Die Simulationen des amerikanischen Wettermodells, bzgl. einer möglichen positiven Wetterentwicklung im ersten Juli-Drittel hin zu einer einigermaßen stabilen und sommerlichen Wetterlage, hat sich heute nicht bestätigt. Zwar steigen die Temperaturen in den kommenden Tagen bis zum Wochenende auf sommerliche, teils auch hoch sommerliche Werte von bis zu +30 Grad, jedoch ist dies wiederum dem Konstrukt einer klassischen Vorderseite zu verdanken, bei der nachfolgen wechselhafteres und mäßig warmes, bzw. kühles Rückseitenwetter folgt. Der Tiefdruckwirbel lässt es zwischen England und Island - nach den Simulationen des amerikanischen Wettermodells - bis zum 10. Juli nicht zu, dass sich eine stabile Hochdruckverbindung zwischen dem Azoren- und osteuropäischen Hochs aufbauen kann. Stattdessen kommt es zu einer Wiederholungsneigung, bei der zwischen Island, England, Deutschland und dem Mittelmeerraum eine Lücke entsteht, welche - vereinfacht ausgedrückt - das Tiefdrucksystem ausnutzen wird. Das europäische Wettermodell sieht die kommende Entwicklung im Zeitraum zwischen dem 5./10. Juli recht ähnlich, mit dem Unterschied, dass das Azorenhoch etwas weiter an Mitteleuropa herankommt - jedoch auch einer nordwestlichen bis nördlichen Strömungslinie. Anders ausgedrückt simulieren die Wettermodelle eine mäßig warme und teils wechselhafte Wettertendenz im Zeitraum zwischen dem 7./10. Juli. Die Kontrollläufe stützen dieses Szenario mehrheitlich und liegen mit dem Mittelwert knapp unter dem vieljährigen Temperaturmittel von 1961-1990. So wird bspw. am 8. Juli im Norden ein Mittelwert von +18 Grad und im Süden von +19 Grad ausgegeben. Allerdings sollte erwähnt werden, dass der "Ausweg" aus diesem Zirkulationsmuster für das zweite Juli-Drittel in den aktuellen Simulationen zumindest angedeutet wird. In einer sog. Wellenbewegung entlang der Polarfront gibt es - vereinfacht ausgedrückt - Höhen und Tiefen, bei der sich Deutschland aktuell zwischen beiden Konstellationen befindet. Dieses Konstrukt könnte sich aber im zweiten Juli-Drittel weiter nach Osten verschieben, so dass Deutschland auf der "Höhenseite" liegt - anders formuliert könnte im zweiten Juli-Drittel eine stabile Hochdruckwetterlage mit Hochdruckkern über Skandinavien entstehen. Diese Wahrscheinlichkeit hierfür ist aber noch als gering einzustufen, vielmehr geht man in den Simulationen weiterhin von einem normalen und damit typisch deutschen Wetterverlauf im Sommer aus. Das Langfristmodell hat kaum Veränderungen in seinen heutigen Simulationen vorgenommen: Der Juli und August fallen demnach normal bis leicht zu kühl aus bei einer weitgehend normalen Niederschlagserwartung.

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