Bis einschließlich Sonntag bleibt die Schauer- und Gewitterneigung bei sommerlich warmen Temperaturen über Deutschland hoch. Lediglich bei länger andauerndem Niederschlag - bzw. entsprechender Niederschlagsintensität - können die Temperaturen mit +19/+23 Grad auch nur mäßig warm ausfallen. Im Zeitraum zwischen dem 27./31. Juli wird die Wetterlage zunehmend komplexer Simuliert. Das amerikanische Wettermodell simuliert einen Tiefdruckkomplex von England nach Skandinavien ziehend, welches bis zum 31. Juli das Skandinavienhoch nach Osten abgedrängt hat. In der Übergangsphase - zwischen dem 27./29. Juli - nimmt das Hoch kurzzeitig vermehrten Einfluss auf das Wetter in Deutschland, so dass die aus nordwestlichen Richtungen einfließenden kühleren Luftmassen sich bspw. am 29. Juli rasch auf +20/+25 Grad erwärmen können. Die Schauer- und Gewitteraktivität hat "dank" der kühleren Luftmassen eine eher nachlassende Tendenz. Zum 30. Juli kann das Hoch über dem östlichen Europa, bzw. westl. Russland eine erneute Hochdruckbrücke zum Azorenhoch aufbauen, was im Grundsatz in einer Südwestwetterlage enden kann. Das europäische Wettermodell ist da nicht so einheitlich strukturiert und verschiebt in seiner Simulation das Hoch nach Norden, so dass sich über Skandinavien Tiefdruckkerne positionieren können. Gleichzeitig erstreckt sich das Azorenhoch in einer nach Norden verschobenen Position bis nach England, hört dort aber mit einem Nord-Süd gerichteten Gradienten auf, so dass im Verbund mit dem Tiefdrucksystem über Skandinavien kühlere Luftmassen nach Süden transportiert werden können. Insofern bleibt im Grunde alles wie gehabt, wenngleich auch komplex: bis zum Monatsende ist keine stabile Wetterlage in den Simulationen ersichtlich. Der Trend wird aber zunehmend deutlicher, so dass die Wahrscheinlichkeiten für eine Südwestwetterlage Anfang August eine zunehmende Tendenz haben. Mehr dazu gegen 15:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum August.

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