Im Verlauf der kommenden Woche bessert sich das Wetter mit zunehmenden Luftdruck langsam und die Grundströmung dreht bis zum Donnerstag auf südliche bis östliche Richtungen, so dass die Temperaturen mit verbreitet +23/+29 Grad auf sommerliche Werte ansteigen können. Darüber hinaus zeichnet sich ein verbleib der warmen Temperaturen bis zum 19./20. Juli bei ansteigender Schauer- und Gewitteraktivität ab. Wie könnte sich das letzte Juli-Drittel gestalten - kommt der Sommer nun in Schwung? Eine Wetter Singularität - welche überwiegend zwischen dem 23. Juli und 23. August auftritt - sind die sog. "Hundstage", bei der sich eine stabile und sommerliche Wetterlage über Mitteleuropa einstellen kann. So waren in den vergangenen Tagen in den Simulationen der Wettermodelle Signale zu beobachten, welche eine stabile Wetterlage noch im letzten Juli-Drittel ermöglichen könnten und in der Tat bleibt es auch heute hinsichtlich dieser Entwicklung spannend. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so wird sich bereits zum 20. Juli die Erhaltungsneigung durchsetzen können. Dabei gelingt es einem Zentraltief zwischen Island und England seine Frontalzone bis zum 25. Juli über Skandinavien zu verlagern. Sollte das so eintreffen, wäre die Folge daraus ein weitgehend wechselhaftes und mäßig warmes bis kühles Westwindwetter über Mitteleuropa, welches das letzte Juli-Drittel über weite Strecken dominieren kann. Geht es also nach dem amerikanischen Wettermodell, so sind die Aussichten hinsichtlich einer stabilen sommerlichen Wetterlage nicht sonderlich gut. Anders hingegen das europäische Wettermodell, welches im Zeitraum zwischen dem 17./20. Juli das Hochdrucksystem Mitteleuropa steiler aufgestellt simuliert, so dass im Gegenzug der Abtropfprozess über dem Atlantik sich stärker ausprägen kann. Zudem liegt das Zentraltief weiter im Westen zwischen Grönland und den Azoren, so das dem Hoch Mitteleuropa mehr Spielraum bleibt. In Folge daraus "schwenkt" der Trog zwischen dem 20./22. Juli kurzzeitig in Richtung Mitteleuropa, jedoch mit steigendem Luftdruck über dem skandinavischen Raum kann sich das Tief nicht weiter nach Osten positionieren. Es kommt - vereinfacht ausgedrückt - zu einer "Patt-Situation", bei der das Tief auf dem Atlantik versuchen wird, das Hoch im Norden zu unterwandern. Gelingt dies, so wiederholt sich die Wetterlage der vergangenen Wochen - warmes Vorderseitenwetter, in der Übergangsphase teils unwetterartige Niederschläge mit nachfolgend mäßig warmen bis kühlen Rückseitenwetter. Positioniert sich hingegen das Hoch über dem Norden zwischen Grönland, Island und Skandinavien, so könnte die blockierende Wirkung auf das Zentraltief nachhaltige Auswirkungen auf das Wetter in Deutschland haben. So bleiben die Signale einer möglichen Umstellung des Zirkulationsmusters erhalten, wenngleich die Erhaltungsneigung zum heutigen Stand bessere Chancen hat, sich im letzten Juli-Drittel durchzusetzen. Die Kontrollläufe stützen den sommerlichen Abschnitt zwischen dem 15./20. Juli mehrheitlich. Zwischen dem 19./23. Juli zeichnet sich eine Übergangsphase ab, die nachfolgend in eine wechselhafte Wetterlage mit normalisierender Temperaturtendenz übergeht. Was bedeutet normale Temperaturtendenz? Das Temperaturspektrum liegt am 18. Juli zwischen +23/+30 Grad (Mittelwert: Norden +24 Grad; Süden +28 Grad), am 22. Juli zwischen +15/+27 Grad (Mittelwert: Norden +21 Grad; Süden +23 Grad) und am 25. Juli zwischen +14/+30 Grad (Mittelwert: Norden +20 Grad; Süden +23 Grad) - somit gleichen sich die Temperaturen dem vieljährigen Mittelwert (1961-1990) an und entsprechen einem für die Jahreszeit typischen Temperatur(normal)wert.

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