Die Temperaturen können nach der aktuellen Wettervorhersage für Juli bis zum kommenden Wochenende auf sehr heiße Temperaturwerte zwischen +30/+38 Grad ansteigen. Somit ist die erste stabile "Hitzeperiode" in diesem Sommer als wahrscheinlich anzusehen, da die Niederschlagsneigung zudem als gering einzustufen ist. Blickt man auf die Konstellation der Wettersysteme zueinander, so baut sich in den kommenden Tagen hoher Luftdruck über Mitteleuropa auf, welches in Form von Hochruckbrücken auch Kontakt zu dem Hoch über den Azoren und über Grönland aufbauen kann. Insofern fällt es dem Tief über dem Atlantik zunächst noch schwer, sich gegen das Hochdrucksystem durchzusetzen, könnte aber zum Sonntag, bzw. zum Start in die neue Woche mit feucht-warmen Luftmassen die Niederschlagsneigung von Süden und Westen her ansteigen lassen. Im Verbund dieser beiden Systeme werden die heißen Luftmassen von Afrika über Portugal, Spanien und Frankreich bis nach Deutschland geführt. Im Zeitraum zwischen dem 6./10. Juli simuliert das amerikanische Wettermodell eine Intensivierung des Tiefdrucksystems über dem Atlantik, welches sich bis zum 10. Juli bis über das europäische Nordmeer positionieren kann. Das ist - gegenüber den letzten Simulationen des amerikanischen Wettermodells - eine nördlichere Position der dadurch entstehenden Tiefdruckrinne, so dass in Folge daraus der Hochdruckeinfluss über Mitteleuropa größer bleiben kann. Anders ausgedrückt bleiben nach dieser Simulation mit einer Südwestwetterlage die sommerlichen bis hoch sommerlichen Temperaturen erhalten, allerdings kann die Schauer- und Gewitterneigung im Zeitraum 6./10. Juli weiter ansteigen. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist die Simulation bis zum 7. Juli ähnlich der des amerikanischen Wettermodells. Der Unterschied liegt darin, als dass sich das Hoch über Mitteleuropa vom Tiefdruckkomplex im Westen und einem über dem nordöstlichen Europa "einkreisen" lässt. Das hat eine deutlich meridionalere (Nord-Süd, Süd-Nord) Struktur des Zirkulationsmusters über Mitteleuropa zur Folge, bei der Deutschland im Zeitraum ab dem 8. Juli auch auf die kühlere, bzw. gemäßigt warme Ostseite der Hochdruckachse gelangen kann. Die Kontrollläufe stützen die Hitzeperiode bis zum 5. Juli mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 5. Juli zwischen +17/+35 Grad (Mittelwert: +24 Grad im Norden, +26 Grad im Westen und +29/+30 Grad im Süden und Osten) und am 10. Juli zwischen +16/+30 Grad (Mittelwert: +22 Grad im Norden, sonst +25/+26 Grad). In der Niederschlagserwartung zeigt sich mehrheitlich ein trockener Grundcharakter bis zum 4./5. Juli, welcher darüber hinaus bis zum 10. Juli eine gemäßigt positive Tendenz in Form von Schauern und Gewitter annehmen kann. Wie geht es weiter - bliebt der Hochsommer? Geht es nach dem amerikanischen und auch europäischen Wettermodell, so mehren sich die Signale von einem Wetterumschwung im Verlauf zwischen dem 10./15. Juli, bei der sich nach der Simulation des europäischen Wettermodells das Hoch über Mitteleuropa weiter nach Osten ab drängen lässt, so dass Tiefdrucksysteme über Skandinavien Position beziehen und das Wetter über Deutschland mit einem wechselhaften und mäßig warmen Wettercharakter beeinflussen könnten. Wie wahrscheinlich ist dieses Szenario eines Wetterumschwungs? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), liegen am 10. Juli bei 0/30/70 und am 14. Juli bei 15/55/30. Insbesondere der Temperaturanstieg in den ersten Juli Tagen ist insofern bemerkenswert, als dass die Temperaturwerte mit einer Abweichung von +8/+13 Grad über den Jahreszeit-typischen Werten liegen können - erst darüber hinaus simulieren die Kontrollläufe zwischen dem 6./14. Juli eine langsame Normalisierung des Temperaturtrends, welcher mit einer Abweichung zwischen +1/+4 Grad (Nord nach Süd) noch über dem vieljährigen Mittelwert liegen kann. So ist im Trend des Langfristmodells seit Tagen zu beobachten, wie die Temperaturwerte im Juli über den Gebieten südlich der Mittelgebirge mit einer Abweichung von +1/+2 Grad gegenüber dem vieljährigen Mittelwert nach oben korrigiert wurden, während über dem Norden mit -0,5/+1 Grad noch keine sonderlichen Abweichung gegenüber dem "Normalwert" zu erkennen ist. Im August zeigt sich zum heutigen Stand nach dem Langfristmodell mit -0,5/+0,5 Grad eine weitgehend normale Temperaturentwicklung mit dem Trend im Süden auch leicht zu warm auszufallen. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich demnach der Juli zu trocken und der August bisweilen unauffällig.

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