Das Sommerwetter bleibt im wesentlichen erhalten und bestätigt rückblickend - nach dem eher durchwachsenen, zu kalten und trüben Frühjahr - das Ausgleichsverhalten beim Wetter. Das letzte August-Drittel zeigt sich zum heutigen Stand bei beiden Wettermodellen überwiegend hochdruckdominiert, wobei Zeit- und Phasenweise von Nordwesten her kurzzeitiger Tiefdruckeinfluss möglich ist. Der Grund hierfür ist eine sich aufbauende Troglage von England bis nach Spanien reichend, welche die Hochdruckbrücke zwischen einem Skandinavien- und Azorenhoch unterbrechen kann. Auf der Vorderseite des Troges werden dabei teils sehr warme Luftmassen nach Deutschland geführt - geht es nach den "extremsten" Simulationen, so sind Temperaturen zwischen +28/+34 Grad zu erwarten, während der Mittelwert mit +22/+28 Grad eher gemäßigt ist. Ab dem 25./27. August nehmen die Störungseinflüsse aus Westen her zu, das Azorenhoch flacht allmählich ab und auf Grönland hält der Winter Einzug. Nüchtern betrachtet stellt sich die Zirkulation langsam auf den Herbst ein und um auf die Einleitung mit dem Ausgleichsverhalten zurück zu kommen, könnte nun nach 3-monatiger Hochdruckdominanz ein ungemütlicher Herbst bevorstehen - nur gut, dass sich das Wetter nicht immer an die Regeln hält.

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Statistisch betrachtet zeigt sich im Zeitraum zwischen dem 23. und 31. August häufig ein spätsommerliches Hochdruckgebiet über Mitteleuropa. Auffällig ist in diesem Jahr, dass sich das Wetter bislang sehr häufig an seine Singularitäten gehalten hat, so auch mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit (67 Prozent) mit dem Hochdruckgebiet, welches sich zum 20. August über Deutschland aufbauen wird. Eine recht warme Simulation zeigt dabei weiterhin das amerikanische Wettermodell, bei der sich das Hoch vom Mittelmeerraum über Spanien bis nach Deutschland erstreckt. Im weiteren Verlauf - zum 23. August hin - weitet das Hoch sein Einfluss nach Skandinavien aus, so dass die Tiefdrucksysteme bei England blockiert werden und eine warme bis sehr warme Anströmung warmer Luftmassen aus Süden her angeregt wird. Das europäische Wettermodell sieht diese Entwicklung relativ ähnlich, jedoch bleibt das Hoch über Skandinavien autark und geht zeitweise eine Hochdruckbrücke mit dem Azorenhoch ein, welche aber zum aktuellen Stand eine eher labile Angelegenheit ist und Phasenweise durch Tiefdruckeinfluss unterbrochen werden kann. Auch nach dem europäischen Wettermodell gestaltet sich das letzte August-Drittel relativ warm, jedoch ist hier die Schauer- und Gewitterneigung deutlich höher einzustufen, als beim amerikanischen Wettermodell. Der Blick auf die Kontrollläufe zeigt, dass die spätsommerliche Hochdruckphase mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum 25./27. August anhalten wird, im weiteren Verlauf nimmt die Niederschlagstendenz bei weiterhin warmen Temperaturen zu. Das Temperaturspektrum zeigt bspw. für den 26. August Werte zwischen +16/+26 Grad, wobei der Mittelwert bei +24 Grad liegt.
Nach einer "Regenpause" am Montag kehrt im Laufe der Woche der Hochdruck zurück - darüber sind sich die Wettermodelle zwischenzeitlich einig. Fraglich bleiben weiterhin die Positionsverhältnisse der Wettersysteme. Das amerikanische Wettermodell bringt mit Temperaturen zwischen +24/+29 Grad eine erneute hoch sommerliche Wetterphase, welche zum aktuellen Stand bis zum 25./27. August auch relativ trocken bleibt und erst zum 27./29. August auch kühler werden kann. Der Grund hierfür ist ein kräftiges Hochdrucksystem, welches sich von Afrika über das Mittelmeer, dem östlichen Europa bis hin nach Skandinavien erstrecken kann. Dabei tendieren die Tiefdrucksysteme vor Europa zu einer Troglage, welche eine südliche Luftströmung anregen und warme, teils heiße Luftmassen nach Deutschland führen können. Anders hingegen die Simulation des europäischen Wettermodells - hier strebt das Hoch in Richtung Skandinavien und geht von dort aus eine Verbindung in Form einer Hochdruckbrücke mit dem Azorenhoch ein. Deutschland gelangt dabei in eine mit +22/+26 Grad nicht gar so warme Nordost- bis Ostströmung. Aber auch nach dem europäischen Wettermodell verläuft das letzte August-Drittel überwiegend trocken, wobei hier Niederschläge - besonders in der Südhälfte noch etwas wahrscheinlicher sind, als im Norden. Die Kontrollläufe sind sich ebenfalls einig - trockenes und warmes Wetter bis zum 25. August, im weiteren Verlauf Zunahme von kühleren und wechselhafteren Varianten
Mit zwischenzeitlich sehr hoher Wahrscheinlichkeit von 59 Prozent baut sich in der kommenden Woche ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa auf. Dabei setzt sich bereits nach einem regnerischen Montag bereits am Dienstag ein Hochdrucksystem durch und positioniert sich zur Wochenmitte über Deutschland, so dass die kühlen Luftmassen sich mit Temperaturen zwischen +21/+25 Grad nur langsam erwärmen werden. Je nach Wettermodell bleibt das Hochdruckgebiet über Mitteleuropa (amerikanisches Wettermodell) oder positioniert sich im weiteren Verlauf über Skandinavien (europäisches Wettermodell). Grundsätzlich bleibt die Niederschlagstendenz im letzten August-Drittel niedrig und die Temperaturwerte sind in etwa mit einem Überschuss von +2/+4 Grad über dem, was sonst üblicherweise im letzten August-Drittel für Temperaturwerte zu erwarten sind. Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich den Hochdrucktrend im letzten August-Drittel, so zeigt das Temperaturspektrum bspw. am 25. August Werte zwischen +21/+26 Grad, wobei der Mittelwert bei +24 Grad liegt. Anders ausgedrückt ist zum heutigen Stand überwiegend klassisches Spätsommerwetter im letzten August-Drittel zu erwarten.
Die Wahrscheinlichkeit für ein hochdruckdominiertes letztes August-Drittel steigt von Tag zu Tag. Beide Wettermodelle zeigen heute im Einklang eine im Ergebnis fast identische Wetterlage über Mitteleuropa. Zwar beginnt die kommende Woche regnerisch mit deutlich kühleren Temperaturen, dafür schiebt sich von Süden her bereits in der Nacht auf Dienstag neuerlicher Hochdruck gen Norden. Dabei handelt es sich um ein autarkes Hochdrucksystem, welches sich zunächst über England positioniert und im weiteren Verlauf in Richtung Skandinavien verlagert. Anders ausgedrückt bleibt die Niederschlagswahrscheinlichkeit mit Ausnahme vom Montag in der kommenden Woche äußerst gering. Da Deutschland zunächst auf der Ostseite des Hochdrucksystems liegt, steigen die Temperaturen mit einer nördlichen Strömung meist auf Werte zwischen +21/+26 Grad. Im weiteren Verlauf dreht die Strömung auf östliche Richtungen, was die Temperaturen aber kaum ansteigen lässt, die Niederschlagswahrscheinlichkeit geht dabei aber noch weiter zurück. Die Kontrollläufe zeigen mehrheitlich ebenfalls typisches Spätsommerwetter im letzten August-Drittel, wobei Temperaturen bis oder über 30 Grad eher unwahrscheinlich sind. Die Niederschlagsneigung ist dabei bis zum 28. August äußerst gering.