis zum Dienstag zeigt sich ein weiterhin hoch sommerliches Temperaturniveau, wobei der Höhepunkt der Hitzeperiode am Samstag erreicht werden könnte. Nachfolgend kann die Schauer- und Gewittertätigkeit weiter ansteigen, so dass die stabile Wetterphase ab/zum Wochenende sich langsam dem Ende zuneigen kann. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so neigt sich die hoch sommerliche Phase zur Wochenmitte ihrem Ende zu. Der Grund hierfür ist die ansteigende Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik, welche mit ihrer Frontalzone zwischen dem 6./8. Juli den skandinavischen Raum erreichen kann. Dadurch wird das Hoch über Mitteleuropa weiter nach Südosten abgedrängt, so dass die Tiefdruckausläufer im Zeitraum zwischen dem 7./10. Juli vermehrt Einfluss auf das Wetter in Deutschland nehmen können. In Folge daraus können die Temperaturen bei einem wechselhaften Wettercharakter auf Werte zwischen +17/+24 Grad zurückgehen. Im Zeitraum zwischen dem 11./15. Juli könnte nach dem amerikanischen Wettermodell der Hochdruckkeil eine erneut dominante Rolle für das Wetter über Deutschland spielen, in dem er sich in einer von Südwest nach Nordost verlaufenden Achse über Mitteleuropa legt und dadurch eine relativ warme aber auch wechselhafte Südwestwetterlage initialisieren kann. Die simulierten Temperaturwerte liegen demnach bspw. am 14. Juli im Norden um die +20 Grad Marke und im Süden um die +24/+27 Grad. Anders ist die Simulation des europäischen Wettermodells, welches bereits seit Tagen zum Ende des ersten Juli-Drittels, bzw. zu Beginn des zweiten Juli-Drittels einen Wetterumschwung simuliert. Der Hochdruckkern weicht dabei nach Westen aus, so dass auf dessen östlichen Gradienten die Tiefdrucksysteme über Mitteleuropa "abtropfen" können, was im Zeitraum zwischen dem 11./12. Juli deutlich kühlere Temperaturen zur Folge haben kann, als wie nach dem amerikanischen Wettermodell. Wie kühl? Die aktuelle Simulation zeigt Tageswerte, welche zwischen +15/+23 Grad liegen können. Trotz der unterschiedlichen Varianten der Wettermodelle bestätigt sich heute erneut der wahrscheinlichere Ansatz für einen Wetterwechsel im Verlauf des zweiten Juli-Drittels. Blickt man auf die Kontrollläufe, so bestätigt sich auch hier der Trend, bei dem die Temperaturwerte im Mittel auf ein Jahreszeit-typisches Niveau absinken können. So liegt das Temperaturspektrum am 9. Juli zwischen +13/+27 Grad (Mittelwert: +18 Grad im Norden, +20 Grad im Westen und +22 Grad im Süden und Osten) und am 15. Juli zwischen +14/+29 Grad (Mittelwert: +20 Grad im Norden, sonst +22/+23 Grad). Noch etwas deutlicher wird der Normalisierungstrend der Temperaturen anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), welche am 12. Juli bei 15/40/45 und am 17. Juli bei 35/50/15 liegen. Das Langfristmodell bleibt seiner Wetterprognose der letzten Tage treu und simuliert den Juli mit einer Temperaturabweichung von +1/+2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert als verbreitet zu warm, während der Norden mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 überwiegen normal ausfallen kann. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich im Juli ein deutliches Defizit. Für das Wetter im August zeigen sich aktuell keine besonderen Auffälligkeiten gegenüber den Jahreszeit-typischen Werten.

Anzeige

 

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!