Nach den - teils hoch sommerlichen - Temperaturen von Freitag und Samstag folgt in den Tagen darauf eine Abkühlung, welche in der Übergangsphase mit teils kräftigen Schauern und Gewittern einhergehen kann. Bis zur Wochenmitte zeigt sich am Dienstag und Mittwoch der Aufbau eines Hochdruckkeils vom Azorenhoch in Richtung Mitteleuropa, so dass der zu Grunde liegende Wettercharakter niederschlagsarm ausfallen und die Temperaturen sich langsam wieder etwas erwärmen können. Im Zeitraum zwischen dem 17./21. Juni simulieren beide Wettermodelle das Azorenhoch in einer Position zwischen den Azoren und England westlich von Mitteleuropa, so dass Deutschland auf der östlichen Gradientenseite des Hochdrucksystems liegen kann. In Folge daraus bleibt mit höherer Wahrscheinlichkeit - im Verbund mit einem Tief über Skandinavien - eine nördliche Strömungskomponente über Deutschland erhalten, so dass die Temperaturen sich im gemäßigt milden bis warmen Bereich bewegen können und die Niederschlagsaktivität im Zeitraum 17./19. Juni gering und anschließend gemäßigt einzustufen ist. Wie kühl, bzw. warm kann es werden? Die Kontrollläufe zeigen sich noch differenziert, weisen aber am 17. Juni ein Temperaturspektrum von +15/+24 Grad (Mittelwert: +20 Grad im Süden und Osten, +22 Grad im Westen und +18 Grad im Norden) und am 21. Juni von +13/+24 Grad (Mittelwert: +19 Grad) aus. Das Temperaturspektrum bewegt sich mit seinem Mittelwert in etwa im Bereich der Jahreszeit-typischen Werte, welche in der Tendenz auch leicht negativ ausfallen können. Wie geht es weiter? Die Rückmeldungen, welche wir in den letzten Tagen per E-Mail erhalten haben, reichen von Fragen wie "wann kommt der Sommer" bis hin zu "wann kommt endlich Regen" und differenzieren sich in den "Wünschen" ähnlich stark wie die Simulationen der Wettermodelle. Blickt man auf die bisherigen Niederschlagssummen im Juni, so zeigt sich ein deutliches Defizit über den nördlichen Regionen und ein gemäßigtes Defizit im Süden. Im Temperaturmittel zeigt sich eine normale bis leicht negative Entwicklung im Norden und eine deutlich zu warme über den südlichen Regionen. Dieses Nord-Süd Gefälle erklärt im Wesentlichen die Unterschiedlichen Wünsche nach Sommerwetter, bzw. nach Regen. Und wie wird nun das Wetter im letzten Juni-Drittel? Geht es nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells, so geht der Trend in Richtung Hochdruckaufbau über dem nördlichen Europa/Skandinavien, welches auf seiner südlichen Flanke von Tiefdrucksystemen "unterwandert" werden kann. In Folge daraus zeigt sich der Temperatur- und Niederschlagstrend gegenüber dem langjährigen Mittelwert leicht erhöht, wobei im Norden - Aufgrund zur Nähe des Hochs - eine schwächere Niederschlagsausprägung zu erwarten wären. Als stabil ist diese Wetterlage (noch) nicht zu bezeichnen. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+16) / normal (+17/+23) / zu warm (>+23), liegen am 22. Juni bei 30/45/25 und am 27. Juni bei 20/30/50 und bestätigen das tendenziell normale und im weiteren Verlauf positive Temperaturniveau. Das Langfristmodell simuliert in seiner Wetterprognose mit einer Abweichung von -2/-0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert einen leicht zu kühlen bis zu kühlen Temperaturverlauf im Juni über den Gebieten etwa nördlich der Mittelgebirge, während über dem Süden die Abweichung mit -0,5/+0,5 Grad überwiegend im normalen Bereich liegt. Für Juli liegt die Abweichung mit -0,5/+0,5 Grad im weitgehend normalen Bereich, während sie im August mit -0,5/+1 Grad normal bis leicht zu warm ausfallen kann. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich im Juni im Norden ein Defizit, während für Juli noch keine sonderlichen Abweichungen ersichtlich sind. Im August zeigt sich nach dieser Wetterprognose ein Niederschlagsdefizit, welches über den östlichen Landesteilen stärker ausgeprägt sein kann, als im Westen und Südwesten.

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