Wetter im Sommer 2014 - Wetterprognose vom 6. Juli

Bereits der Start in die neue Woche fällt zum heutigen Stand turbulent aus, da sich über Deutschland eine sog. Luftmassengrenze ausbilden kann, bei der im Maximum zwischen Nord und Süd ein Temperaturunterschied von bis zu 16 Grad erreicht werden kann, wobei es im Süden deutlich kühler sein wird, als das im Norden der Fall ist. Darüber hinaus wird von den Wettermodellen weiterhin keine stabile Wetterlage im Zeitraum zwischen dem 11./15. Juli in Aussicht gestellt. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so befindet sich Deutschland weiterhin im schwachgradientigen Sektor zwischen einem Skandinavien- und Azorenhoch, welches nur Anfangs eine "zarte" Verbindung eingehen, sich im weiteren Verlauf aber wieder löst. Vor England kann sich zwischen dem 15./20. Juli ein neuerliches Tiefdrucksystem etablieren, so dass das altbekannte Muster der letzten Wochen in seiner Wiederholungsneigung erneut auftreten kann. Der Unterschied hierzu ist in den Temperaturen zu finden, welche sich mit +20/+28 Grad überwiegend im mäßig warmen bis sommerlichen Bereich bewegen können. Etwas anders sieht die Simulation des europäischen Wettermodells aus, bei der sich im Zeitraum zwischen dem 11./15. Juli eine Tiefdruckrinne zwischen Island und der Ukraine ausbilden kann. Deutschland würde somit in den Einflussbereich von wechselhaften Wetter und mäßig warmen Temperaturen kommen. Erst zum 16. Juli ergeben sich nach dem europäischen Wettermodell Möglichkeiten eines neuerlichen Troges vor Mitteleuropa, auf dessen Vorderseite deutlich wärmere Luftmassen nach Deutschland geführt werden können. Ist das wechselhafte Wetter im Verlauf des zweiten Juli-Drittels damit gesichert? Keineswegs! Insbesondere in einem schwachgradientigen Vorgang - zudem mit einem abtropfenden Trogsystem über Mitteleuropa - ergibt sich für das zweite Juli-Drittel noch ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Auffällig ist jedoch mitten in der eigentlichen hoch sommerlichen Phase die starke Neigung zu einem meridionalen Zirkulationsmuster. Zum heutigen Stand ist davon auszugehen, dass das Zirkulationsmuster auch im zweiten Juli-Drittel noch so fortgeschrieben wird, sich aber bestenfalls im Wandel befinden kann. Die Kontrollläufe liegen - dank der Luftmassengrenze - im Norden im zweiten Juli-Drittel überwiegend leicht über dem langjährigen Temperaturmittel von 1961-1990. Im Süden gibt es Schwankungen - zunächst bis zum 8. Juli noch darüber, im Zeitraum zwischen dem 8./11. Juli darunter und bis zum 19. Juli zeichnet sich ein leicht positiver Temperaturtrend ab. So liegt das Temperaturspektrum im Mittelwert bspw. am 9. Juli im Süden bei +12 Grad, im Norden bei +24 Grad (!), am 14. Juli im Norden bei +23 Grad und +24 Grad im Süden und am 19. Juli bei +25 Grad im Süden und +21 Grad im Norden. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist dabei besonders im Süden und Westen gegeben, während der Norden von hohem Luftdruck über Skandinavien "profitieren" kann und dort die Niederschlagserwartung geringer als im Süden ausfallen kann.
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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +9,79 +0,75 -0,48 610 l/m² - zu nass
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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