Warm - teils hoch sommerlich heiß - aber auch zunehmend schwül mit ansteigender Schauer- und Gewitteraktivität wird es in den kommenden Tagen bis zum Samstag, bevor zum Sonntag der Wind auf nördliche Richtungen dreht und kühlere Luftmassen nach Deutschland führen kann, was mit höherer Wahrscheinlichkeit einen wechselhaften und relativ kühlen Start in die neue Woche zur Folge haben wird. Der Grund hierfür ist ein Tiefdrucksystem vor Mitteleuropa, welches bis zum Samstag auf seiner Vorderseite sehr warme Luftmassen nach Deutschland über die Alpen führen kann und welches im weiteren Verlauf sich bis zum Dienstag über Skandinavien positionieren kann. Dabei wird die Hochdruckverbindung über Mitteleuropa unterbunden und Deutschland gelangt auf den östlichen Strömungsgradienten des Hochdrucksystems, so dass die Zufuhr kühlerer Luftmassen ermöglicht werden kann. So ist auch am Dienstag und Mittwoch mit wechselhaften Wetter und mit +11/+19 Grad (je nach Sonnenscheindauer und Niederschlagsaktivität) relativ frischen Temperaturwerten zu rechnen. Rein statistisch betrachtet passt diese kühle Phase gut in den Zeitraum der Wettersingularität der sog. Schafskälte, welche überwiegend zwischen dem 4./20. Juni auftreten kann. Im Zeitraum zwischen dem 18./21. Juni zeigt sich nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells auf dem Atlantik eine ansteigende Tiefdruckaktivität, welches das nördlich positionierte Azorenhoch dazu anregen könnte, einen erneuten Hochdruckkeil in Richtung Mitteleuropa zu entsenden. In Folge daraus würde Deutschland in einem westlich orientierten Zirkulationsmuster verbleiben, bei dem mit einem leicht wechselhaften Wettercharakter die Temperaturwerte normalisieren können. Was bedeutet normalisieren? Die Temperaturwerte passen sich langsam den Jahreszeit-typischen Werten an, so liegt das Temperaturspektrum bspw. am 17. Juni zwischen +10/+22 Grad (Mittelwert: +16/+17 Grad) und am 21. Juni zwischen +15/+25 Grad (Mittelwert: +20 Grad im Süden, +19 Grad im Westen, +17 Grad im Osten und +16 Grad im Norden) - sommerlich, bzw. hoch sommerlich stabiles Hochdruckwetter sieht etwas anders aus. Gibt es im Trend einen Ausblick, wann eine stabile Hochdruckwetterlage möglich wäre? Auch heute stützen die Wettermodelle keine grundlegende Struktur, welche mit höherer Wahrscheinlichkeit im letzten Juni-Drittel zu einer stabilen Hochdruckwetterlage führen können. So liegt in der Simulation des europäischen Wettermodells das Hoch am 20. Juni zu weit im Westen, so dass auf dessen östlichen Seite immer wieder Tiefdrucksysteme über Mitteleuropa "abtropfen" können (wechselhaft, mäßig warm). Nach dem amerikanischen Wettermodell zeigt sich indes ein Zirkulationsmuster, welches im letzten Juni-Drittel eine Südwestwetterlage zur Folge haben kann, bei der es im Nordwesten grundsätzlich wechselhafter und kühler als über dem Südosten sein kann. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+16) / normal (+17/+23) / zu warm (>+23), liegen am 20. Juni bei 35/40/25 und am 25. Juni bei 25/50/25 und bestätigen das tendenziell normale Temperaturnievau mehrheitlich.

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