In der kommenden Woche setzt sich der teils wechselhafte und mäßig warme Wettercharakter weiter fort. Passend zum Wochenende simulieren die Wettermodelle das erneute Wechselspiel von warmer Vorder- und nachfolgend mäßig warmen bis kühlerem Rückseitenwetter. Der Grund hierfür ist die seit Wochen annähernd gleiche Wetterlage, bei der es den Hochdrucksystemen über Skandinavien und Azoren nicht gelingen mag, eine halbwegs stabile Hochdruckverbindung aufzubauen. So lange das Skandinavienhoch noch Ortsfest ist, werden die Tiefdrucksysteme weitgehend blockiert, so dass eine Verlagerung der atlantischen Frontalzone bis nach Mitteleuropa nicht möglich sein wird. Insofern ist das erste August-Drittel überwiegend von Schauern und Gewittern geprägt, welche von weitgehend mäßig warmen bis teils sommerlichen Temperaturen dominiert werden. Darüber hinaus simuliert das europäische Wettermodell im Zeitraum zwischen dem 8./13. August eine "Sandwichwetterlage", bei der sich das Skandinavienhoch im Norden zwischen Grönland, Island und Skandinavien ausdehnt und im Süden das Azorenhoch eine dominierende Rolle spielt. Im Ergebnis bleibt den Tiefdrucksystemen nichts anderes übrig als nach Süden auszuweichen und sich zwischen die Hochdrucksysteme zu "quetschen". In Folge daraus entsteht zwischen Neufundland, England, Deutschland und dem östlichen Mittelmeer eine feucht-warme Tiefdruckrinne, so dass das wechselhafte - mit Schauern und Gewittern dominierte - Wetter wohl anhalten wird. Das amerikanische Wettermodell simuliert eine völlig andere Großwetterlage, bei der das Hoch über Skandinavien allmählich abgebaut wird und zur Monatsmitte hin sich die atlantische Frontalzone mit autarken Tiefdruckkernen über Skandinavien manifestieren könnte. Das wäre für alle, die auf eine stabile und sommerliche Wetterlage warten ein sog. "Worst Case" Szenario, da mit einer westlichen bis nördlichen Grundströmung kühle und feuchte Luftmassen nach Mitteleuropa geführt werden können. Dennoch gibt es aber nach dem amerikanischen Wettermodell durchaus noch ernstzunehmende Ansätze, als dass sich im zweiten August-Drittel eine halbwegs stabile Hochdruckbrücke zwischen dem Azoren- und Skandinavienhoch aufbauen könnte. Ein Indiz hierfür sind die Kontrollläufe, welche ebenfalls ein hohes Spektrum an Möglichkeiten für das zweite August-Drittel aufweisen und keineswegs einheitlich sind. Mehrheitlich ist in der kommenden Woche ein normalisierender Temperaturverlauf wahrscheinlich, der im Zeitraum zwischen dem 8./13. August eine deutlich positive Tendenz erfährt. So liegt das mögliche Temperaturspektrum bspw. am 10. August zwischen +15/+30 Grad bei einem Mittelwert von +25 Grad im Süden, +22 Grad im Norden und +27 Grad im Osten. Die Niederschlagsneigung ist im Westen, Süden und Norden relativ hoch ausgeprägt, während im Osten eine schwache Ausprägung zwischen dem 8./13. August festzustellen ist. Der "entscheidende" Zeitraum scheint sich in der kommenden Woche bis zum Wochenende hin zu entwickeln bei dem sich zeigen wird, ob die Hochdruckverbindung zustande kommt, oder ob sich das Skandinavienhoch verabschieden wird.

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