Bereits der Start in die kommende Woche zeigt sich in der Detailentwicklung noch ein breites Spektrum an Möglichkeiten auf, welche zwischen unwetterartigen Niederschlägen, warmen und sommerlichen, oder nur mäßig warmen, teils auch kühle Temperaturen unterscheiden. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so werden für den 8. Juli Starkregen bei Temperaturen - je nach Niederschlagsdauer und Intensität - zwischen +13/+20 Grad im Westen und bis +30 Grad im äußersten Osten simuliert. Der Grund für diese Unsicherheiten ist die seit Tagen beschriebene Konstellation zwischen tiefen Luftdruck zwischen Grönland und England und zwei Hochdrucksystemen über dem westl. Russland und den Azoren. Dabei gelingt es den Hochdrucksystemen auch in den aktuellen Simulationen nicht, die Lücke zwischen sich mit einer Hochdruckbrücke zu schließen, so wird wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit der tiefe Luftdruck im weiteren Wochenverlauf vermehrt mit kühleren Temperaturen und wechselhaften Wetter auf Deutschland Einfluss nehmen. Das europäische Wettermodell "kopiert" dabei fast in gleichem Ablauf die Wetterentwicklung dieser Woche und dem kommenden Wochenende: mäßig warmer Start mit anschließend heißem Vorderseitenwetter zum 11./12. Juli, bevor die Front am 13. Juli wieder von West nach Ost über Deutschland hinweg rauscht - klassische Wiederholungsneigung. Das amerikanische Wettermodell verfolgt mit einem Hoch über Skandinavien im Zeitraum zwischen dem 9./12. Juli einen anderen Ansatz. Deutschland gelangt dabei im Wochenverlauf zunehmend in eine Strömungskomponente östlich des Skandinavienhochs, so dass aus nordöstlichen Richtungen mäßig warme bis kühle Luftmassen nach Deutschland geführt werden können. Im weiteren Verlauf - zwischen dem 11./14. Juli - kann sich das Hoch über Skandinavien nicht behaupten und geht mit einer kurzweiligen Hochdruckbrücke in das Azorenhoch "über". Bei diesem Prozessablauf kann sich zur Monatsmitte ein Tiefdruckkern der atlantischen Frontalzone über Skandinavien platzieren, so dass ein beständiges und sommerliches Hochdruckwetter nach beiden Wettermodellen bis zur Monatsmitte eine geringere Eintreffwahrscheinlichkeit hat. Die Kontrollläufe bestätigen das Auf und Ab mehrheitlich: sommerliche Temperaturen bei zunehmender Niederschlagsaktivität bis zum 7. Juli, zwischen dem 7./10. Juli ein leicht negativer Temperaturtrend bei weiterhin hoher Niederschlagserwartung und zwischen dem 10./15. Juli eine normale bis leicht negative Temperaturentwicklung bei leicht nachlassender Niederschlagswahrscheinlichkeit. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 10. Juli zwischen +15/+22 Grad bei einem Mittelwert von +18 Grad und am 14. Juli liegt das Spektrum zwischen +15/+27 Grad bei einem Mittelwert von +24 Grad im Süden und +22 Grad im Norden.

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