Die kommende Wetterlage mit einen Trogsystem im Westen und einem Hoch zwischen Skandinavien und dem Mittelmeer, sorgt mit einer hohen Wahrscheinlichkeit über Pfingsten für eine hochsommerliche Wetterphase. Darüber hinaus ergibt sich wieder ein größeres Spektrum an Möglichkeiten. Das amerikanische Wettermodell simuliert die hochsommerliche Periode bis zum 11./12. Juni. Darüber hinaus nehmen Tiefdruckausläufer vom Atlantik her kommend wieder mehr Einfluss auf das Wetter in Deutschland. Das Hoch kann dem tiefen Druck nur wenig entgegensetzen und verlagert sich eine östliche Position zwischen Skandinavien, östl. Europa, Mittelmeer. Nicht selten entsteht daraus eine Südwestwetterlage, welche im Nordwesten wechselhafteres und kühleres Wetter zur Folge haben, als das im Südosten der Fall sein kann. Das europäische Wettermodell verlagert die Hochdruckpositionen gleichfalls, bloß in eine andere Richtung - über den Atlantik. So entsteht eine Hochdruckverbindung zwischen dem Azoren-, Grönland- und nördl. Skandinavienhoch, bzw. Hoch über dem westl. Russland. Dazwischen zieht von Nordwesten kommend ein Tiefdrucksystem in Richtung Deutschland und leitet im Zeitraum vom 12./15. Juni eine kühlere und wechselhaftere Wetterlage ein. Die kommende Wetterlage bleibt demnach äußerst komplex und ist noch weit von einem "normalen" Zirkulationsmuster entfernt. Eine dritte Variante besteht aus einen sich über Skandinavien manifestierenden Hochdrucksystem, welches "links und rechts" von Tiefdrucksystemen gestützt wird - die Folge daraus wäre eine beständige Wetterlage mit einem omeggaähnlichem Hochdruckkomplex, bei der das zweite Juni-Drittel überwiegend sommerlich warm ausfallen kann. Welche dieser Varianten ist wahrscheinlicher? Aus statistischer Sicht ist das zweite Juni-Drittel häufig wechselhaft und mäßig warm ausgeprägt, was in den Zeitraum der Wettersingularität der sog. Schafskälte trifft. Zudem "schwenkt" ein Trog vor Mitteleuropa nicht selten weiter nach Osten durch, so dass Deutschland früher oder später auf die kühle Rückseite gelangt. Die Kontrollläufe stützen die hochsommerliche Phase mehrheitlich bis zum 11. Juni - darüber hinaus zeigt der Temperaturtrend bis zur Monatsmitte eine normalisierende Tendenz bei zunehmender Niederschlagswahrscheinlichkeit. Anders ausgedrückt hat zum heutigen Stand eine stabile Wetterlage im zweiten Juni-Drittel eine geringere Eintreffwahrscheinlichkeit.

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