Das erste Juli-Drittel kann man zum heutigen Stand als überwiegend Hochdruck dominiert bezeichnen. Der Grund ist eine Hochdruckbrücke von den Azoren bis in das westliche Russland reichend, welche sich zum 5. Juli hin mit einem Kernhochdruck über England über Mitteleuropa positioniert - so schnell schwindet dieses Hochdruckgebiet auch nicht. Spannend bleibt die Frage, ob das sommerliche Wetter auch noch im zweiten Juli-Drittel anhalten wird, denn wie bereits gestern beschrieben macht sich das Hoch bei England "rund" und lässt auf seiner Ostseite Tiefdrucksysteme "abrutschen", so dass sich über Deutschland eine nördliche Strömung ausbilden kann - Temperaturen um +20 Grad bei wechselhaften Wetter wäre zwischen dem 11./14. Juli die Folge daraus. Interessant ist dabei bei beiden Wettermodellen der gleiche Ansatz, bei der sich im weiteren Verlauf eine "gestörte Zirkulation" einstellt. Das Hoch bei England strebt gen Norden, blockiert damit das Atlantikwetter, lässt im Westen einen Trog bis zu den Azoren entstehen, gleichzeitig positioniert sich über dem östlichen Skandinavien ein Tiefdrucksystem und stützt damit das Hochdrucksystem - eine omegaähnliche Wetterlage könnte sich einstellen. Auf welcher Seite dabei Deutschland liegen könnte, steht zum heutigen Stand noch nicht fest - wahrscheinlich aber auf der gemäßigten Ostseite, wobei Niederschläge und mäßig warme Temperaturen zwischen +20/+25 Grad die Folge daraus sein können. Richtig heiße Temperaturen bis an die +30 Grad und darüber hinaus sind aktuell nicht in Sicht. Die Kontrollläufe stützen das "Mittelmaß", wobei kühle, als auch warme Varianten zunehmende Tendenz haben. Das Temperaturspektrum reicht bspw. am 16. Juli von +15/+28 Grad, wobei das Mittel bei +23 Grad liegt.

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