Wetter Sommer 2013 - Wettervorhersage und Wetterprognose

Wetter im Sommer 2013 - Wettertrend vom 26. Juni

  • M. Hoffmann
In der gestrigen Wetterprognose für den Sommer haben wir die Siebenschläferregel genauer betrachtet. Dabei zeigten die Simulationen der Wettermodelle grundlegend gute Voraussetzungen für die kommenden Wochen, sofern sich die Singularität der Siebenschläferregel in 2013 bestätigt. Auch heute zeigen die Wettermodelle den Hochdruckaufbau über Mitteleuropa, teilweise mit Hochdruckbrücke Azoren - England - Skandinavien, was - statistisch betrachtet - eine trockene und warme Wetterphase in Mitteleuropa zur Folge haben kann. Das ganze Konstrukt steht noch auf "wackeligen Beinen", doch liegt die Eintreffwahrscheinlichkeit mit knapp 52% schon recht hoch. Damit könnte sich zum ersten mal in diesem Sommer so etwas wie eine stabile Wetterlage entwickeln und auch im weiteren Verlauf scheint das wechselhafte und kühle Atlantikwetter sich nicht mehr bis nach Mitteleuropa durchsetzen zu können. Der Jetstream liegt aktuell noch weit im Süden und ist dabei eher schwach ausgeprägt. Das ändert sich zum Ende Juni hin mit einer nördlichen Positionsverschiebung, so dass der Jetstream wieder einigermaßen von Grönland über Island - England bis über das westliche Skandinavien in "Gang" kommt. Dabei erfährt der Jetstream über England einen Wölbung nach Süden, was grundsätzlich den Hochdruckaufbau im Juli über Mitteleuropa ermöglichen sollte. Zusammenfassend ist der Wettertrend weiterhin als positiv zu bewerten.

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Wetter im Sommer 2013 - Wetterprognose vom 25. Juni

  • M. Hoffmann
Bereits seit Monaten zeigen die Wettermodelle normale Simulationen zum Wetter im Sommer 2013 - nichts ungewöhnliches. Was aber ist "normales" Sommerwetter in Deutschland? Statistisch betrachtet liegt das langjährige Temperaturmittel in den Sommermonaten Juni, Juli und August tagsüber zwischen +20/+27 Grad, selten über 30 und unter 20 Grad. Dazu gibt es einige Hochdruckphasen, welche in regelmäßigen Abständen von Westwetterlagen abgelöst werden. So verlief auch der Juni bislang: zu nass, zu kühl Anfang Juni, dann die heiße Phase mit über 35 Grad, jetzt wieder kühlere Phase - auch statistisch betrachtet ein relativ normaler Verlauf, wenn man die Unwetterartigen Niederschläge Anfang Juni mal außer acht lässt. In den kommenden Tagen werden Sie vermutlich vermehrt etwas über den "Siebenschläfertag" lesen, der nach dem "Volksmund am 27. Juni" sein soll. Tatsächlich ist der Siebenschläfertag kein Tag, sondern ein Zeitraum - meist zwischen dem 3./10. Juli - in der sich der Jetstream über Mitteleuropa "einpendelt" und die turbulenten Phasen aus dem Jahreszeitenübergang hinter sich lässt. Statistisch betrachtet liegt das Eintreten der Singularität im Süden zwischen 60-80 Prozent und ist damit aus meteorologischer Sicht äußerst relevant. Entscheidend ist dabei die Position des Jetstreams. Einfach ausgedrückt: liegt er im Norden, so kann sich über Mitteleuropa eine Hochdruckbrücke aufbauen, liegt er im Süden, so ist vermehrt mit wechselhaften Wetter zu rechnen. Darüber hinaus zeigt bei einer Hochdruckverbindung zwischen dem Azoren- und Skandinavienhoch über England hinweg eine sehr trockene, teils heiße Wetterphase über Mitteleuropa. Welche Position hat der Jetstream im oben genannten Zeitraum? Noch handelt es sich um Simulationen, jedoch bestätigen die aktuellen Varianten einen "Umbau" der Großwetterlage zum 1./3. Juli. Der Jetstream ist aktuell nur bedingt vorhanden - wenn man so will, liegt ein Teil davon über dem Mittelmeer und ein Teil in Süd-Nord Ausrichtung über Skandinavien - wechselhaftes und kühles Wetter ist die Folge. Zum 1./3. Juli hin tut sich aber etwas - der Jetstream verlagert seine Position allmählich in Richtung Island - südliches Skandinavien, was die Bedingungen für einen positiven Verlauf der "Siebenschläferregel" erfüllt. Was ist mit einem Hoch über Skandinavien? Auch das ist - je nach Wettermodell - mehr oder minder stark ausgeprägt. Bemerkenswert an dieser Stelle ist die Simulation des europäischen Wettermodells, welches die zweite Bedingung mit einer Hochdruckbrücke zwichen dem Skandinavien- und Azorenhoch über England hinweg erfüllt. Zusammenfassend sind die mathematischen Simulationen der Wettermodelle für die "Siebenschläferregel" als positiv zu bezeichnen. Die Kontrollläufe stützen einen positiven Temperaturtrend ab dem 3. Juli, so dass das Temperaturspektrum am 5. Juli zwischen +16/+27 Grad und im Mittel bei +23 liegt. Das Langfristmodell stützt ebenfalls die Hochdrucktheorie im Juli - demnach sind im Juli normale Temperaturen zu erwarten, jedoch mit einem deutlichen Niederschlagsdefizit. Der August zeigt sich sowohl von den Temperaturen als auch in der Niederschlagsprognose normal.

Wezter im Sommer 2013 - Wetterprognose vom 24. Juni

  • M. Hoffmann
Die Woche wird bis zum Wochenende wechselhaft und mit +14/+19 Grad überwiegend zu kühl ausfallen - das Sommerwetter macht definitiv eine Pause. Am Wochenende selbst strebt die Großwetterlage wieder eine Veränderung an. Das Tiefdrucksystem über dem südlichen Skandinavien, was im wesentlichen für das "schauerhafte" und unterkühlte Wetter verantwortlich ist, wird in den aktuellen Simulationen zum kommenden Wochenende mit einer zaghaften Hochdruckverbindung des Azoren- und des nördlichen Skandinavienhochs abgeschnürt. Anders ausgedrückt geht der atlantischen Frontalzone die Puste aus. Sollte sich diese Simulationen durchsetzen, so sind am Freitag noch unterkühlte Werte zwischen +17/+21 Grad möglich, wobei bis zum Sonntag mit +20/+25 Grad angenehmere Temperaturen zu erwarten sind. Was bleibt ist die Schaueraktivität, wobei die Niederschlagssummen als gering einzustufen sind. Darüber hinaus muss die Hochdruckverbindung beweisen ob es ihr möglich ist, die Tiefdrucksysteme für eine längere Zeit auf dem Atlantik zu halten. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so entsteht über dem skandinavischen Raum ein "Hochdruckbollwerk" (2./3. Juli), welches bis in das südliche Mitteleuropa seinen Einfluss geltend macht. Die Tiefdrucksysteme "tropfen" im Westen ab und führen auf der Vorderseite heiße Luftmassen nach Deutschland (3./5. Juli). Schwül-warmes Wetter mit Schauern und Gewittern bei sommerlichen Temperaturen zwischen +25/+30 Grad wäre die Folge daraus. Anders die Simulation des amerikanischen Wettermodells, welches das Azorenhoch zunächst weiter nach Westen positioniert, so dass auf dessen Ostflanke Tiefdruckeinfluss auf Mitteleuropa ermöglicht wird (1./4. Juli), im weiteren Verlauf verfestigt sich jedoch ein Hochdruckkeil des Azorenhochs über Mitteleuropa, so dass das Wetter zwischen dem 3./5. Juli ebenfalls sommerliche Aussichten hat. Die Kontrollläufe stützen den leicht positiven Wettertrend ab dem 2./3. Juli. Zusammenfassend ist der Zeitraum bis zum 28. Juni unterkühlt und wechselhaft, zwischen dem 29. Juni und 3. Juli mäßig warm mit Schauer und Gewitter und ab dem 3. Juli gibt es vermehrte Hinweise auf eine Rückkehr des Sommerwetters.

Wetter im Sommer 2013 - Wetterprognose vom 23. Juni

  • M. Hoffmann
Vergleicht man die Simulationen der Wettermodelle der vergangenen Tage, so gab es zwei wesentliche Lösungen für die Großwetterlage über Mitteleuropa. Das amerikanische Wettermodell neigte zu einer Hochdruckbrücke über Mitteleuropa, während das europäische Wettermodell ein "aufwölben" des Azorenhochs auf dem Atlantik simulierte. Wenn man so will, neigt das amerikanische Wettermodell heute zu der Simulation des europäischen Wettermodells. Somit bleibt es bis zum Ende Juni sehr wahrscheinlich bei der überwiegend wechselhaften und leicht unterkühlten Wetterlage, die Niederschläge bleiben - und das ist das Positive - überwiegend unergiebig. Die Temperaturen schwanken meist - je nach Sonnenschein - zwischen +17/+21 Grad. Die Kontrollläufe stützen das unterkühlte Sommerwetter bis in die ersten Juli Tage hinein, wenngleich der leicht positive Wettertrend der letzten Tage weiterhin erkennbar bleibt. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 3. Juli zwischen +14/+25 Grad, wobei das Mittel bei +21 Grad liegt. Sommerwetter sieht dennoch anders aus. Wann kommt der Sommer wieder? Zum heutigen Stand neigt das Grundmuster weiterhin zu einer wechselhaften und leicht unterkühlten Wetterlage - frühestens zum 2. Juli hin kann sich der zentralisierende Tiefdruckkern in Richtung Grönland verschieben, so dass sich über Mitteleuropa mehr Spielraum für Hochdruck ergibt, dabei wäre eine Südwestwetterlage noch die wahrscheinlichste Variante (im Nordwesten generell "schlechteres" Wetter als im Südosten). Das Langfristmodell bleibt bei seiner Wettervorhersage für den Juli - deutlich zu trocken bei normalen bis leicht zu kühlen Temperaturen. Der August bleibt sowohl in der Niederschlagsprognose, als auch bei den Temperaturen normal.

Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2018 +5,3 +1,3 +0,9 20 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +11,44 +2,03 +1,3 615 l/m²

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommerwetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wetter­singularitäten, welche im Sommer häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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