Im Verlauf der kommenden Woche kühlt sich das Temperaturniveau zunächst etwas ab, kann aber von Mittwoch bis Freitag wieder auf sommerliche Werte ansteigen. Der Grund hierfür ist eine instabile Hochdruckbrücke über Mitteleuropa, welche auch kurzzeitig den Zustrom kühlerer Luftmassen über Mitteleuropa ermöglicht. Im weiteren Verlauf gelingt es einem Tiefdrucksystem über der Mittelmeerregion, die Hochdruckbrücke zu unterbinden, wobei die Tiefdruckachse zwischen Portugal, Frankreich und England von Süd nach Nord verlaufen kann und Vorderseitig erneut warme - aber auch zunehmend feuchte - Luftmassen nach Deutschland führen kann. So zeigt sich zum kommenden Wochenende voraussichtlich ein sommerliches Temperaturniveau, wobei die Schauer- und Gewitterneigung von Nord nach Süd ansteigen kann. Im Zeitraum vom 14./17. Juni simuliert das amerikanische Wettermodell eine steile Aufstellung des Azorenhochs auf dem Atlantik. Somit kann die atlantische Frontalzone weitgehend blockiert werden und dass Tiefdrucksystem aus der Mittelmeerregion kann sich auf der östlichen Gradientenseite des Hochdrucksystems vor, bzw. über Deutschland festigen. Das Gesamtkonstrukt entspricht m wesentlichen einer Trogwetterlage, bzw. meridionalem Zirkulationsmuster. In Folge daraus sind zwei mögliche Varianten möglich - zum einen eine schwül-warme und zu anderen eine kühle und wechselhafte Wetterlage. Im Detail wird es darauf ankommen, wie sich das Tief und damit der Trogmittelpunkt positionieren kann. Zum aktuellen Stand liegt der Trog vor Deutschland, so dass aus südlichen Richtungen relativ warme, aber auch sehr feuchte Luftmassen nach Deutschland geführt werden können und auch der Zeitraum darüber hinaus bis zum 20. Juni von mäßig warmen und wechselhaften Wetter beeinflusst werden kann. Das europäische Wettermodell simuliert im Zeitraum 14./17. Juni eine ebenfalls meridionale Umstrukturierung es Zirkulationsmusters, allerdings kippt nach der heutigen Simulation die Hochdruckachse auf dem Atlantik nach Osten ab und kann dadurch die Trogstruktur unterbinden, bzw. erst gar nicht ermöglichen. Stattdessen zieht das schwachgradientige Mittelmeertief langsam von der westlichen Mittelmeerregion über Deutschland bis über das östliche Europa ab, was ein zunächst einen schwül-warmen, teils heißen Wettercharakter zur Folge hat, welcher sich im Zeitraum zwischen dem 16./17. mit dem zunehmenden Hochdruckeinfluss wieder stabilisieren kann. Die Kontrollläufe weisen im Zeitraum zwischen dem 12./15. Juni einen warmen Temperaturabschnitt aus, welcher bis zum 20. Juni eine normalisierende Tendenz annimmt. So liegt das Temperaturspektrum am 13.Juni zwischen +15/+28 Grad (Mittelwert: +20 Grad im Norden, sonst +22/+24 Grad) und am 19. Juni zwischen +10/+25 Grad (Mittelwert: +17 Grad im Norden und Süden und +19 Grad im Osten und Westen). Das Langfristmodell simuliert für den Juni weiterhin eine negative Niederschlagsentwicklung, welche im Juli normal bis leicht positiv und im August wieder negativ ausfallen kann. Im Temperaturverhalten zeigt sich im Juni mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad im Norden und +0,5/+2 Grad im Süden eine gegenüber dem langjährigen Mittelwert normale bis positive Temperaturentwicklung, welche im Juli normal (-0,5/+0,5 Grad) und im August mit -0,5/+1 Grad leicht positiv sein kann.

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