Wetter Sommer 2015 - Wettervorhersage und Wetterprognose

Wetter im Sommer 2015 - Witterungstrend vom 12. April

Diverse Medien berichteten in den letzten Wochen und Tage über einen verhaltenen Sommer - manche berichten gar über einen "Grusel-Sommer" in Deutschland. Was ist da dran? Der Hintergrund für den scheinbaren "schlechten" Sommer 2015 liegt im Langfristmodell begründet, welches die Sommermonate Juni, Juli und August gegenüber dem langjährigen Temperaturmittelwert zeitweise als leicht zu kühl ausgewiesen hat. Im groben Muster tendiert das Langfristmodell jedoch zu einem normalen Temperaturverhalten im Sommer 2015 bei einer leicht erhöhten Niederschlagserwartung. Was bedeutet normal? Die Sommer sind in Deutschland nur mäßig warm und die Tageswerte liegen häufig zwischen +22/+27 Grad und seltener über der +30 Grad Marke. Die "Normalität" verändert sich jedoch in den letzten Jahren stetig und bei genauerer Betrachtungsweise der Zeitreihe der Lufttemperaturen im Sommer lässt sich ein stets wärmer werdender Verlauf der Sommermonate feststellen. Insofern steigt die Wahrscheinlichkeit für zu warme Sommermonate in Zeiten des Klimawandels grundsätzlich an. Außer das zu Grunde liegende Zirkulationsmuster stellt sich nachhaltig um und sorgt mit einem gegenteiligen Muster für ein Ausgleichsverhalten. Was bedeutet das? Vereinfacht ausgedrückt strebt das Zirkulationsverhalten nach ausgeglichenen Verhältnissen, so dass nach einer längeren milden eine kühle Phase nachfolgen kann - und umgekehrt. Dieser theoretische Ansatz gilt auch in 2015, so dass nach dem zu warmen Temperaturverlauf im Winter 2014/2015 eine kühlere Phase im Frühjahr, bzw. im Sommer nachfolgen kann. Wie steht es um die Randfaktoren zum Sommer 2015? Das sog. El Niño Phänomen kann eine entscheidende Rolle spielen, welches - vereinfacht ausgedrückt - mit höherer Wahrscheinlichkeit über der nördlichen Hemisphäre Troglagen hervorrufen kann. Nun bedeutet aber eine Trogwetterlage über Europa, bzw. dem nördlichen Europa nicht zwangsläufig auch kühle Temperaturen über Deutschland - auch hier ist die Lage der möglichen Kaltluftadvektion (Trog) entscheidend für einen warmen, bzw. zu kalten Temperaturverlauf. Wie sind die aktuellen El Niño Bedingungen? Hierzu die Zusammenfassung des sog. ENSO- Berichts:
There is an approximately 50-60% chance that El Niño conditions will continue through Northern Hemisphere summer 2015.
. Auf der folgenden Seite sind die möglichen Auswirkungen auf das Temperaturverhalten des El Niño Phänomens in einer übersichtlichen Grafik zusammengestellt. Ein weiterer Randfaktor können die Sonnenflecken sein. Die Sonnenflecken geben Aufschluss darüber, welche Aktivität die Sonne derzeitig hat. Aktuell nimmt die Aktivität der Sonne leicht ab. Welchen Einfluss haben Sonnenflecken? Vereinfacht ausgedrückt: ist die Sonne wenig aktiv, so steigt die Wahrscheinlichkeit für kühlere Sommer, ist sie hingegen aktiv, so steigt die Wahrscheinlichkeit für einen wärmeren Sommer. Die Randfaktoren können allenfalls als Indiz gewertet werden und sprechen - in theoretischer Betrachtungsweise - eher für einen normalen Temperaturverlauf im Sommer. Betrachtet man die aktuelle Entwicklung der Großwetterlage und die der letzten Wochen, so konnte häufiger ein nach Norden verschobene Position des Azorenhoch festgestellt werden. Nicht selten ergeben sich daraus lang anhaltende Zirkulationsmuster und im Zusammenspiel mit dem abnehmenden Sonnenfleckenzyklus ergibt sich rückblickend eine höhere Wahrscheinlichkeit für Hochdruckausläufer in Richtung Mitteleuropa, welche im weiteren Verlauf eine höhere Initalisierungsrate für Hochdrucksysteme über dem skandinavischen Raum haben (nach Norden verschobener Hochdruckgürtel). Ein ähnliches Verhalten gab es übrigens im letzten Jahr mit ausgeprägten Hochdruckphasen im April, Mai und Juni über dem skandinavischen Raum. Was passiert, wenn dieses Phänomen eintritt? Auch in diesem Fall ergibt sich für eine höhere Wahrscheinlichkeit für ein normales Temperaturverhalten, jedoch ist die Niederschlagswahrscheinlichkeit geringer ausgeprägt. Verläuft der Hochdruckrücken indes direkt über Mitteleuropa, so könnte der Temperaturverlauf mit einer Südwestströmung auch deutlich zu warm ausfallen. Zusammenfassend deutet zum heutigen Stand vieles auf einen durchschnittlichen Verlauf des Sommers in Deutschland hin. In Regelmäßigen Abständen werden diese Witterungstrends für das Wetter im Sommer 2015 erneuert, bzw. ergänzt - zunächst unregelmäßig, im Frühjahr regelmäßig und ab dem 20. Mai und über den Sommer hinweg erfolgt eine tägliche Aktualisierung.
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Wetter im Sommer 2015 - Witterungstrend vom 15. März

Wie wird das Wetter im Sommer 2015 - warm, normal oder kalt und ist mit viel oder wenig Regen zu rechnen? Schaut man auf das Langfristmodell, so erkennt man eine durchschnittliche Temperatur- und Niederschlagsentwicklung über die Sommermonate Juni, Juli und August. Blickt man etwas genauer auf die Temperaturentwicklung des Langfristmodells, so liegt diese zum heutigen Stand mit bis -0,5 Grad z.T. auch leicht unter dem vieljährigen Mittelwert. Vergleicht man die Wetterentwicklung des vergangen Winters und des aktuellen Frühlings mit dem Vorjahresdaten, so sind gewisse Ähnlichkeiten zu beobachten: zu warmer Verlauf des Winters, trockener und noch vielfach warmer Frühlingsverlauf. Im Ergebnis hatte das einen durchwachsenen aber doch zu warmen Sommer 2014 zur Folge, wobei auffällig der August zu kalt und zu nass ausgefallen war und gerade dieser Ferienmonat wohl vielen noch als regnerisch und kalt in Erinnerung ist. Aber das Wetter hält sich nicht allzu oft an vorherige Zirkulationsmuster oder orientiert sich an vergangenen Wetterlagen, sonst wäre es auch ein Einfaches Wetterprognosen oder Langfristtrends zu erstellen. Besonders auffällig war in den letzten Monaten, dass sich das Zirkulationsmuster in Teilen durchaus normal verhalten hat, bzw. in seiner Schwankungsbreite zu einer Normalisierung strebt. Zwar gab es auch 2015 teils lang anhaltende Kaltluftausbrüche über den östlichen Kanada in Richtung Neufundland, jedoch hatte das über Mitteleuropa nur selten eine warme Südwestwetterlage zur Folge. Vielmehr konnte verstärkt der Trend zu einer West-, bis Nordwestzirkulation über Mitteleuropa festgestellt werden, was zu der vielfach "unwinterlichen" und verbreitet nasskalten Witterung führte. Was für Rückschlüsse lassen sich daraus auf das Sommerwetter ziehen? Normalisierung des Zirkulationsmusters (West-Ost) bedeutet auch für das Wetter im Sommer eine Normalisierung, so dass sich die Prognose des Langfristmodells im theoretischen Ansatz durchaus stützen lässt. Was ist normal im Sommer? Der deutsche Durchschnittssommer ist wechselhaft und mit einer Mitteltemperatur +16,3 Grad (1961-1990), bzw. +17,06 Grad (1981-2010) nur mäßig warm, so dass die Tagesmittelwerte häufig zwischen +22/+27 Grad und seltener über der +30 Grad Marke zu finden sind. Sollte sich zudem über die Frühlingsmonate eine weiter stabile Hochdruckwetterlage behaupten können, so hätte ein wechselhafter Wetterabschnitt im Sommer eine höhere Wahrscheinlichkeit. Zusammenfassend sind aktuell keine Auffälligkeiten zu beobachten die zu einer nennenswerten Abweichung in Richtung zu kalten oder zu warmen Verlauf des Wetters im Sommer 2015 sprechen - der Trend bleibt normal. Die nächste Aktualisierung des Witterungstrend zum Wetter im Sommer 2015 erfolgt am Sonntag, den 12. April gegen 17:00 Uhr.

Wetter im Sommer 2015 - Witterungstrend vom 3. Februar

Es ist Anfang Februar und die Temperaturen liegen vielerorts im frostigen Bereich. Nichtsdestotrotz - oder gerade deswegen - bekommen wir in den letzten Tagen vermehrt Anfragen der Art: "Wie wird das Wetter im Sommer 2015?". Nun ist der Zeitraum bis zum meteorologischen Sommer am 1. Juni 2015 noch etwas hin, so dass im Detail nicht darüber spekuliert werden kann, ob das Wetter im Sommer 2015 regnerisch oder schön wird. Aber es gibt Ansätze aus der zurückliegenden Wetterentwicklung, welche im Frühjahr und auch im Sommer noch eine Rolle spielen können. Zunächst einmal die Betrachtungsweise des Langfristmodells. Hier werden die Sommermonate Juni, Juli und August bisweilen als normal bis leicht zu warm simuliert, allerdings mit einer leicht erhöhten Niederschlagserwartung. Anders formuliert zeigt das Langfristmodell zum heutigen Stand einen normalen Sommerverlauf in Deutschland. Betrachtet man den Verlauf des Winters 2014/2015 bis zum heutigen Stand, so ist dieser außergewöhnlich zu warm ausgefallen und hatte einige Ähnlichkeiten mit dem Winter 2013/2014, wenngleich nicht gar so gravierend. Hat das Auswirkungen auf das Sommerwetter? Der Grund für den bisher zu warmen Verlauf des Winters war eine sog. Erhaltungsneigung. Das gegenteilige Muster der Erhaltungsneigung ist das Ausgleichsverhalten bei dem - statistisch gesehen - nach längeren trockenen und warmen Phasen kühlere und feuchtere Phasen und nach feuchten und warmen Phasen trockene und kühlere Phasen folgen. Die Frage die sich daraus stellt - tritt das Ausgleichsverhalten im Frühjahr ein, oder gar erst im Sommer und welche Folgen hätte das? Eine Antwort darauf findet sich in der Statistik - sehr häufig folgte auf einen milden und trockenen Winter eine etwas zu nasse und zu kühle Wetterphase zwischen April und Juni. Zumindest das ist mal ein Anhaltspunkt für einen ersten Wettertrend für das Wetter im Sommer 2015. Bemüht man die Zeitreihe der Lufttemperaturen im Sommer, so ergibt sich seit den 90er Jahren ein stetig positiver Trend der Sommertemperaturen, so dass die Wahrscheinlichkeit für einen normalen bis zu warmen Sommer aus dieser Betrachtungsweise deutlich höher einzustufen ist, als ein zu kalter Sommer 2015. Die nächste Aktualisierung für das Wetter im Sommer erfolgt an dieser Stelle am heutigen Sonntag gegen 17:00 Uhr.

Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,0 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,2 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +0,4 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,7 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,0 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +2,4 +1,3 +0,0 172 l/m² - normal

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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