Mit Blick auf die aktuelle Wetterprognose zum Juli lässt sich feststellen, dass pünktlich mit dem Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen sich auch das Wetter sommerlich verhalten wird. Zwar wird sich in den kommenden Tagen noch zeigen müssen, wie stabil der Wettercharakter insgesamt sein wird, die Temperaturen können mit hoher Wahrscheinlichkeit im Zeitraum 1./5. Juli hoch sommerliche Werte erreichen. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit hierfür liegt, zeigen die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), welche am 1. Juli bei 15/60/25 und am 5. Juli bei 5/20/75 liegen. Nun folgt im Zeitraum zwischen dem 5./10. Juli der sog. Siebenschläferzeitraum (s. nähere Erläuterungen zu den Auswirkungen und Wahrscheinlichkeiten des "Siebenschläfers auf das Wetter") - wie stellt sich die Großwetterlage ein? In der gestrigen Wetterprognose zum Sommer zeigte sich der Jetstream in den Simulationen südlich verlagert, was mit höherer Wahrscheinlichkeit zu einem wechselhafteren Grundcharakter führt. Allerdings hängt die Position des Jetstreams maßgeblich davon ab, wie sich Anfang Juli das Hochdrucksystem über Mitteleuropa positionieren wird. In den heutigen Simulationen zeigt sich dieses Hochdrucksystem durchaus als stabile Variante, welche in Ansätzen im weiteren Verlauf eine Hochdruckbrücke zwischen Skandinavien über England bis zu den Azoren aufbauen könnte. In Folge daraus beschreibt der Jetstream im Zeitraum 5./10. Juli eine Wellenbewegung (nicht stringent von West nach Ost), "knickt" vor Mitteleuropa ein, führt über Skandinavien hinweg um über dem östlichen Europa wieder nach Süden geführt zu werden. Beschreibt man den Verlauf etwas genauer, so gleicht dieser einer sog. Omegastruktur. Sollte dieses simulierte Szenario tatsächlich so eintreten, ist mit einer längeren sommerlichen und halbwegs stabilen Wetterlage zu rechnen. Schaut man auf die die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24) am 10. Juli, so zeigt sich mit 10/50/40 eine höhere Wahrscheinlichkeit für normale bis zu warme Temperaturen. Das Langfristmodell simuliert in seiner Wettervorhersage für den Juli mit einer Abweichung von +0,5/+1 Grad im Süden einen leicht zu warmen und mit -0,5/+0,5 Grad im Norden einen gegenüber dem langjährigen Mittelwert normalen Temperaturverlauf. Im August zeigen sich mit einer Abweichung -0,5/+0,5 Grad noch keine sonderlichen Auffälligkeiten. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich nach dem Langfristmodell der Juli zu trocken (Indiz auf Hochdruckdominanz) und der August unauffällig gegenüber den Sollwerten.

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