Das überwiegend sommerliche Wetter wird auch im zweiten Juli-Drittel dominierend sein. Hin und wieder kann es im Norden, bzw. Nordwesten auch zu kurzen Tiefdruckeinflüssen kommen, wie es z.B. am kommenden Wochenende de Fall sein wird - alles im allem bleibt der Grundcharakter des Wetters aber sommerlich. In den vergangenen Tagen blieb die Frage noch ungeklärt, welche Rolle ein mögliches Tiefdrucksystem bei Skandinavien spielen wird - zum aktuellen Stand scheint die Frage beantwortet zu sein. Die Tiefdrucksysteme, welche von Grönland über Island bis nach Skandinavien ziehen, werden weit in den Norden abgedrängt, so dass sich von Südwesten her über Deutschland neuerlicher Hochdruck mit zunehmender Wahrscheinlichkeit (64 Prozent) durchsetzen wird. Zunächst baut das Azorenhoch in der kommenden Woche eine Hochdruckzunge bis nach Deutschland reichend auf - mit einem nördlichen Strömungsmuster bleiben die Temperaturen mit +22/+27 Grad im angenehmen Bereich. Zum 15./17. Juli macht spaltet sich ein autarkes Hochdrucksystem ab und platziert sich zwischen Frankreich und Deutschland in einer omegaähnlichen Struktur, wobei Deutschland in der nördlichen Strömungskomponente verbleibt, so dass die Tageswerte auf +24/+29 Grad ansteigen können. Auch das europäische Wettermodell sieht zum 18. Juli über Mitteleuropa ein autarkes Hochdrucksystem, jedoch nicht so stark ausgeprägt wie beim amerikanischen Wettermodell. Sollten sich die simulierten Wetterszenarien so durchsetzen, sind sicherlich noch einige Tage im letzten Juli-Drittel davon betroffen. Das Langfristmodell bleibt dabei - der Juli wird deutlich zu trocken und von den Temperaturen her normal ausfallen. Bleibt die Frage was im August passieren wird, wenn aktuell eine längere Hochdruckperiode ansteht - Erhaltungsneigung oder Ausgleichsverhalten? Mehr dazu gegen 15:00 Uhr in einem aktualisierten Wettertrend zum Wetter im August.

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Die Wettermodelle sind sich in ihren Simulationen über das Wetter ab dem 14. Juli noch nicht einig. Das amerikanische Wettermodell positioniert über Skandinavien ein Tiefdrucksystem und das aktuelle Hochdruckgebiet bei England wandert nach Westen hin ab, so dass ein möglicher Zustrom kühlerer Luftmassen ab dem 17. Juli in Betracht gezogen werden muss (im Norden auch schon zum 14. Juli). Anders die Simulation des europäischen Wettermodells, wo die Hochdruckbrücke über Mitteleuropa erhalten und somit das sommerliche Wetter bis zum 20. Juli dominierend bleibt. Nichtsdestotrotz ist die Hochdruckstruktur über Mitteleuropa im "gesunden" Zustand und zum aktuellen Stand ist ein Durchgreifen der atlantischen Frontalzone nicht zu erkennen - eher das Gegenteil ist der Fall. Mit zunehmender Wahrscheinlichkeit (58 Prozent) werden die Tiefdrucksysteme bei Skandinavien in nördliche Richtung abgedrängt, so dass sich im letzten Juli-Drittel über Mitteleuropa eine Südwestwetterlage einstellen könnte. Das Langfristmdell bestätigt diese Theorie mit einem deutlich zu trockenem Wetter im Juli in einem breiten Streifen zwischen England, Frankreich, Deutschland, Polen bis in das westliche Russland reichend. Dabei ist die Temperaturprognose im Westen von Europa normal, im Osten eher leicht zu kühl was mit den östlich "abrutschenden" Trogsystemen zusammenhängt. Im August ist nach dem Langfristmodell weiterhin mit normalen Temperaturen Niederschlagssummen zu rechnen.
Die aktuell sommerliche Wetterlage bleibt trotz des Höhentroges von Mittwoch bis Freitag weiterhin erhalten. Besonders im Norden muss ab Mittwoch mit dem Durchzug teils starker Bewölkung gerechnet werden und auch die Temperaturen sind dort etwas niedriger als im Süden. Am Wochenende setzt sich im Süden wieder sommerliches Hochdruckwetter durch, so dass Werte zwischen +23/+27 Grad erwartet werden. Anders die Situation im Norden wo zunächst am Samstag noch sonniges und mit +21/+24 Grad warmes Wetter dominierend ist. Zum Sonntag hin macht sich jedoch der zunehmende Tiefdruckeinfluss bei Skandinavien mit wechselnder Bewölkung bemerkbar - geringer Niederschlag ist nach den heutigen Simulationen nur direkt an den Küsten zu erwarten, während es in der Region rund um den Schwarzwald die lokalen Gewitter sein können, die für etwas Niederschlag sorgen werden. Die Detailprognose ist noch nicht sicher und hat eine Eintreffwahrscheinlichkeit von 67 Prozent. Der Grund liegt in der Position des Hochdrucksystems bei England, welches nach dem amerikanischen Wettermodell mehr in Richtung Mitteleuropa liegt, während das europäische Wettermodell die Position eher auf dem Atlantik zeigt, so dass auf dessen Ostflanke erneut kühle Luft aus Norden einfließen kann. In der kommenden Woche gibt es eine erneute Umstellung der Großwetterlage. Das Hoch verabschiedet sich in Richtung Azoren, so dass die Tiefdrucksysteme sich mit einem Kerndruckgebiet über Skandinavien "festsetzen" können. Damit wird eine potentielle Troglage ermöglicht, welche heute mit 38 Prozent zu den wahrscheinlichen Wetterlagen im letzten Juli-Drittel zählt. Eine weitere Variante ist eine südwestlich geprägte Wetterlage mit Tiefdruckzentrum England / Skandinavien und einem Hochdruckkeil vom Azorenhoch in Richtung Mitteleuropa, was im Süden generell wärmeres und trockeneres Wetter als im Norden zur Folge hat. Das Temperaturspektrum zeigt bspw. für den 18. Juli mit Werten zwischen +14/+30 Grad in etwa die möglichen Gegensätze auf, wobei das Mittel im Süden bei +24 Grad und im Norden bei +18 Grad liegt. Zusammenfassend bleibt die Großwetterlage bis zum 17. Juli sommerlich, im weiteren Verlauf geht der Wettertrend hin zu einer kühleren und wechselhaften Variante.
Der Höhentrog am Mittwoch/Donnerstag bereitet den Wettermodellen im Detail noch ein paar Probleme, so dass für das Wochenende im Wettertrend zwar grundsätzlich sommerliches Wetter zu erwarten ist (59 Prozent), im Detail kann es bei kühleren Temperaturen aber auch zu Schauern kommen. Das amerikanische Wettermodell lässt bereits am Samstag das Hoch bei England auf die Azoren zurück ziehen, so dass sich bei Skandinavien ein Tiefdruckkern einnisten kann. Die ersten Auswirkungen mit zunehmender Schaueraktivität und Temperaturen von +16 Grad im Norden bis +24 Grad im Süden wären demnach am Sonntag zu spüren. Im weiteren Verlauf hält das Hochdruckgebiet dem Druck der atlantischen Frontalzone stand und zieht unter erneuter Verstärkung in Richtung Skandinavien - eine Südwestwetterlage wäre dabei die wahrscheinlichste Option. Das europäische Wettermodell simuliert den Höhentrog mit kühlerem Wetter noch bis zum kommenden Samstag, wobei einzelne und meist kurze Schauer nicht ausgeschlossen sind. Im weiteren Verlauf kippt jedoch die Wetterlage. Das Hoch bei England weicht zum 15. Juli auf die Azoren aus, wölbt sich dort zum 17. Juli in Richtung Grönland/Island und eröffnet damit die Möglichkeit einer kühlen Troglage über Mitteleuropa. Zusammenfassend bleibt das England-/Azorenhoch im zweiten Juli-Drittel überwiegend wetterbestimmend, wenngleich die Störungseinflüsse zunehmen. Zudem zeigt sich die Hochdruckachse in den Höhenkarten zwischen den Azoren und dem Russlandhoch als stabil, so dass als wahrscheinlichste Variante eine Südwestwetterlage daraus entstehen könnte (im Süden generell schöneres und wärmeres Wetter als im Nordwesten). Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich den normalen Sommerverlauf bei zunehmender Niederschlagswahrscheinlichkeit ab dem 15./17. Juli - das Temperaturspektrum zeigt bspw. am 16. Juli Tageswerte zwischen +16/+26 Grad, wobei das Mittel bei +23 Grad liegt.
Sommerliches Wetter bis zum kommenden Mittwoch, erst dann macht sich von Norden her mit zunehmender Wahrscheinlichkeit eine Störung bemerkbar, die zunächst als Höhentief bezeichnet werden kann. Jedoch sorgt diese Störung dafür, dass sich das Hoch nicht mehr so rasch nach Osten hin ausdehnen und sich über dem westlichen Skandinavien Tiefdruck "einnisten" kann. Dazu gibt es bei den Wettermodellen zwei unterschiedliche Lösungsansätze. Geht es nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells, so dehnt sich das Hochdruckgebiet zum kommenden Wochenende erneut nach Deutschland aus, so dass zumindest im Süden sommerliches Wetter zu erwarten ist, während sich in der Nordhälfte wechselhafteres und mit +17/+21 Grad auch kühleres Wetter durchsetzen könnte. Auch das europäische Wettermodell sieht eine Verschiebung der atlantischen Frontalzone in Richtung Skandinavien, wobei eine Gegenreaktion des Hochdruckgebietes mit einer verstärkten Hochdruckbrücke von Portugal, Spanien über Frankreich nach Deutschland bis hin über das westliche Russland erfolgt. Eine teils wechselhafte aber warme Südwestwetterlage wäre die Folge daraus (im Südosten tendenziell besseres Wetter als im Nordwesten). Das Hoch ist in seiner Struktur gut ausgebildet und wird sich nicht so leicht vertreiben lassen, so dass heute die Wahrscheinlichkeit für eine Hochdruckdominanz im zweiten Juli-Drittel auf 57 Prozent ansteigt. Die Kontrollläufe sehen die aktuelle Wetterlage bis zum 11. Juli als gesichert, im weiteren Verlauf nehmen die Unsicherheiten zwar zu, jedoch ist ein Kaltlufteinbruch ebenso wenig zu erkennen, wie eine Hitzeperiode jenseits der 30 Grad.