Für Meteorologen stehen spannende und in der Wettervorhersage auch unsichere Zeiten bevor. Dabei spielt Hochdruck eine weiterhin dominante Rolle, schwächt sich jedoch zunehmend ab. Dabei kommt es zu unterschiedlichen Varianten in den Simulationen der Wettermodelle. Das amerikanische Wettermodell zeigt im Zeitraum zwischen dem 26. und dem 31. August eine Auferstehung der Hochdruckbrücke zwischen dem Azoren- und Skandinavienhoch über England hinweg, so dass über dem Alpen und Mittelmeerraum sich ein Tiefdrucksystem entwickeln kann. Dabei ist das Tiefdrucksystem noch als schwach zu bezeichnen, in Zugrichtung und Verhalten gleicht es einem Vb-Tief (Mittelmeertief), welches für hohe Niederschlagssummen bekannt ist. So werden bspw. zwischen dem 24. und 27. August Niederschlagssummen zwischen 10-20 l/m², örtlich auch bis 90 l/m² simuliert. Wie Anfangs angedeutet ist diese Detailentwicklung noch zu weit entfernt, jedoch mit einer Wahrscheinlichkeit von 28 Prozent durchaus im Bereich des Möglichen. Das europäische Wettermodell bleibt bei seiner Variante der letzten Tage - ab dem 25. August positioniert sich bei Skandinavien ein Tiefdrucksystem, welche mit einer westlichen Strömung kühlere und feuchtere Luftmassen in den Norden von Deutschland führt. Im Süden kann sich hingegen ein Hochdruckkeil des Azorenhochs durchsetzen, so dass dort mit südwestlichen Winden das spät sommerliche Wetter erhalten bleibt. Die Kontrollläufe simulieren ab dem 25. August mehrheitlich für Ende August typische Varianten. Die Temperaturen liegen meist zwischen +19/+23 Grad, wobei in den letzten August Tagen sich mehrheitlich Hochdruck von Süden her durchsetzen kann. Zusammenfassend bleibt die Erkenntnis, dass das dominierende Hochdruckwetter ins wanken gerät und sich die Zirkulation so langsam auf eine Herbstliche umstellen wird. Dabei ist es keineswegs ausgeschlossen, dass es im September noch den einen oder anderen sommerlichen Tag geben kann.

Anzeige

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!