Wetter Sommer 2014 - Wettervorhersage und Wetterprognose

Wetter im Sommer 2014 - Wettertrend vom 16. Mai

  • M. Hoffmann
Vieles deutet zum heutigen Stand auf ein durchwachsenes, aber durchaus sommerlich-warmes Wetter im letzten Mai-Drittel hin. Die Wettermodelle favorisieren hierbei weiterhin hohen Luftdruck in den nördlichen Regionen, so dass wärmere Temperaturen zum Start in den Juni einen "Tick" wahrscheinlicher sind, als zu kühle Werte. Warum? Dafür ist ein Blick auf den Polarwirbel notwendig, welcher zwischen dem 17./22. Mai gleich von mehreren Seiten in die "Zange" genommen werden kann. So positioniert sich zum heutigen Stand in den Simulationen über der Barentssee und Karasee, dem Ostsibirischen Meer und Grönland hoher Luftdruck, so dass höhere Wellenbewegungen (Trogprozesse) entlang der Polarfront ab dem 20. Mai zunehmend wahrscheinlicher werden. Der Polarwirbel schwächt sich in Folge daraus weiter ab und könnte zum Ende Mai hin auch "gesplittet" werden. Insgesamt nimmt nach den Simulationen der Wettermodelle das sog. Gradientenmuster ab, so dass sich die Luftmassen wohl weiter erwärmen können und somit die teils sommerlichen Werte im letzten Mai-Drittel ermöglichen. Die Kontrollläufe stützen dieses Szenario mehrheitlich, so dass bspw. am 29. Mai das Temperaturspektrum zwischen +14/+26 Grad liegt, wobei der Mittelwert von +22 Grad eine Richtung vorgibt. Über den gesamten Zeitraum ist bei den feucht-warmen Luftmassen mit einem erhöhten Schauer- und Gewitterrisiko zu rechnen, welches tendenziell im Westen höher als im Osten ist.

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Wetter im Sommer 2014 - Wettertrend vom 14. Mai

  • M. Hoffmann
Das Zirkulationsmuster im letzten Mai-Drittel ist mit hoher Wahrscheinlichkeit klar strukturiert und weist mit einer hohen Wellenbewegung entlang der Polarfront ein gemäßigt gestörtes Zirkulationsmuster auf. In Folge daraus gelangt Deutschland im Zeitraum zwischen dem 20./25. Mai - vereinfacht ausgedrückt - wohl auf die warme Vorderseitenfront der Welle, so dass sommerliche Temperaturen zum heutigen Stand nicht ausgeschlossen sind. Da das Tiefdrucksystem bei England von einem Hochdrucksystem über Skandinavien blockiert wird, bleibt dies auf dem Atlantik präsent, so dass dieses Zirkulationsmuster auch bis Ende Mai erhalten bleiben kann. Sehr häufig kippt diese Wetterlage früher oder später in eine Südwestwetterlage, bei der das Azorenhoch mit dem Skandinavienhoch ein Hochdruckbrücke über Mitteleuropa ausbilden kann. Die Wettermodelle simulieren diese Wetterlage mehrheitlich, wobei sich ein weitgehend positiver Temperaturtrend im letzten Mai-Drittel abzeichnet, wenngleich die Niederschlagswahrscheinlichkeit mit feucht-warmen Luftmassen aus südlichen Richtungen im gesamten letzten Mai-Drittel hoch bleibt. Rein statistisch betrachtet setzt sich Anfang Juni sehr häufig ein Hochdrucksystem über Mitteleuropa durch, welches zum Beginn des zweiten Juni-Drittels von kalten Luftmassen aus dem Norden (Schafkälte) abgelöst werden können. Das Langfristmodell simuliert die Sommermonate Juni, Juli und August durchweg mit normalen bis leicht zu kühlen Temperaturen gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich der Juli als zu trocken, sonst ist mit einem normalen Niederschlagsverhalten zu rechnen. Geht es nach dem Langfristmodell des Deutschen Wetterdienstes, so wird der Sommer mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent zu kalt, 41 Prozent normal und 39 Prozent zu warm berechnet. Demnach fällt der Sommer mit einer höheren Wahrscheinlichkeit normal bis leicht zu warm aus.

Wetter im Sommer 2014 - Witterungstrend vom 9. Mai

  • M. Hoffmann
Während einige Medien schon den "Super-Sommer" ausrufen, ist weiterhin Vorsicht geboten, was ein Witterungstrend für das Wetter im Sommer 2014 angeht. Denn gerade nach dem viel zu warmen und deutlich zu trockenen Wetterabschnitt zwischen Dezember und April ist nicht nur nach den Wahrscheinlichkeiten ein normaler bis leicht zu kühler Sommer möglich, sondern auch das sog. Ausgleichsverhalten könnte dafür sorgen, dass der Sommer normal bis leicht zu kühl ausfallen kann. Das Langfristmodell zeigt sich verhalten - zumindest ist demnach mit weitgehend normalen Temperaturen zwischen Juni und August kein "Super-Sommer" im Sinne von hohen Temperaturen zu erwarten. Es bleibt auch zu definieren, was ein "Super-Sommer" tatsächlich ist - jeder hat hier unterschiedliche Ansichten. Was spricht für das Ausgleichsverhalten? Bereits im März gab es auch statistischer Sicht Hinweise darauf, dass im Zeitraum zwischen April und Juni ein längerer kühler Abschnitt folgen kann - dieser scheint nun im Mai einzutreten. Betrachtet man dabei das Zirkulationsmuster, so verhält sich dieses anders, als das in den letzten Monaten der Fall war - sollte das bis Ende Mai anhalten so ist davon auszugehen, dass das Ausgleichsverhalten auch weite Teile vom Juni bestimmen kann. Aber wie Eingangs erwähnt ist das mit gewisser Vorsicht zu betrachten - denn solche Hochdrucksysteme im Norden haben auch ihre Eigenschaften "langlebig" zu sein und gerade in den Sommermonaten sich zu einer sog. Omegalage auszubilden. Insofern stehen sich im Witterungstrend auch heute noch ein normaler bis leicht zu kühler Sommer und ein warmer Sommer gegenüber. Was ist denn ein "normaler" Sommer in Deutschland? Der durchschnittliche Sommer ist in Deutschland eher wechselhaft geprägt, wobei die Durchschnittstemperatur von Tag und Nacht 16,3 Grad beträgt - im Schnitt gibt es etwa 30 Sommertage in Deutschland mit Temperaturen um, bzw. über +25 Grad. Betrachtet man eine lange Zeitreihe, so ist in den letzten 20 Jahren ein deutlicher Trend zu wärmeren Sommern festzustellen.

Wetter im Sommer 2014 - Witterungstrend vom 17. April

  • M. Hoffmann
Wie wird das Wetter im Sommer 2014? Diese Frage füllt derzeit unser E-Mail Postfach. Ganz so einfach ist es dabei auch im Witterungstrend noch nicht, eine Prognose zu wagen. So stehen sich neben einer normalen Variante noch zwei mögliche Extreme gegenüber. Zum einen ist da die seit Dezember 2013 andauernde Erhaltungsneigung, welche die letzten 5/6 Monate mit deutlich zu trockenem und viel zu warmem Wetter beeinflusst hatte. Ist der Winter und Frühling zu warm und zu trocken, dann wird der Sommer.... Aber das muss nicht sein und hier kommt die zweite Variante ins "Spiel", welche bereits im Sommer 2003 "zugeschlagen" hat. Damals war das Frühjahr extrem trocken und zu warm, was sich über die Sommermonate weiter fortgesetzt hat. Die Folge daraus war ein extrem zu heißes und zu trockenes Wetter. Hervorgerufen wurde diese Wetterlage damals von einem Omegahoch, welches sich immer wieder erneuert hatte und einfach nicht enden wollte. Blickt man auf die letzten Monate zurück, so kommt das einen doch bekannt vor - immer wieder Kaltluftausbrüche bei Neufundland und eine markante Erhaltungsneigung, welches über Deutschland den zu warmen und zu trockenen Winter und Frühling brachte. Aus dieser theoretischen Betrachtung heraus stehen sich als zwei mögliche Extreme gegenüber. Das Ausgleichsverhalten mit mehr Niederschlag und kühleren Temperaturen gegenüber der Erhaltungsneigung mit weiter andauerndem hochdruckdominierten Wetter und zu warmen Temperaturen. Das Langfristmodell gibt sich zum aktuellen Stand verhalten und Simuliert den Juni leicht zu warm, den Juli und August weitgehend normal mit einer Tendenz leicht zu warm auszufallen. Die Niederschlagserwartung zeigt zum heutigen Stand über die Sommermonate keine besonderen Auffälligkeiten.

Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +10,87 +1,95 +1,28 675 l/m²

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommerwetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wetter­singularitäten, welche im Sommer häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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