Im Grunde hat sich gegenüber gestern nichts verändert. Das Hoch bei England zieht in der kommenden Woche weiter in Richtung Skandinavien und sorgt bis zum 25. Juli für eine Fortdauer des hoch sommerlichen Wetters. Darüber hinaus simulieren die Wettermodelle unterschiedliche Varianten, im wesentlichen handelt es sich dabei um die Varianten, welche wir seit Tagen beschreiben. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so wird das Hochdrucksystem über Skandinavien "unterwandert", so dass sich in Mitteleuropa eine südliche Westwetterlage einstellen kann. Wechselhaftes Wetter im Zeitraum zwischen dem 27./31. Juli mit Temperaturen zwischen +17/+23 Grad wäre die Folge daraus. Das europäische Wettermodell hält die Verbindung zwischen Azoren- und Skandinavienhoch aufrecht, so dass von Westen her keine Tiefdruckausläufer Einfluss auf das Wetter in Deutschland nehmen können - ein Fortbestand des hoch sommerlichen Wetters bis 31. Juli wäre demnach das Ergebnis dieser Simulation. Zwei Modelle, zwei unterschiedliche Interpretationen - was ist wahrscheinlicher? Es ist in der Meteorologie kein Geheimnis, dass die aktuelle Hochdrucksituation eine langlebige Angelegenheit sein kann. Das Hoch verändert dabei seine Positionen nur minimal und bleibt in seiner Grundstruktur erhalten. Dabei spielt die Verlagerung der Position gen Norden eine entscheidende Rolle, ob die Verbindung zum Azorenhoch aufrecht gehalten werden kann, oder in sich zusammenbricht. Wahrscheinlicher ist zum heutigen Stand der Erhalt der Hochdruckverbindung. Allerdings ist das Verhältnis beider Varianten zueinander minimal und kann mit 48:42 Prozent verdeutlicht werden. Das geben in etwa auch die Kontrollläufe wieder - das Temperaturspektrum liegt am 28. Juli zwischen +14/+29 Grad, das Mittel liegt bei +24 Grad - mehrheitlich also (noch) auf der "warmen" Variante.

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