Wetter Sommer 2014 - Wettervorhersage und Wetterprognose

Wetter im Sommer 2014 - Wetterprognose vom 5. August

  • M. Hoffmann
Die kommende Wetterentwicklung kann aus meteorologischer Sicht durchaus als spannend bezeichnet werden. Dabei spielt der Zeitraum zwischen dem 9./11. August wohl eine Schlüsselrolle, welche die restlichen Sommertage bis zum 31. August maßgeblich beeinflussen können. In einer möglichen Übergangsphase könnten am Samstag oder auch noch am Sonntag bei sommerlichen Temperaturen teils unwetterartige Niederschläge nicht ausgeschlossen werden. Wie in den letzten Tagen bereits beschrieben, favorisieren die Wettermodelle auch heute im Zeitraum zwischen dem 11./13. August eine Normalisierung des Temperaturtrends mit teils kräftigen Niederschlagsaktivitäten. Betrachtet man die dazugehörige Großwetterlage, so zeigt sich das Bestreben der atlantischen Frontalzone sich mit aller Macht bis nach Skandinavien durchzusetzen. Mag das gelingen, so wird dem skandinavischen Hochdrucksystem nichts anderes übrig bleiben, als nach Osten auszuweichen und den Weg frei zu machen. In Folge daraus kann das Strömungsmuster über Mitteleuropa auf westliche bis nordwestliche Richtungen drehen, so dass der Wettercharakter teils regnerisch, windig und mäßig warm bis kühl sein kann. Da die Wettermodelle dieses Szenario schon seit einigen Tagen für das zweite August-Drittel simulieren, wird es zunehmend wahrscheinlicher und eine stabile und sommerliche Wetterlage entsprechend weniger wahrscheinlich. Die Kontrollläufe weisen nach dem 11. August noch ein breites Spektrum an Möglichkeiten auf, der Trend geht jedoch mehrheitlich in eine normalisierende bis leicht zu kühle Richtung bei einer leicht positiven Niederschlagserwartung. Das mögliche Temperaturspektrum liegt bspw. am 15. August zwischen +14/+27 Grad bei einem Mittelwert von +20 Grad im Norden, +21 Grad im Süden und +22 Grad im Osten. Das Langfristmodell simuliert weiterhin einen überwiegend normalen Temperaturverlauf im August bei einer leicht erhöhten Niederschlagserwartung etwa südlich der Mittelgebirge.

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Wetter im Sommer 2014 - Wetterprognose vom 4. August

  • M. Hoffmann
Zum kommenden Wochenende steigen die Temperaturen wieder auf verbreitet +24/+29 Grad, örtlich auch bis +32 Grad. Die Luftmassen werden bereits zum Donnerstag feuchter, so dass verbreitet wieder mit Schauern und Gewittern zu rechnen ist. Darüber hinaus zeigen die Wettermodele im Zeitraum zwischen dem 10./15. August eine äußerst ungünstige Entwicklung für alle, welche sich eine stabile Sommerwetterlage wünschen. Im Kern der Simulationen ist festzustellen, dass es dem skandinavischen Hoch nicht gelingen mag eine halbwegs stabile Hochdruckverbindung zum Azorenhoch aufzubauen. In Folge daraus wird es zunehmend schwächer und lässt sich nach Osten "weg drücken", so dass sich die atlantische Frontalzone über kurz oder lang bei Skandinavien manifestieren könnte. Das amerikanische Wettermodell simuliert bis zum 13. August die Positionierung der atlantischen Frontalzone bis über Skandinavien mit allen Konsequenzen die dazugehören - strammer Wind aus westlichen Richtungen, wechselhaftes, teils regnerisches Wetter und kühle bis mäßig warme Temperaturen. Hat sich dieses Zirkulationsmuster erst einmal etabliert, so wird es wohl das zweite August-Drittel überwiegend beeinflussen. Das europäische Wettermodell simuliert ebenfalls tiefen Luftdruck über dem skandinavischen Raum, so dass diese Variante zunehmend wahrscheinlicher wird. Ist damit der Sommer vorbei? Meteorologisch geht der Sommer noch bis zum 31. August und auch die Kontrollläufe sehen noch nicht alles "so schwarz", eher das Gegenteil ist der Fall - das Spektrum ist breit aufgestellt, so dass es noch eine Vielzahl an Möglichkeiten gibt. Die Signale der letzten Tage zum Aufbau einer stabilen Wetterlage im zweiten August-Drittel sind weiterhin vorhanden, wenngleich schwächer als in den letzten Tagen ausgeprägt. Die Kontrollläufe simulieren mehrheitlich zum kommenden Wochenende das warme, teils heiße Wetter, welches zum 10. August eine normalisierende Tendenz erfährt. Dabei zeigt sich aber auch, dass die sog. Hauptläufe des amerikanischen Wettermodells sich im unteren Bereich des Spektrums bewegt. Am deutlichsten zeichnet sich das bspw. am 13. August ab, wo sich das Temperaturspektrum zwischen möglichen +17/+30 Grad bei einem Mittelwert von +21 Grad im Norden, +22 Grad im Süden und +23 Grad im Osten bewegt. Nichtsdestotrotz steht der Sommer zum kommenden Wochenende - aus meteorologischer Sicht - wohl vor einem "Scheideweg".

Wetter im Sommer 2014 - Wetterprognose vom 3. August

  • M. Hoffmann
In der kommenden Woche setzt sich der teils wechselhafte und mäßig warme Wettercharakter weiter fort. Passend zum Wochenende simulieren die Wettermodelle das erneute Wechselspiel von warmer Vorder- und nachfolgend mäßig warmen bis kühlerem Rückseitenwetter. Der Grund hierfür ist die seit Wochen annähernd gleiche Wetterlage, bei der es den Hochdrucksystemen über Skandinavien und Azoren nicht gelingen mag, eine halbwegs stabile Hochdruckverbindung aufzubauen. So lange das Skandinavienhoch noch Ortsfest ist, werden die Tiefdrucksysteme weitgehend blockiert, so dass eine Verlagerung der atlantischen Frontalzone bis nach Mitteleuropa nicht möglich sein wird. Insofern ist das erste August-Drittel überwiegend von Schauern und Gewittern geprägt, welche von weitgehend mäßig warmen bis teils sommerlichen Temperaturen dominiert werden. Darüber hinaus simuliert das europäische Wettermodell im Zeitraum zwischen dem 8./13. August eine "Sandwichwetterlage", bei der sich das Skandinavienhoch im Norden zwischen Grönland, Island und Skandinavien ausdehnt und im Süden das Azorenhoch eine dominierende Rolle spielt. Im Ergebnis bleibt den Tiefdrucksystemen nichts anderes übrig als nach Süden auszuweichen und sich zwischen die Hochdrucksysteme zu "quetschen". In Folge daraus entsteht zwischen Neufundland, England, Deutschland und dem östlichen Mittelmeer eine feucht-warme Tiefdruckrinne, so dass das wechselhafte - mit Schauern und Gewittern dominierte - Wetter wohl anhalten wird. Das amerikanische Wettermodell simuliert eine völlig andere Großwetterlage, bei der das Hoch über Skandinavien allmählich abgebaut wird und zur Monatsmitte hin sich die atlantische Frontalzone mit autarken Tiefdruckkernen über Skandinavien manifestieren könnte. Das wäre für alle, die auf eine stabile und sommerliche Wetterlage warten ein sog. "Worst Case" Szenario, da mit einer westlichen bis nördlichen Grundströmung kühle und feuchte Luftmassen nach Mitteleuropa geführt werden können. Dennoch gibt es aber nach dem amerikanischen Wettermodell durchaus noch ernstzunehmende Ansätze, als dass sich im zweiten August-Drittel eine halbwegs stabile Hochdruckbrücke zwischen dem Azoren- und Skandinavienhoch aufbauen könnte. Ein Indiz hierfür sind die Kontrollläufe, welche ebenfalls ein hohes Spektrum an Möglichkeiten für das zweite August-Drittel aufweisen und keineswegs einheitlich sind. Mehrheitlich ist in der kommenden Woche ein normalisierender Temperaturverlauf wahrscheinlich, der im Zeitraum zwischen dem 8./13. August eine deutlich positive Tendenz erfährt. So liegt das mögliche Temperaturspektrum bspw. am 10. August zwischen +15/+30 Grad bei einem Mittelwert von +25 Grad im Süden, +22 Grad im Norden und +27 Grad im Osten. Die Niederschlagsneigung ist im Westen, Süden und Norden relativ hoch ausgeprägt, während im Osten eine schwache Ausprägung zwischen dem 8./13. August festzustellen ist. Der "entscheidende" Zeitraum scheint sich in der kommenden Woche bis zum Wochenende hin zu entwickeln bei dem sich zeigen wird, ob die Hochdruckverbindung zustande kommt, oder ob sich das Skandinavienhoch verabschieden wird.

Wetter im Sommer 2014 - Wetterprognose vom 2. August

  • M. Hoffmann
In den kommenden Tagen nimmt die Schauer und Gewitterneigung erneut zu, örtlich ist auch wieder Unwetterpotential zu erwarten. Drüber hinaus simuliert das amerikanische Wettermodell im Zeitraum zwischen dem 5./10. August ein kräftiges Hochdrucksystem über dem östlichen Skandinavien, welches bis über die Mittelmeerregion eine Hochdruckverbindung aufbauen kann. Auf der westlichen Seite tropft bei England ein Tiefdrucksystem mit kühleren Luftmassen nach Süden ab. In Folge daraus kann sich zwischen beiden Wettersystemen ein Süd-Nord gerichtetes Zirkulationsstruktur aufbauen (meridional). Deutschland liegt somit im Zeitraum zwischen dem 5./10. August im Einflussbereich beider Wettersysteme, wobei im Westen, Süden und Norden die Schauer- und Gewitterneigung höher einzustufen ist, als über der Osthälfte. Die Temperaturen bewegen sich weitgehend im sommerlichen, örtlich auch im hoch-sommerlichen Bereich. Das europäische Wettermodell simuliert ebenfalls eine meridional ausgerichtete Grundströmung, bei der allerdings die Achse weiter nach Osten verschoben ist, welche das Wetter in Deutschland allgemein wechselhafter und auch etwas kühler gestalten kann, als das beim amerikanischen Wettermodell der Fall ist. Die Kontrollläufe stützen den positiven Temperaturtrend der letzten Tage im Zeitraum zwischen dem 5./10. August. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 8. August zwischen +22/+29 Grad bei einem Mittelwert von +25 Grad im Süden, +27 Grad im Osten und +24 Grad im Norden. Zusammenfassend stehen sich noch immer zwei unterschiedliche Varianten gegenüber, welche die restlichen Sommer-Tage noch maßgeblich beeinflussen können. Immerhin ist das "wieder erstarkte" Hochdrucksystem über Skandinavien ein ernstzunehmendes Signal in den Simulationen für die Ausbildung einer stabilen Wetterlage für das zweite August-Drittel. Doch Aufgrund des eingefahrenen meridionalen Zirkulationsmusters ist der Fortbestand eines wechselhaften Grundcharakters wahrscheinlicher als eine stabile Wetterwicklung. Das Langfristmodell simuliert im August eine deutlich zu warme Witterung über Skandinavien, sonst einen weitgehend normalen Temperaturverlauf über Europa, welcher über der Mittelmeerregion - gegenüber dem langjährigen Mittelwert - auch leicht zu kühl ausfallen kann. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich eine leicht positive Entwicklung über dem westlichen Europa und Skandinavien und ein deutlich positiv geprägtes Niederschlagsverhalten über der östlichen Mittelmeerregion. Der Rückschluss daraus könnte in einer Konstellation der Großwetterlage liegen, welche der jetzigen ähnlich ist: die Hochdruckverbindung zwischen Azoren- und Skandinavienhoch kann nicht aufrecht erhalten werden und Tiefdrucksysteme können von einer Nordwest nach Südost gerichteten Zugbahn über Mitteleuropa hin wegziehen. Es kommt in den kommenden Tagen als ganz darauf an, inwiefern sich die Hochdruckachse positionieren kann.

Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +10,87 +1,95 +1,28 675 l/m²

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommerwetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wetter­singularitäten, welche im Sommer häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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