Vieles deutet zum heutigen Stand auf ein durchwachsenes, aber durchaus sommerlich-warmes Wetter im letzten Mai-Drittel hin. Die Wettermodelle favorisieren hierbei weiterhin hohen Luftdruck in den nördlichen Regionen, so dass wärmere Temperaturen zum Start in den Juni einen "Tick" wahrscheinlicher sind, als zu kühle Werte. Warum? Dafür ist ein Blick auf den Polarwirbel notwendig, welcher zwischen dem 17./22. Mai gleich von mehreren Seiten in die "Zange" genommen werden kann. So positioniert sich zum heutigen Stand in den Simulationen über der Barentssee und Karasee, dem Ostsibirischen Meer und Grönland hoher Luftdruck, so dass höhere Wellenbewegungen (Trogprozesse) entlang der Polarfront ab dem 20. Mai zunehmend wahrscheinlicher werden. Der Polarwirbel schwächt sich in Folge daraus weiter ab und könnte zum Ende Mai hin auch "gesplittet" werden. Insgesamt nimmt nach den Simulationen der Wettermodelle das sog. Gradientenmuster ab, so dass sich die Luftmassen wohl weiter erwärmen können und somit die teils sommerlichen Werte im letzten Mai-Drittel ermöglichen. Die Kontrollläufe stützen dieses Szenario mehrheitlich, so dass bspw. am 29. Mai das Temperaturspektrum zwischen +14/+26 Grad liegt, wobei der Mittelwert von +22 Grad eine Richtung vorgibt. Über den gesamten Zeitraum ist bei den feucht-warmen Luftmassen mit einem erhöhten Schauer- und Gewitterrisiko zu rechnen, welches tendenziell im Westen höher als im Osten ist.

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