Im ersten Juni-Drittel bleibt das Wetter sommerlich, wobei im Laufe der Woche etwa südlich der Mittelgebirge die Schauer- und Gewitterneigung zunehmen wird. Mit Beginn des zweiten Juni-Drittels nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine wechselhafte Wetterperiode stetig zu und liegt heute bei rund 51%. Der Grund ist tiefer Luftdruck über Spanien und Portugal, welcher im weiteren Verlauf mal eine abgeschwächte nördliche Zugbahn in Richtung Skandinavien einschlägt, mal eine südlichere Bahn, wobei über dem Mittelmeer das Tiefdrucksystem rasch an Dynamik und Energie zunehmen kann (Vb-Tief). Am wahrscheinlichsten ist heute jedoch die abgemilderte, nördliche Zugrichtung. Grundsätzlich bleibt die labile Hochdruckbrücke zwischen den Azoren und Skandinavien intakt, Störungseinflüsse sind aber von England her kommend nicht auszuschließen, so dass das Wetter im Zeitraum ab dem 15./18. Juni nicht nur wechselhaft, sondern mit Temperaturen zwischen +14/+20 Grad auch kühler werden kann. Die Kontrollläufe stützen den wechselhaften Wettertrend im zweiten Juni-Drittel, so liegt das Temperaturspektrum bspw. am 16. Juni zwischen +8/+22 Grad und erreicht im Mittel +17 Grad. Das wechselhafte und mäßig warme Wetter im zweiten Juni-Drittel ist aber typisch und wird landläufig auch als die Schafskälte definiert. Das Langfristmodell zeigt für das Wetter im Juni weiterhin deutlich zu nasses Wetter im Osten und Südosten, wobei der meiste Niederschlag dort schon gefallen ist. Bei den Temperaturen wird der Juni als normal, südlich der Mainlinie auch leicht zu kalt simuliert. In der Wetterprognose für den Juli und August hat sich kaum etwas verändert. Beide Monate werden von den Temperaturen her normal und in der Niederschlagsprognose als leicht zu trocken gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel simuliert.

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