Klassisches Sommerwetter mit blauem Himmel, viel Sonnenschein und warmen Temperaturen ist in der aktuellen Wettervorhersage für die kommenden Tage nicht zu erwarten. Vielmehr gelangt Deutschland zunehmend in den Einflussbereich einer Tiefdruckrinne, welche von Grönland über Island bis nach Skandinavien reicht. In Folge dessen können kühlere und niederschlagsreiche Luftmassen nach Deutschland geführt werden. Im Zeitraum zwischen dem 21./25. Juni zeigt sich sowohl nach dem amerikanischen als auch europäischen Wettermodell eine Positionsveränderung des Azorenhochs in Richtung Mittelmeer, so dass der Tiefdruckeinfluss über Skandinavien eine abnehmende und die Temperaturen eine zunehmende Tendenz haben. So können die Temperaturen im Zeitraum vom 22./25. Juni nach den gängigsten Varianten wieder auf Jahreszeit-typische Werte ansteigen. Blickt man auf die Konstellation der Wettersysteme zueinander, so ist - wie in den vergangenen Tagen simuliert und favorisiert - eine blockierendes Hochdrucksystem auf dem Atlantik mit nachfolgend meridionalem (Nord/Süd - Süd/Nord) Grundmuster über Mitteleuropa heute weniger wahrscheinlich geworden. Vielmehr zeigt sich auf dem Atlantik nun eine rege Tiefdruckaktivität, welche im letzten Juni-Drittel mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Südwestwetterlage zur Folge haben kann. Grundsätzlich ist bei Südwestwetterlagen das Temperaturniveau im Nordwesten etwas niedriger und die Niederschlagswahrscheinlichkeit höher einzustufen als über den südöstlichen Gebieten. Im Detail wird es darauf ankommen, wie weit sich der Hochdruckkeil des Azorenhochs nach Mitteleuropa/Mittelmeer erstrecken und stabilisieren kann. Endet der Hochdruckkeil über Mitteleuropa, so können auch wieder kühlere Luftmassen auf dem östlichen Hochdruckgradienten nach Mitteleuropa geführt werden. Endet hingegen der Hochdruckkeil über dem östlichen Europa oder kann sogar eine Hochdruckverbindung zum Kontinentalhoch über dem westl. Russland aufbauen, so ist mit überwiegend trockenem und warmen Wetter zu rechnen. Welche der Varianten ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe simulieren mehrheitlich bis Ende Juni einen unbeständigen Wettercharakter, wobei die Niederschlagsneigung von West/Süd nach Nord/Ost eine abnehmende Tendenz aufweist. Im Temperaturverlauf zeigt sich mehrheitlich eine Normalisierung bis leicht positive Tendenz gegenüber dem langjährigen Mittelwert ab. So liegt das Temperaturspektrum am 24. Juni zwischen +12/+26 Grad (Mittelwert: +16 Grad im Norden, sonst +17/+19 Grad) und am 29. Juni zwischen +12/+29 Grad (Mittelwert: +20/+21 Grad). Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem ersten Wettertrend zum Wetter im Juli.

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