Die Wettermodelle simulieren den Zeitraum zwischen dem 1./4. Juni als äußerst komplex, dabei ist die Wetterlage an sich klar strukturiert. Eine Tiefdruckrinne, welche von Neufundland über Island/England bis nach Skandinavien hin verläuft, drückt die südliche Gradientenstruktur weiter nach Süden, so dass im aktiv-dynamischen Umfeld zum 31. Mai / 2. Juni eine Sturmtiefkomplex bei England sich positionieren kann. Auf der Tiefdruckvorderseite können sehr warme Luftmassen nach Norden geführt werden, welches die Dynamik der Systeme noch weiter verstärken kann. So kann sich in den Simulationen zum 1./2. Juni ein Temperaturgefüge ergeben, welches sich von +9/+14 Grad im Westen bis +25/+30 Grad im Osten erstrecken kann. Das dies zu Extremwetterereignissen führen kann, muss an dieser Stelle nicht ausführlicher erklärt werden, sind aber zum heutigen Stand sehr wahrscheinlich und ergeben ich voraussichtlich erst im sog. Nowcast Bereich. Wie geht es weiter - Warm, normal oder kühl? Der Trend der letzten Tage war klar und ging nach einer kurzen Abkühlungsphase im Zeitraum 2./4. Juni in Richtung Hochdruckaufbau über dem westl. Europa, Mitteleuropa, bzw. dem nördlichen Europa. Daran hat sich auch heute nichts verändert. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so wird der hohe Luftdruck über dem westl. Russland weiter in Richtung Skandinavien simuliert, was die atlantische Frontalzone wieder "zurückdrängt". Gleichzeitig gelingt es dem Azorenhoch einen Hochdruckkeil zum 4. Juni in Richtung Mitteleuropa zu entsenden, welches relativ schnell eine Hochdruckbrücke zum Kontinentalhoch aufbauen kann. Mit einen schwachgradientigem Tiefdruckvorgang bei England/Frankreich können entsprechend warme, aber auf feuchte Luftmassen nach Deutschland geführt werden. In Folge daraus kann sich ein sommerliches Temperaturgefüge einstellen, wobei das tägliche Schauer- und Gewitterrisiko hoch bleiben kann. Das europäische Wettermodell simuliert ebenfalls den Aufbau von hohen Luftdruck im Zeitraum 4./8. Juni über Mitteleuropa, bei dem ein anfängliches Höhentief noch für einen unbeständigen und mäßig milden bis milden Wettercharakter sorgen kann. Blickt man auf die Kontrollläufe, so wird der positive Temperaturtrend im Zeitraum 4./10. Juni weitgehend unterstützt und anhand der schwachen Niederschlagserwartung zeigt sich auch die höhere Wahrscheinlichkeit für hohen Luftdruck über Deutschland. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 4. Juni zwischen +10/+22 Grad (Mittelwert: +15 Grad im Norden, sonst +16/+17 Grad) und am 9. Juni zwischen +10/+27 Grad (Mittelwert: +20/+22 Grad im Süden, Westen und Osten und +17 Grad im Norden). Anders ausgedrückt ist zum heutigen Stand ein sommerlicher Grundcharakter noch im ersten Juni-Drittel wahrscheinlicher als andere Varianten.

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