Wetter Sommer 2014 - Wettervorhersage und Wetterprognose

Wetter im Sommer 2014 - Wetterprognose vom 20. August

  • M. Hoffmann
Bis zum Sonntag bleibt der wechselhafte und leicht zu kühle Grundcharakter beim Wetter weitestgehend erhalten, wobei die Niederschlagsneigung insgesamt eine abnehmende Tendenz hat. In der kommenden Woche zeigen die Simulationen des amerikanischen Wettermodells einen raschen Temperaturanstieg bis zum 25./27. August, so dass die Temperaturen verbreitet auf, bzw. auch über die 25 Grad Marke springen können. Allerdings nimmt ab Dienstag die Niederschlagsneigung von Nordwesten erneut zu und mit Wind aus westlichen Richtungen können die Temperaturen erneut zurückgehen - simuliert werden im Nordwesten am 27. August Werte zwischen +17/+21 Grad und im Südosten bis +24 Grad. Betrachtet man die simulierte Großwetterlage des amerikanischen Wettermodells, so ist diese überwiegend auf westliche Richtungen orientiert. Ein Tiefdrucksystem nach dem anderen steht auf dem Atlantik bereit, um das Wetter über Mitteleuropa zu beeinflussen. In Folge daraus bleibt es beim Auf und Ab der Temperaturen und einem stetigen Wechsel zwischen trockenen und nassen Phasen. Nach dem europäischen Wettermodell ist die Entwicklung der Großwetterlage etwas komplexer, als dass sich hiernach eine labile Hochdruckbrücke über Mitteleuropa bis über das nördliche Europa aufbauen könnte. Auch hierbei wäre eine wechselhafte Wetterphase mit Schauern und Gewittern zu erwarten, allerdings sind die Temperaturen im Zeitraum zwischen dem 25./31. August annähernd, bzw. weitgehend als sommerlich zu bezeichnen. Die differenzierten Simulationen der Wettermodelle zeigen auch deutlich, dass der 25. August weiterhin als Stichtag für die weitere Wetterentwicklung gilt. Das zeigen auch seit Tagen die Kontrollläufe, die bis zum 25. August ein verhaltenes und anschließend ein normalisierendes bis leicht positives Temperaturspektrum aufweisen: 24. August zwischen +15/+21 Grad (Mittelwert: +18 Grad im Süden, Westen und Osten, +17 Grad im Norden), am 28. August zwischen +15/+25 Grad (Mittelwert: +20 Grad im Süden und Westen, +22 Grad im Osten, +19 Grad im Norden) und am 31. August zwischen +13/+29 Grad (Mittelwert: +19 Grad im Westen, +20 Grad im Süden, +21 Grad im Osten, +18 Grad im Norden). Zusammenfassend zeigen die Simulationen heute zwei mögliche Varianten: es bleibt alles wie "gehabt" (amerikanische Wettermodell), oder es könnten sich mit einer Hochdruckbrücke Mitteleuropa völlig andere - überwiegend sommerliche - Optionen ergeben (europäisches Wettermodell).

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Wetter im Sommer 2014 - Wetterprognose vom 19. August

  • M. Hoffmann
Als "Skandinaviensommer" könnte man das aktuelle Temperaturgefüge bezeichnen, nur mit dem Unterschied, dass die Skandinavier bei dem Wetter noch schwimmen und anschließend Eis essen gehen. Aber man muss das Wetter eben nehmen wie es kommt, da hilft alles nichts - und das Temperaturempfinden ist bei jedem Einzelnen auch unterschiedlich zu bewerten (Was ist kalt?). Nichtsdestotrotz sind +14/+18 Grad im Hochsommer aus statistischer Sicht deutlich zu kalt, was sich nun auch am Temperaturmittelwert für August bemerkbar macht, welcher binnen kürzester Zeit von einem Überschuss von +2,75 Grad auf +1 Grad abgesunken ist. Und Aufgrund der Temperaturentwicklung der kommenden Tage ist anzunehmen, dass der Mittelwert bis Sonntag sogar leicht negativ werden kann. Vergleicht man die aktuelle Wetterlage, so sind diese meridionale Zirkulationsmuster eher im Winter zu erwarten - warum ist das in diesem Sommer so? In der Theorie zeigt sich nach der bemerkenswerten Erhaltungsneigung des sehr milden Winterwetters 2013/14 (sommertypische Wetterlage) nun ein sog. Ausgleichsverhalten - fraglich ist zum aktuellen Stand, wie sich wohl das Winterwetter 2014/15 nach so einem durchwachsenen Sommer entwickeln wird und welche Rolle möglicherweise das El Niño Phänomen dabei spielt. Aber zurück zum aktuellen Sommerwetter - ist noch sommertypisches oder sommerähnliches Wetter im August zu erwarten? Mit hoher Wahrscheinlichkeit lässt sich diese Frage heute mit ja beantworten. Warum? Beide Wettermodelle und auch die Kontrollläufe simulieren zwischen dem 25./30. August eine grundlegend - wenn zum heutigen Stand noch labil - eine leicht positive Temperaturentwicklung, welche sich gemäß dem Temperaturspektrum wie folgt abbilden kann: 23. August zwischen +14/+22 Grad (Mittelwert: +18 Grad im Süden, +19 Grad im Osten, +17 Grad im Norden), am 27. August zwischen +15/+31 Grad (Mittelwert: +23 Grad im Süden, +24 Grad im Osten, +20 Grad im Norden) und am 30. August zwischen +13/+26 Grad (Mittelwert: +20 Grad im Süden, +21 Grad im Osten, +17 Grad im Norden). Die Ursache für die mögliche Veränderung der aktuell kühlen Wetterlage ist am 22. August bei Neufundland zu finden, wo sich ein Tiefdrucksystem langsam gegen eine Hochdruckblockade behaupten kann - im weiteren Verlauf nimmt dieses Tiefdrucksystem nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells weiter an Dynamik zu und positioniert sich zum 24./26. August zwischen Grönland, Island und England und treibt auf seiner Vorderseite sehr warme Luftmassen nach Mitteleuropa. Je nachdem wie sich die Gradienten zueinander verhalten werden, sind die warmen Temperaturen nur vorübergehend, oder können gar bis Ende August anhalten. Das europäische Wettermodell simuliert die Entwicklung ähnlich, wobei eine stabil-sommerliche Wetterlage zum heutigen Stand weniger wahrscheinlich ist - vielmehr zeigt sich mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Erhaltung der Wiederholungsneigung.

Wetter im Sommer 2014 - Wetterprognose vom 18. August

  • M. Hoffmann
Bis zum kommenden Wochenende zeigt sich das Wetter z.T. windig, wechselhaft und mit Temperaturen um die +20 Grad herum leicht unterkühlt, im Südosten evtl. auch mäßig warm. Aber auch darüber hinaus zeigen die Simulationen der Wettermodelle nur bedingt eine Besserung. Allen voran das amerikanische Wettermodell, welches allenfalls im Zeitraum zwischen dem 25./28. August so etwas wie eine "warme Vorderseite" zulässt, sonst bleibt alles wie gehabt: leicht unterkühlte Temperaturen bei wechselhaften Grundcharakter. Das europäische Wettermodell simuliert hingegen durchaus eine sommerliche bis hoch-sommerliche Entwicklung der Wetterlage im Zeitraum zwischen dem 25./30. August, bei der es dem hohen Luftdruck von Süden her gelingt, die Tiefdruckwelle weiter nach Norden "zu schieben". In Folge daraus können heiße Luftmassen aus Süden nach Deutschland transportiert werden. Welche Entwicklung ist wahrscheinlicher? Seit Tagen zeigt sich in den Simulationen der Zeitraum um den 25. August herum als Stichtag für die weitere Entwicklung. Sollte sich die Variante des amerikanischen Wettermodells durchsetzen, so bleibt es bis zum Ende des Sommers (Ende August) wechselhaft und weitgehend leicht zu kühl, während nach dem europäischen Wettermodell der Hoch-Sommer durchaus eine Chance bekommt. Die Kontrollläufe stützenden den leicht zu kühlen bis normalisierenden Trend bis zum 25. August. Darüber hinaus zeigt sich ein positiver Trend, so dass die Simulation des europäischen Wettermodells - zum heutigen Stand - als wahrscheinlicher einzustufen sind. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 22. August zwischen +17/+23 Grad (Mittelwert: +20 Grad im Süden und Osten, +17 Grad im Norden), am 26. August zwischen +15/+27 Grad (Mittelwert: +21 Grad im Süden und Osten, +18 Grad im Norden) und am 29. August zwischen +15/+29 Grad (Mittelwert: +21 Grad im Süden, +22 Grad im Osten, +19 Grad im Norden).

Wetter im Sommer 2014 - Wetterprognose vom 17. August

  • M. Hoffmann
Die Signale in den Simulationen der Wettermodelle hin zu einer Veränderung der bislang kühlen bis mäßig warmen Wetterlage mehren sich zunehmend ab dem 25. August - bis dahin bleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit alles wie gehabt: kühl bis mäßig warm bei einem wechselhaften Grundcharakter, wobei die Niederschlagsneigung im Norden, bzw. Nordwesten höher einzustufen ist, als im Südosten. Entsprechend kühler sind mit Werten um +20 Grad die Temperaturen im Norden und Westen, als mit +23 Grad im Süden und Osten, örtlich und kurzzeitig sind auch bis +25 Grad nicht auszuschließen. Gemäß der Simulation des amerikanischen Wettermodells bleibt die Wellenbewegung entlang der Polarfront weiterhin gut ausgeprägt, so dass vom östlichen Kanada, über Neufundland, Island, England und Skandinavien nachfolgend Tiefdrucksysteme von West nach Ost ziehen können, was in Deutschland einen weitgehenden Erhalt des wechselhaften Wetters der letzten Wochen zur Folge hat. Dabei kommt es aber Vorderseitig zu warmen bis teils heißen Wetter, nachfolgend teils unwetterartigen Übergangswetter und schließlich kühleres Rückseitenwetter - eine stabile sommerlich warme Wetterlage ist nach dem amerikanischen Wettermodell bis Ende August nicht erkennbar - dafür liegt die atlantische Frontalzone einfach zu weit im Osten und wird auf dem Atlantik nur unwesentlich gebremst. Nach dem europäischen Wettermodell sieht die Sache etwas anders aus. Hier rauschen die Tiefdrucksysteme nicht einfach hinweg, sondern können mit einem Zentraltief bei England länger vor Mitteleuropa verweilen. Das ist insbesondere für wärmere Luftmassen "günstig", da diese mit einer südlichen bis südwestlichen Richtung mehr Zeit bekommen, sich entsprechend auszubreiten. Der Grundcharakter bleibt aber auch nach dem europäischen Wettermodell weitgehend wechselhaft, jedoch sind demnach intensivere Schauer und Gewitter zu erwarten, wobei die Temperaturen stellenweise schon an die 30 Grad Marke heran reichen können. Die Kontrollläufe spiegeln die Differenzierung der Wettermodelle zueinander ganz gut wieder, so liegt das Temperaturspektrum bspw. am 21. August zwischen +17/+23 Grad (Mittelwert: +19 Grad im Süden, +20 Grad im Osten, +17 Grad im Norden), am 25. August zwischen +15/+23 Grad (Mittelwert: +20 Grad im Süden und Osten, +18 Grad im Norden) und am 28. August zwischen +13/+29 Grad (Mittelwert: +23 Grad im Süden, +24 Grad im Osten, +19 Grad im Norden). Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 15:00 Uhr mit einem Witterungstrend für die ersten September-Tage.

Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +10,87 +1,95 +1,28 675 l/m²

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommerwetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wetter­singularitäten, welche im Sommer häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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