Der Sommer neigt sich am 31. August seinem meteorologischen Ende zu und mit dem 1. September hält der Herbst in den Wetterprognosen seinen Einzug. Das Wetter der letzten Tage war mit seinem meridionalen Strömungsmuster und niedrigen Temperaturen von verbreitet unter +20 Grad durchaus schon als herbstlich zu bezeichnen. Doch im Verlauf der kommenden Woche ändert sich das, so dass bis zum Donnerstag mit +20/+25 Grad mäßig warme Temperaturen in Deutschland möglich sein können. Warum? Die atlantische Frontalzone verliert mit einem Hoch zwischen Skandinavien und Island möglicherweise ihren Schwung, so dass sich das Hoch im weiteren Verlauf auch über Mitteleuropa ausbreiten kann. Ob das Hochdruckgebiet auch so stabil sein wird, dass es sich gegen die "Angriffe" der Tiefdrucksysteme von Westen her erwehren kann, bleibt zum heutigen Stand noch abzuwarten. Die Simulationen der Wettermodelle zeigen dies jedoch mehrheitlich, so dass die Tiefdrucksysteme im Westen vor Mitteleuropa abtropfen. Sollte sich dieses Szenario so durchsetzen können folgt zum Ende des Sommers in Ansätzen eine hoch-sommerliche Wetterlage (nicht hoch-sommerliche Temperaturen), da das Hoch von einem Tief über dem Westen und einem auf der östlichen Seite gestützt wird und sich daraus eine omegaähnliche Hochdruckstruktur ergeben kann. Welche Varianten sind noch möglich? Das Tief auf der östlichen Seite des Hochs löst sich auf, so dass das Hoch über Skandinavien nach Osten ausweichen kann. In Folge dieser Wetterlage kann es auf der Vorderseite zu warmen Temperaturen, in der Übergangsphase zu teils unwetterartigen Wetterereignissen und nachfolgend zu kühlerem Rückseitenwetter kommen. Die dritte Variante zeigt sich in der Gestalt, als dass es zwischen dem Azoren- und Skandinavienhoch nicht zu einer Hochdruckverbindung kommt und die Lücke somit für weitere Tiefdrucksysteme offen bleibt. Welche der Varianten in wahrscheinlicher? Eine Art von Hochdruck ist im Trend über Mitteleuropa erkennbar, da auch in den Kontrollläufen zum Ende des Sommers hin die Niederschlagserwartung eine abnehmende Tendenz hat. Im Mittelwert zeichnet sich mehrheitlich aber eine Normalisierung ab, die unter Umständen auch leicht positiv sein kann. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 30. August zwischen +14/+26 Grad bei einem Mittelwert von +20 Grad im Süden, Norden und Osten und +18 Grad im Westen. Zusammenfassend sind durchaus Ansätze, bzw. Signale für eine Umstellung der bisweilen deutlich zu kühlen Wetterlage gegeben - Temperaturen von knapp 30 Grad sind jedoch bis Ende August wenig wahrscheinlich - vielmehr zeigt der Mittelwert weiterhin Abwechslungsreiches Wetter bei mäßig warmen Temperaturen.

Der meteorologische Sommer endet am 31. August. Die Wettervorhersage für verbleibenden Tage im August können Sie in unserer Rubrik "Wettervorhersage August 2014" weiter verfolgen. Der Wettertrend für September steht Ihnen in der Rubrik "Wetter im September 2014" zur Verfügung und ab dem 26. August setzen wir mit neuen Wetterrends die Prognosen für den Herbst/Winter in der Jahreszeitenrubrik "Wetter Winter 2014/2015" fort.

Anzeige

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!