Der Sommer macht in der kommenden Woche voraussichtlich eine "Pause", da in der Konstellation von einem Hoch westlich von Deutschland und einem Tief über Skandinavien kurzweilig kühlere Luftmassen advehiert werden können. Im Zeitraum zwischen dem 10./13. Juni simuliert das amerikanische Wettermodell das Hochdrucksystem mit seinem Kern über England, welches sich mit seiner Achse von dem Azoren bis nach Deutschland / Skandinavien erstrecken kann. In Folge daraus dreht die Grundströmung über dem Süden auf östliche und über dem Norden auf nordöstliche Richtungen und führt im Süden warme und über dem Norden mäßig warme Luftmassen nach Deutschland. In der Simulation zeigen sich bspw. am Donnerstag im Norden Werte zwischen +18/+23 Grad und im Süden +20/+25 Grad, örtlich bis +28 Grad. Im Zeitraum 13./15. Juni simuliert das amerikanische Wettermodell eine erhöhte Aktivität der Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik, welche ihren Einfluss auf Mitteleuropa gerne ausweiten wollen. Allerdings zeigt sich noch bis zum 14. Juni der hohe Luftdruck dominant, so dass bei schwül-warmen Wetter die Schauer und Gewitterneigung eine ansteigende Tendenz hat. Im Detail hängt diese Entwicklung maßgeblich davon ab, wie sich die Hochdruckachse ausbilden wird. Positioniert sich bspw. das Hoch in "kugelrunder" Verfassung über England, so können auf der östlichen Gradientenseite des Hochs kühlere Luftmassen nach Deutschland geführt werden. Geht es nah dem europäischen Wettermodell, so ist die Entwicklung eine ganz ähnliche: Abkühlung im Zeitraum 7./10. Juni mit nachfolgend langsamen Erwärmung bei einer erhöhten Schauer- und Gewitterwahrscheinlichkeit. Darüber hinaus simuliert das europäische Wettermodell eine Abschwächung der Hochdruckbrücke, so dass in Folge daraus zwei Hochdrucksysteme entstehen - eines über den Azoren und ein weiteres über dem westl. Russland. Zwischen beiden Hochdrucksystemen entsteht über Mitteleuropa eine "Lücke", in welche aus nordwestlichen Richtungen die Tiefdrucksysteme vordringen können. Die Folge daraus wäre ein wechselhafter und mäßig warmer Grundcharakter. Die Kontrollläufe favorisieren mehrheitlich - nach den heißen Tagen - einen Temperaturrückgag im Zeitraum 7./10. Juni auf ein Jahreszeit-typisches Niveau, welches im weiteren Verlauf bis zum 15. Juni - wie die Niederschlagswahrscheinlichkeit - wieder eine ansteigende Tendenz aufweist. So liegt das Temperaturspektrum am 9. Juni zwischen +12/+17 Grad (Mittelwert: +14/+15 Grad) und am 15. Juni zwischen +13/+26 Grad (Mittelwert: im Norden +17 Grad, im Westen +18 Grad, im Süden und Osten +20/+21 Grad). Wie sieht die weitere Entwicklung aus? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+16) / normal (+17/+23) / zu warm (>+23), liegen am 15. Juni bei 40/50/10 und am 20. Juni bei 15/45/45.

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