Im Verlauf der kommenden Woche melden sich die sommerlichen, teils hoch sommerlichen Temperaturen zurück, wobei das meist lokale, bzw. regionale Schauer- und Gewitterrisiko präsent bleiben wird. Spannend bleibt auch heute die Frage, ob sich im letzten Juli-Drittel die sommerliche Großwetterlage behaupten kann, oder ob sich das bisherige Zirkulationsmuster der letzten Wochen mit seinem Auf und Ab durchsetzen kann. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so kann sich bis zum 18. Juli ein Hochdrucksystem von der Karasee über Skandinavien, Deutschland und der Mittelmeerregion erstrecken. Damit bleibt das Zirkulationsmuster meridional ausgerichtet (starke Wellenbewegung entlang der "Polarfront"). Mitteleuropa liegt dabei auf der warmen Seite der Welle, während über dem Atlantik ein Trog für einen kühlen Luftmassentransport bis zu den Azoren hinunter sorgen kann. Ein zweites Tiefdrucksystem entsteht zum 19. Juli bei Neufundland und formiert sich zum 20./21. Juli zu einem neuerlichen Zentraltief vor England. Das amerikanische Wettermodell simuliert die Wetterentwicklung in ähnlicher Weise, so dass der Zeitraum zwischen dem 19./21. Juli entscheidend für das letzte Juli-Drittel sein kann. Warum? Vereinfacht ausgedrückt kann in diesem Zeitraum das Hochdrucksystem über Mitteleuropa/Skandinavien das "Zünglein an der Waage" sein. Kann es sich verstärken, so wird das Tiefdrucksystem blockiert, was eine halbwegs stabile Wetterlage zur Folge hätte. Schwächt sich das Hoch hingegen ab, so kann das Tiefdrucksystem die atlantische Frontalzone bis nach Skandinavien positionieren, was in Folge mäßig warmes und wechselhaftes Wetter zur Folge hätte. Eine Zwischenlösung besteht in einer Südwestwetterlage, bei der das gut ausgeprägte meridionale Strömungsmuster "kippt". Das europäische Wettermodell simuliert ein kurzes Übergreifen des Tiefdrucksystems zwischen dem 21./22. Juli, nachfolgend rückt das Azorenhoch nach und verstärkt einen Keil in Richtung Mitteleuropa, so dass demnach eine sich entwickelnde Hochdruckbrücke Mitteleuropa nicht unwahrscheinlich ist. Das amerikanische Wettermodell lässt das Hoch im Norden schwinden, so dass die Tiefdruckausläufer sich im Zeitraum 21./23. Juli zunehmend über Skandinavien positionieren können. Anders ausgedrückt ist nach dem amerikanischen Wettermodell eine teils wechselhafte südwestliches Strömungsmuster zu erwarten, welche im Nordwesten kühlere Temperaturen als im Südosten zur Folge hat. Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich die sommerliche bis hoch sommerliche Wetterlage zwischen dem 15./20. Juli, darüber hinaus hat der Temperaturtrend im Norden eine normalisierende, im Süden eine leicht positive Tendenz (was für die Südwestströmung spricht). So liegt das Temperaturspektrum am 18. Juli zwischen +23/+30 Grad (Mittelwert: Norden +25 Grad; Süden +28 Grad), am 23. Juli +17/+27 Grad (Mittelwert: Norden +22 Grad; Süden +24 Grad) und am 27. Juli zwischen +15/+28 Grad (Mittelwert: Norden +21 Grad; Süden +24 Grad). Die nächst Aktualisierung erfolgt gegen 15:00 Uhr in einem neuen Witterungstrend zum Wetter im August.

Anzeige

 

Erzählen Sie es Ihren Freunden, wenn Ihnen unsere Wetterprognosen gefallen