Über Pfingsten simulieren die Wettermodelle weiterhin noch unterschiedliche Varianten, wenngleich das grobe Muster bei beiden Wettermodellen ein Ähnliches ist. Dominant zeigt sich zum heutigen Stand hoher Luftdruck, welcher sich von den Azoren bis über das westl. Russland erstrecken kann. Im Detail wird es darauf ankommen, wie stabil sich diese Hochdruckbrücke, bzw. der Hochdruckkeil über das Pfingstwetter ausbilden kann und somit über mäßig mild bis milde oder milde bis warme Temperaturen maßgeblich Verantwortlich sein kann. Darüber hinaus simuliert das amerikanische Wettermodell im Zeitraum 26. Mai /2. Juni keine stabile Großwetterlage über Mitteleuropa. So liegt über den Azoren das Hoch in ausgeprägter Form und kann sich zeitweilig auch etwas nach Norden ausweiten. Gleichzeitig liegt das Kontinentalhoch über dem westlichen Russland, so dass der Verlauf der Tiefdruckrinne von Neufundland über Island nach Skandinavien führt und Deutschland zeitweilig mit seinen Tiefdruckausläufern aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen beeinflussen kann. Das europäische Wettermodell simuliert das Azorenhoch bis zum 29. Mai ebenfalls in einer stabilen Verfassung, wird jedoch im Gegensatz zum amerikanischen Wettermodell weiter östlich simuliert, so dass Deutschland auf den östlichen Hochdruckgradienten gelangen kann. In Folge daraus können kühlere, bzw. mäßig milde Luftmassen aus nördlichen Richtungen nach Deutschland geführt werden, wenngleich der Grundcharakter etwas beständiger sein kann. Im Bezug auf Sommer und den damit verbundenen Temperaturen jenseits der +25 Grad Marke ist in den heutigen Simulationen der Wettermodelle für Ende Mai, bzw. Anfang Juni noch wenig zu erkennen. Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich eine erhöhte Niederschlagserwartung zum Monatsende bei einem Temperaturspektrum, welches sich bspw. am 31. Mai zwischen +8/+24 Grad bei einem Mittelwert von +16/+17 Grad bewegen kann. Geht es nach den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+15) / normal (+16/+20) / zu warm (>+21), so liegen diese am 26. Mai bei 40/50/10 (gestern: 30/45/25) und am 1. Juni bei 30/40/30 (gestern: 15/30/55). Das Langfristmodell simuliert in seiner Wetterprognose für den Sommer im Juni, Juli und August eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5/+0,5 Grad und entspricht damit einem normalen Temperaturverlauf. In der Niederschlagsbetrachtung gibt es keine signifikanten Abweichungen, lediglich für die südlichen Regionen zeigt sich im Juni und Juli ein leichtes Niederschlagsdefizit, welches im August auch leicht positiv ausfallen kann.

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