Ein beständiges - sommerliches - Hochdruckwetter ist auch in den kommenden Tagen nicht zu erwarten. Zwar steigen die Temperaturen von Mittwoch bis Freitag wieder in den sommerlichen, bis teils hochsommerlichen Bereich an, dass ist jedoch nur einem Tiefdrucksystem zu "verdanken" welches vom westl. Mittelmeerraum über Frankreich/Deutschland in Richtung Skandinavien zieht und auf seiner Vorderseite entsprechend warme bis heiße Luftmassen nach Deutschland führen kann. Mit dieser Zugbahn unterbindet das Tiefdrucksystem die Hochdruckbrücke über Mitteleuropa, so dass sich im Zeitraum 13./18. Juni keine stabile Hochdruckwetterlage durchsetzen kann. Das amerikanische Wettermodell simuliert in diesem Zeitraum einen trogähnlichen Ansatz, bei dem mit einer westlichen bis nördlichen Strömung kühlere Luftmassen nach Deutschland geführt werden können, dessen Tiefpunkt am 16. Juni erreicht sein könnte (simulierte Tageswerte zwischen +11/+17 Grad), was - rein statistisch - in den Zeitraum der Wettersingularität der sog. Schafskälte passt. Im weiteren Verlauf kann sich nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells im Zeitraum 18./20. Juni eine erneute Hochdruckbrücke von den Azoren über Mitteleuropa bis über das östliche Europa aufbauen, welches darüber hinaus bis zum 23. Juni als eigenständiges Hochdrucksystem sich über Mitteleuropa positionieren könnte. In Folge daraus wäre ein stabiler Wettercharakter bei sommerlichen Werten um die +25 Grad Marke herum eine durchaus wahrscheinliche Variante. Das europäische Wettermodell simuliert heute eine Wetterlage, bei der sich die Systeme zueinander blockieren, so dass das Tiefdrucksystem am Wochenende zunächst vor Mitteleuropa gestoppt werden und der sommerliche Temperaturcharakter im Zeitraum 11./14. Juni erhalten bleiben kann, erst im weiteren Verlauf zeigt auch das europäische Wettermodell zum 15./17. Juni hin einen trogähnlichen Ansatz mit kühleren Temperaturen. Kühl, warm oder wechselhaft - was ist wahrscheinlicher im zweiten Juni-Drittel? Die Spannbreite der Möglichkeiten zeigt sich tatsächlich in einem Wechselspiel zwischen wechselhaften Wetter mit teils kräftigen Gewittern bei schwül-warmen, teils heißen Temperaturen mit nachfolgender Abkühlung, was im Wesentlichen einem unbeständigen Wettercharakter entspricht. Die Kontrollläufe stützen diese Variante mehrheitlich, wobei im Zeitraum zwischen dem 10./15. Juni die Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert positiv verlaufen und darüber hinaus bis zum 20. Juni eine normalisierende Tendenz annehmen können. So liegt das Temperaturspektrum am 13. Juni zwischen +14/+30 Grad (Mittelwert: +24 Grad im Süden, +25 Grad im Osten, +22 Grad im Westen und +20 Grad im Norden) und am 18. Juni zwischen +12/+25 Grad (Mittelwert: +17/+18 Grad).

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