In den letzten Tagen zeigte sich in den Simulationen der Wettermodelle ein zunehmend stabiler Hochdruckaufbau über Mitteleuropa, so dass der Zeitraum des sog. "Siebenschläfers" vom 5./10. Juli sommerlich bis hoch sommerlich ausfallen könnte. Insbesondere das amerikanische Wettermodell bringt heute eine Variante ins Spiel, bei der sich die stabile Wetterlage nicht durchsetzen kann. Stattdessen zeigt sich der Atlantik mit einem Tiefdruckkomplex, welches sich von Neufundland, Island, England bis übe die nördlichen Azoren erstreckt, vermehrt aktiv. In Folge wird es nach diesem Ansatz zu Randtiefentwicklungen kommen, so dass sich der Tiefdruckkern weiter nach Osten positionieren und im Zeitraum 5./8. Juli vermehrt das Wetter über Mitteleuropa beeinflussen kann. Das Hoch kann jedoch in den gängigsten Varianten noch "dagegen" halten und im Detail wird es darauf ankommen, wie sich das Hoch positionieren wird. Als wahrscheinlichste Großwetterlage resultiert aus dem Ansatz des amerikanischen Wettermodells eine Südwestwetterlage, bei der das Wetter im Nordwesten generell kühler und wechselhafter als wie über dem Südosten ausfallen kann. Wie kühl könnte es werden? Simuliert werden über dem Nordwesten bspw. am 6. Juli Werte zwischen +16/+22 Grad und über dem Südosten Werte zwischen +21/+26 Grad, örtlich bis +28 Grad. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist die Hochdruckposition eine andere und dem Tiefdrucksystem auf dem Atlantik die Dynamik "entzogen" werden kann. Demnach liegt das Hoch recht stabil über dem skandinavischen Raum und erstreckt sich mit Hochdruckbrücken über die Mittelmeerregion bis zum Azorenhoch und kann bis zum 7. Juli seinen Einfluss auch bis nach Grönland ausweiten. Bedingt durch die Weitläufigkeit gelingt es dem Tiefdrucksystem jedoch die Luftmassen über Mitteleuropa instabiler zu machen, so dass eine ansteigende Schauer- und Gewitterneigung das Ergebnis daraus sein kann. Insgesamt verbleiben nach dem europäischen Wettermodell die Temperaturwerte im sommerlichen Bereich, wenngleich diese im Trend sich bis zum 7. Juli ebenfalls etwas abkühlen können. Wie geht es weiter? Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so lässt der Tiefdruckeinfluss zum 8. Juli nach und nachfolgend kann bis zum 12. Juli wieder ein Hochdrucksystem das Wettergeschehen über Mitteleuropa dominieren. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), liegen am 5. Juli bei 5/35/60 (gestern: 5/20/75) und am 11. Juli bei 20/50/30 (10/15/75). Wie positioniert sich der Jetstream im Zeitraum 5./10. Juli? Zunächst verläuft dieser noch in einer omega-ähnlichen Struktur über Mitteleuropa, nimmt aber an Intensität auf der Westseite zu und positioniert sich zum 6./7. Juli über die Nord- und Ostsee und verlagert sich bis zum 10. Juli in abgeschwächter Form über das südliche Skandinavien. Welcher Rückschluss auf den Siebenschläfer Zeitraum lässt sich daraus schließen? Der Jetstream zeigt sich in weitgehend normaler bis leicht zu nördlichen Position, wobei eine Omegastruktur in diesem Zeitraum über Mitteleuropa (s. Simulation europäisches Wettermodell) nicht auszuschließen bleibt. Anders ausgedrückt gibt es noch eine Vielzahl an Entwicklungsmöglichkeiten, wobei die gängigsten Varianten einen sommerlichen Temperaturcharakter bevorzugen, welcher leicht über dem langjährigen Temperaturdurchschnitt liegen kann. So simuliert das Langfristmodell in seiner Wettervorhersage für Juli mit einer Abweichung von +1/+2 Grad im Süden einen zu warmen und mit -0,5/+0,5 Grad normale Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert. Für August zeigt sich mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad noch keine Auffälligkeiten, wenngleich die Tendenz im Süden auch zu leicht zu warmen Werten tendiert. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich zum heutigen Stand nach dem Langfristmodell im Juli ein Defizit, während der August keine Auffälligkeiten zeigt.

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