Nach den teils hoch sommerlichen Temperaturen der Woche kann zum Wochenende das Unwetterpotential erneut ansteigen - der Schwerpunkt der Ereignisse liegt zum heutigen Stand zwischen Sonntag und Montag. Der Grund hierfür ist ein "Clustertief", welches sich vom Kerntief bei England abkapseln kann, bzw. es kann über Deutschland initialisiert werden und positioniert sich im weiteren Verlauf rasch nach Osten, bzw. über das Mittelmeer. Mit Spannung waren in den letzten Tagen die Simulationen der Wettermodelle zu beobachten, da unterschiedliche Möglichkeiten gezeigt wurden, welche für das letzte Juli-Drittel maßgeblich wetterbestimmend sein können. Heute sind sich die Wettermodelle weitestgehend über die weitere Wetterentwicklung einig geworden. Im Zeitraum zwischen dem 20./23. Juli ist verbreitet mit Schauern und Gewittern zu rechnen, welche örtlich Unwetterpotential erreichen können. Die Temperaturen können - je nach Sonnenscheindauer, bzw. Niederschlagsintensität - auf +20/+30 Grad ansteigen. Darüber hinaus war die weitere Entwicklung in den letzten Tagen äußerst unsicher und schwankte zwischen einer Erhaltungsneigung und einer Veränderung des Zirkulationsmusters. Heute stützen erstmals beide Wettermodelle eine Veränderung des Zirkulationsmusters in der Form eines stärkeren Hochdrucksystems über Skandinavien, welches über England eine relativ stabile Verbindung zum Azorenhoch aufbauen kann. Insofern wäre das aktive und dynamische Atlantikwetter blockiert und hätte zunächst einmal keinen Einfluss mehr auf das Wetter in Deutschland. Im Detail kommt es darauf aber an, wie sich das Hochdrucksystem positioniert - zum heutigen Stand kommt die Grundströmung überwiegend aus nordwestlichen Richtungen, so dass die Luftmassen mit +23/+27 Grad nicht all zu heiß sein werden und sich überwiegend im angenehmen Bereich bewegen. Ist diese Umstellung des Zirkulationsmusters gesichert? Das Wetter ist und bleibt ein dynamischer Prozess, es kann gut sein, dass die kommenden Simulationen das heute gezeigte Szenario wieder verwerfen können, da das Konstrukt mit der Hochdruckbrücke Skandinavien- und Azorenhoch steht oder fällt. Anders ausgedrückt ist die Umstellung des Zirkulationsmuster nicht sicher, aber heute durchaus ein Stück weit wahrscheinlicher geworden. Die Kontrollläufe bleiben nach der heißen Wetterperiode im Temperaturverlauf verhalten normal bis leicht positiv. So liegt das Temperaturspektrum im jeweiligen Mittelwert am 20. Juli im Süden bei +24 Grad, im Norden bei +26 Grad und im Osten bei +29 Grad und am 27. Juli im Süden bei +24 Grad, im Norden bei +23 Grad und im Osten bei +25 Grad. Das Niederschlagsverhalten zeigt sich zu Beginn des letzten Juli-Drittels positiv, lässt aber im weiteren Verlauf zwischen dem 23./28. Juli im Norden und Osten nach, bleibt aber im Süden und Westen weiterhin auf gehobenen Niveau - voraussichtlich in Form von Schauern und Gewittern. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 15:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter im August

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