Wetter Sommer 2013 - Wettervorhersage und Wetterprognose

Wetter im Sommer 2013 - Wetterprognose vom 21. Juli

  • M. Hoffmann
Der Grundcharakter des Wetters ist ab dem 26. Juli ist nahezu gesetzt - zunehmend wechselhaft. Der Grund hierfür ist ein Tiefdrucksystem bei England, welches zunächst sehr warme, aber auch feuchte Luftmassen nach Deutschland führt. Schauer und Gewitter mit örtlichem Unwetterpotential wird in der kommenden Woche die Folge daraus sein. Im Detail gibt es aber noch große Unsicherheiten. So zeigt bspw. das europäische Wettermodell eine Verlagerung des Tiefdrucksystems in Richtung Island, wobei die Gradienten zunehmend langwelliger werden - nach kurzer wechselhafter Wetterphase ist die "Puste" raus und über Mitteleuropa kann sich ein neuerliches Hochdruckgebiet ausbreiten. Das amerikanische Wettermodell simuliert eine ganze Kette von atlantischen Tiefdrucksystemen (Frontalzone) mit Kerndruck über England. Dabei weichen die Hochdrucksysteme weiter nach Norden und Süden aus, so dass der Weg Ende Juli - zumindest kurzzeitig - für Westwetter über Deutschland frei wird. Zuvor kommt es aber zu Wellenbewegungen mit abwechselnden, teils sehr warmen Vorderseiten- und etwas kühleren Rückseitenwetter. Am deutlichsten werden die Unsicherheiten in den Kontrollläufen dargestellt: am 27. Juli liegt das Temperaturspektrum zwischen +22/+31 Grad (Mittelwert +25 Grad) und am 28. Juli zwischen +16/+31 Grad (Mittelwert +26 Grad). Zusammenfassend steht eine sehr heiße Wetterphase bevor (typische Hundstage), was durch zunehmend feucht-schwüle Luftmassen unangenehmer wird. Gewitter mit Unwetterpotential werden ab der zweiten Wochenhälfte tägliche Begleiter sein. Zum Monatsende entscheidet sich, wie der Sommer weitergehen wird. Mehr dazu gegen 15:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter im August.

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Wetter im Sommer 2013 - Wetterprognose vom 20. Juli

  • M. Hoffmann
Der angedeutete Wetterumschwung wird zunehmend konkreter und hat ab Mitte nächster Woche eine Eintreffwahrscheinlichkeit von 52 Prozent. Das Hochdrucksystem über Skandinavien wird von zwei Tiefdrucksystemen in die "Mangel" genommen. Das Eine liegt über dem östlichen Skandinavien, westlichen Russland bis in die Barentssee reichend, dass zweite Tiefdrucksystem positioniert sich ab Dienstag vor England. Im Grunde ist das eine wesentliche Bedingung für eine Omegastruktur des Hochdrucksystems über Mitteleuropa, jedoch wird in den aktuellen Simulationen das Hoch von Süden her "unterwandert", so dass der "enge Flaschenhals abgeschnürt" wird. Die Folge daraus wäre ab Mittwoch eine Wetterlage mit Unwetterpotential und sehr heißem Vorderseitenwetter - Temperaturen zwischen +27/+35 Grad sind nicht unwahrscheinlich. Zum Wochenende kommt das Tief bei England weiter nach Osten voran und sorgt in Deutschland zwischen dem 28./30. Juli für wechselhaftes und mit Werten zwischen +17/+23 Grad auch für kühleres Wetter. Wie Eingangs beschrieben ist das aktuell eine wahrscheinliche Wetterentwicklung, es gibt aber noch zwei weitere Varianten. Die eine Variante ist ein "abtropfen" des Tiefdrucksystems bei England in Richtung Azoren/Portugal, so dass der Zustrom sehr heißer Luftmassen nicht abreisen kann - hoch sommerliches Wetter mit Temperaturen um +30 Grad und örtlichen Gewittern bis Ende Juli wäre das Ergebnis (26 Prozent). Die zweite Variante ist eine Querverlagerung des Hochdrucksystems über Skandinavien, so dass die Tiefdrucksysteme eine südliche Bahn über das Mittelmeer nehmen müssten. Typische Vb-Wetterlagen mit relativ stabilen Wetter im Norden und teils regnerischem Wetter im Süden wäre die Folge hieraus (14 Prozent). Die Kontrollläufe sind sich bis zum 24. Juli einig, dass das hoch sommerliche Wetter bis dahin anhalten wird. Darüber hinaus nimmt die Niederschlagsneigung deutlich zu, wobei die Konstellationen der einzelnen Wettersysteme zueinander sehr unsicher sind und einen breiten Spekulationsspielraum eröffnen. Am deutlichsten wird das anhand des Temperaturspektrums zum 27. Juli, welches Werte zwischen +16/+32 Grad und im Mittel 25 Grad zeigt. Je nachdem ob sich das Tief bei England manifestieren kann oder nicht, sind die Auswirkungen im August spürbar. Mehr dazu gegen 15:00 Uhr in einem aktualisierten Wettertrend zum Wetter im August.

Wetter im Sommer 2013 - Wetterprognose vom 19. Juli

  • M. Hoffmann
Es bleibt auch heute dabei - die hoch sommerliche Wetterphase bleibt mit einer Wahrscheinlichkeit von 69 Prozent noch bis zum 25. Juli erhalten, wobei im Osten in der neuen Woche zeitweise dichtere Wolkenfelder vorüberziehen können. Im weiteren Verlauf kündigt sich ein Wetterwechsel an, der in zwei verschiedenen Varianten ablaufen könnte. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so wird das Hochdrucksystem bei Skandinavien "unterwandert", wobei sich das Azorenhoch auf den Atlantik zurück zieht, so dass die Tiefdrucksysteme zum Monatsende hin freie Bahn auf Mitteleuropa haben. Die Auswirkungen wären mit bis zu +35 Grad zunächst sehr heißes "Vorderseitenwetter", während die Rückseite mit +16/+23 Grad deutlich kühlere Temperaturen im Gepäck hat. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so bleibt die Hochdruckachse in ihrer Struktur erhalten, es "nisten" sich aber auch hier zunehmend Tiefdrucksysteme mit ein, die ebenfalls ab dem 25./27. Juli wechselhaftes aber mit +23/+28 Grad nicht gar so kühles Wetter zur Folge haben kann. Als Rückschluss aus den unterschiedlichen Simulationen der Wettermodelle lässt sich eine Gemeinsamkeit erkennen - das Hoch, welches nun seit Anfang Juli mehr oder minder Bestand hat, "schwächelt" nun nach etwa drei Wochen. Die Wahrscheinlichkeit für eine wechselhafte Wetterphase nimmt in Summe mit 57 Prozent weiter zu und auch die Kontrollläufe zeigen mehrheitlich ab dem 26. Juli eine erhöhte Niederschlagswahrscheinlichkeit, wobei das Temperaturspektrum bspw. am 28. Juli zwischen +16/+29 Grad liegt, wobei das Mittel +24 Grad erreicht. Im wesentlichen zeigt das aber auch, welche Lösungen noch möglich sind. Etwas Niederschlag wäre für die Natur wünschenswert, denn zwischenzeitlich gibt es verbreitet Warnungen vor erhöhter Waldbrandgefahr (örtlich auch mit höchster Warnstufe). Der kurze Wetterblick in den August zeigt nach den Simulationen des Langfristmodells weiterhin normales Wetter - mit etwas "Wohlwollen" ist eine leicht zu trockene Tendenz zu erkennen.

Wetter im Sommer 2013 - Wetterprognose vom 18. Juli

  • M. Hoffmann
Im Grunde hat sich gegenüber gestern nichts verändert. Das Hoch bei England zieht in der kommenden Woche weiter in Richtung Skandinavien und sorgt bis zum 25. Juli für eine Fortdauer des hoch sommerlichen Wetters. Darüber hinaus simulieren die Wettermodelle unterschiedliche Varianten, im wesentlichen handelt es sich dabei um die Varianten, welche wir seit Tagen beschreiben. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so wird das Hochdrucksystem über Skandinavien "unterwandert", so dass sich in Mitteleuropa eine südliche Westwetterlage einstellen kann. Wechselhaftes Wetter im Zeitraum zwischen dem 27./31. Juli mit Temperaturen zwischen +17/+23 Grad wäre die Folge daraus. Das europäische Wettermodell hält die Verbindung zwischen Azoren- und Skandinavienhoch aufrecht, so dass von Westen her keine Tiefdruckausläufer Einfluss auf das Wetter in Deutschland nehmen können - ein Fortbestand des hoch sommerlichen Wetters bis 31. Juli wäre demnach das Ergebnis dieser Simulation. Zwei Modelle, zwei unterschiedliche Interpretationen - was ist wahrscheinlicher? Es ist in der Meteorologie kein Geheimnis, dass die aktuelle Hochdrucksituation eine langlebige Angelegenheit sein kann. Das Hoch verändert dabei seine Positionen nur minimal und bleibt in seiner Grundstruktur erhalten. Dabei spielt die Verlagerung der Position gen Norden eine entscheidende Rolle, ob die Verbindung zum Azorenhoch aufrecht gehalten werden kann, oder in sich zusammenbricht. Wahrscheinlicher ist zum heutigen Stand der Erhalt der Hochdruckverbindung. Allerdings ist das Verhältnis beider Varianten zueinander minimal und kann mit 48:42 Prozent verdeutlicht werden. Das geben in etwa auch die Kontrollläufe wieder - das Temperaturspektrum liegt am 28. Juli zwischen +14/+29 Grad, das Mittel liegt bei +24 Grad - mehrheitlich also (noch) auf der "warmen" Variante.

Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2018 +5,3 +1,3 +0,9 20 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +11,44 +2,03 +1,3 615 l/m²

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommerwetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wetter­singularitäten, welche im Sommer häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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