Bereits seit Monaten zeigen die Wettermodelle normale Simulationen zum Wetter im Sommer 2013 - nichts ungewöhnliches. Was aber ist "normales" Sommerwetter in Deutschland? Statistisch betrachtet liegt das langjährige Temperaturmittel in den Sommermonaten Juni, Juli und August tagsüber zwischen +20/+27 Grad, selten über 30 und unter 20 Grad. Dazu gibt es einige Hochdruckphasen, welche in regelmäßigen Abständen von Westwetterlagen abgelöst werden. So verlief auch der Juni bislang: zu nass, zu kühl Anfang Juni, dann die heiße Phase mit über 35 Grad, jetzt wieder kühlere Phase - auch statistisch betrachtet ein relativ normaler Verlauf, wenn man die Unwetterartigen Niederschläge Anfang Juni mal außer acht lässt. In den kommenden Tagen werden Sie vermutlich vermehrt etwas über den "Siebenschläfertag" lesen, der nach dem "Volksmund am 27. Juni" sein soll. Tatsächlich ist der Siebenschläfertag kein Tag, sondern ein Zeitraum - meist zwischen dem 3./10. Juli - in der sich der Jetstream über Mitteleuropa "einpendelt" und die turbulenten Phasen aus dem Jahreszeitenübergang hinter sich lässt. Statistisch betrachtet liegt das Eintreten der Singularität im Süden zwischen 60-80 Prozent und ist damit aus meteorologischer Sicht äußerst relevant. Entscheidend ist dabei die Position des Jetstreams. Einfach ausgedrückt: liegt er im Norden, so kann sich über Mitteleuropa eine Hochdruckbrücke aufbauen, liegt er im Süden, so ist vermehrt mit wechselhaften Wetter zu rechnen. Darüber hinaus zeigt bei einer Hochdruckverbindung zwischen dem Azoren- und Skandinavienhoch über England hinweg eine sehr trockene, teils heiße Wetterphase über Mitteleuropa. Welche Position hat der Jetstream im oben genannten Zeitraum? Noch handelt es sich um Simulationen, jedoch bestätigen die aktuellen Varianten einen "Umbau" der Großwetterlage zum 1./3. Juli. Der Jetstream ist aktuell nur bedingt vorhanden - wenn man so will, liegt ein Teil davon über dem Mittelmeer und ein Teil in Süd-Nord Ausrichtung über Skandinavien - wechselhaftes und kühles Wetter ist die Folge. Zum 1./3. Juli hin tut sich aber etwas - der Jetstream verlagert seine Position allmählich in Richtung Island - südliches Skandinavien, was die Bedingungen für einen positiven Verlauf der "Siebenschläferregel" erfüllt. Was ist mit einem Hoch über Skandinavien? Auch das ist - je nach Wettermodell - mehr oder minder stark ausgeprägt. Bemerkenswert an dieser Stelle ist die Simulation des europäischen Wettermodells, welches die zweite Bedingung mit einer Hochdruckbrücke zwichen dem Skandinavien- und Azorenhoch über England hinweg erfüllt. Zusammenfassend sind die mathematischen Simulationen der Wettermodelle für die "Siebenschläferregel" als positiv zu bezeichnen. Die Kontrollläufe stützen einen positiven Temperaturtrend ab dem 3. Juli, so dass das Temperaturspektrum am 5. Juli zwischen +16/+27 Grad und im Mittel bei +23 liegt. Das Langfristmodell stützt ebenfalls die Hochdrucktheorie im Juli - demnach sind im Juli normale Temperaturen zu erwarten, jedoch mit einem deutlichen Niederschlagsdefizit. Der August zeigt sich sowohl von den Temperaturen als auch in der Niederschlagsprognose normal.

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