Bereits der Start in die neue Woche fällt zum heutigen Stand turbulent aus, da sich über Deutschland eine sog. Luftmassengrenze ausbilden kann, bei der im Maximum zwischen Nord und Süd ein Temperaturunterschied von bis zu 16 Grad erreicht werden kann, wobei es im Süden deutlich kühler sein wird, als das im Norden der Fall ist. Darüber hinaus wird von den Wettermodellen weiterhin keine stabile Wetterlage im Zeitraum zwischen dem 11./15. Juli in Aussicht gestellt. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so befindet sich Deutschland weiterhin im schwachgradientigen Sektor zwischen einem Skandinavien- und Azorenhoch, welches nur Anfangs eine "zarte" Verbindung eingehen, sich im weiteren Verlauf aber wieder löst. Vor England kann sich zwischen dem 15./20. Juli ein neuerliches Tiefdrucksystem etablieren, so dass das altbekannte Muster der letzten Wochen in seiner Wiederholungsneigung erneut auftreten kann. Der Unterschied hierzu ist in den Temperaturen zu finden, welche sich mit +20/+28 Grad überwiegend im mäßig warmen bis sommerlichen Bereich bewegen können. Etwas anders sieht die Simulation des europäischen Wettermodells aus, bei der sich im Zeitraum zwischen dem 11./15. Juli eine Tiefdruckrinne zwischen Island und der Ukraine ausbilden kann. Deutschland würde somit in den Einflussbereich von wechselhaften Wetter und mäßig warmen Temperaturen kommen. Erst zum 16. Juli ergeben sich nach dem europäischen Wettermodell Möglichkeiten eines neuerlichen Troges vor Mitteleuropa, auf dessen Vorderseite deutlich wärmere Luftmassen nach Deutschland geführt werden können. Ist das wechselhafte Wetter im Verlauf des zweiten Juli-Drittels damit gesichert? Keineswegs! Insbesondere in einem schwachgradientigen Vorgang - zudem mit einem abtropfenden Trogsystem über Mitteleuropa - ergibt sich für das zweite Juli-Drittel noch ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Auffällig ist jedoch mitten in der eigentlichen hoch sommerlichen Phase die starke Neigung zu einem meridionalen Zirkulationsmuster. Zum heutigen Stand ist davon auszugehen, dass das Zirkulationsmuster auch im zweiten Juli-Drittel noch so fortgeschrieben wird, sich aber bestenfalls im Wandel befinden kann. Die Kontrollläufe liegen - dank der Luftmassengrenze - im Norden im zweiten Juli-Drittel überwiegend leicht über dem langjährigen Temperaturmittel von 1961-1990. Im Süden gibt es Schwankungen - zunächst bis zum 8. Juli noch darüber, im Zeitraum zwischen dem 8./11. Juli darunter und bis zum 19. Juli zeichnet sich ein leicht positiver Temperaturtrend ab. So liegt das Temperaturspektrum im Mittelwert bspw. am 9. Juli im Süden bei +12 Grad, im Norden bei +24 Grad (!), am 14. Juli im Norden bei +23 Grad und +24 Grad im Süden und am 19. Juli bei +25 Grad im Süden und +21 Grad im Norden. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist dabei besonders im Süden und Westen gegeben, während der Norden von hohem Luftdruck über Skandinavien "profitieren" kann und dort die Niederschlagserwartung geringer als im Süden ausfallen kann.

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