Wird es nach der sommerlichen, teils auch schon hochsommerlichen Wetterphase von Donnerstag bis Samstag zum Sonntag erneut kühler? Seit Tagen simuliert das amerikanische Wettermodell diese Variante, bei der sich das Hochdrucksystem nach Westen positioniert und somit über Deutschland eine nördliche Strömungskomponente zulassen kann. In Folge daraus können kühlere Luftmassen advehiert werden so dass bereits zum Sonntag eine Abkühlung der Temperaturen wahrscheinlich ist. Im Detail bleibt diese Entwicklung abzuwarten, da die Zugbahn des Tiefdrucksystems von England nach Skandinavien entscheidend ist und ob das Hochdrucksystem einem Hochdruckkeil in Richtung Mitteleuropa aufrecht erhalten kann. Bspw. simuliert das europäische Wettermodell noch eine andere Variante, bei der das Hoch im Westen einen Keil in Richtung Deutschland / östliches Europa entsenden kann und das Tief seinen Einfluss mit einer nördlichen Grundströmung nicht geltend machen kann. Stattdessen kommt die Strömung aus nordöstlichen bis östlichen Richtungen, so dass die Temperaturen weitgehend im sommerlichen Bereich verbleiben können (tendenziell im Nordwesten etwas kühler als im Südosten). Welche der Varianten ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe sind sich da weitgehend einig und simulieren eine Zunahme der Niederschlagswahrscheinlichkeit ab dem 6. Juni. Im Temperaturverhalten zeigt sich im Zeitraum zwischen dem 7./11. Juni ein Temperaturrückgang, welcher im weiteren Verlauf bis zum 15. Juni wieder eine leicht positive Tendenz aufweist. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 9. Juni zwischen +10/+18 (Mittelwert: +14/+15 Grad) und am 14. Juni zwischen +12/+25 Grad (Mittelwert: +18 Grad im Norden, +19 Grad im Westen und +20/+21 Grad im Süden und Osten). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+16) / normal (+17/+23) / zu warm (>+23), liegen am 10. Juni bei 60/35/5 und am 15. Juni bei 30/40/30 und bestätigen zunächst eine zu kühle und später Jahreszeit-typische Temperaturentwicklung mehrheitlich, wobei der simulierte kühle Zeitraum zwischen dem 7./11. Juni durchaus zur Wettersingularität der sog. Schafskälte passt.

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