Zunächst beginnt der August mit Temperaturen zwischen +25/+30 Grad hoch sommerlich, wobei die Wettermodelle ab dem 5. August unterschiedliche Simulationen über den weiteren Wetterverlauf zeigen. Das amerikanische Wettermodell positioniert das Azorenhoch wieder näher an Mitteleuropa, so dass eine mächtige Hochdruckbrücke zum skandinavischen Hochdrucksystem entstehen kann. Tiefdrucksysteme hätten keine Chance sich für einen längeren Zeitraum über Mitteleuropa festzusetzen. Dennoch bleibt auch nach dem amerikanischen Wettermodell der Grundcharakter wechselhaft, da eingelagerte Störungen für Schauer und Gewitter sorgen können. Die Temperaturen steigen im ersten August-Drittel überwiegend in Richtung 30 Grad Marke an. Völlig anders hingegen die Simulation des europäischen Wettermodells, welches das Hochdrucksystem nicht über Skandinavien sieht, sondern es nach Osten hin von einen Tiefdrucksystem ab drängen lässt. Dadurch wird der Weg über Skandinavien für ein Tiefdruckkern frei, so dass das Wetter ab dem 4. August nicht nur deutlich wechselhafter, sondern mit Tageswerten zwischen +17/+23 Grad auch spürbar kühler wird. Sollte diese Wetterlage eintreten, so hätte das erste August-Drittel einen wechselhaften und kühlen Grundcharakter. Was ist wahrscheinlicher? Geht es nach den Kontrollläufen, so sind die Simulationen der Wettermodelle jeweilige "Extreme" - die Mehrheit der Kontrollläufe stützt einen normalen Wetterverlauf, so dass die Schauer- und Gewittertendenz bleibt, jedoch mit Temperaturen zwischen +20/+25 das Wetter relativ angenehm wird. Auch das Langfristmodell unterstützt den normalen Wettertrend für August - im wesentlichen sind keine Abweichungen vom langjährigen Mittel zu erkennen.

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Der Jetstream liegt Anfang August auf dem Atlanik in einer Position, die gar nichts anderes als sommerliche Temperaturen zulässt. Allerdings ist das Tief bei England nicht weit entfernt, so dass vor allem im Westen und Nordwesten es immer wieder zu Schauern mit Gewittern kommen kann. Die Großwetterlage zeigt sich in der Gestalt mit einem Hochdrucksystem weit westlich von den Azoren, einen Tiefdruckkomplex über England und einem sich erneuerndem Hochdrucksystem über Skandinavien, welches zeitweise bis in die Mittelmeerregion hinunter reicht. Somit "gräbt" sich das Tief bei England bis nach Portugal hinunter ein, schiebt dabei das Azorenhoch weiter nach Westen und fördert im Verbund mit dem Hochdrucksystem bei Skandinavien teils sehr warme Luftmassen nach Deutschland. Das ist zum heutigen Stand für Anfang August die wahrscheinlichste Wettervariante (58 Prozent). Rein aus der Statistik heraus hat die Südwestwetterlage im August eine sehr hohe Eintreffwahrscheinlichkeit, wobei ein erstarkendes Skandinavienhoch auch so seine Probleme für Deutschland bringen kann. Das ist meist dann der Fall, wenn das Azorenhoch so weit entfernt ist, dass keine Hochdruckverbindung zwischen beiden System aufrecht erhalten werden kann. Die Folge daraus ist eine Lücke, in die die atlantischen Tiefdruckausläufer hinein stoßen und sich so richtig "austoben". Man nennt das auch eine Unterwanderung, bzw. südliche Westwetterlage, bei der üblicherweise auch Vb-Wetterlagen (Mittelmeertief) möglich sind. Anders ausgedrückt - es ist aktuell nur eine Frage der Zeit, wann die Hochdrucksysteme den Weg für Tiefdrucksysteme frei machen werden. Berücksichtigt man die Kontrollläufe, so scheint das zwischen dem 6./9. August der Fall zu sein - und auch hier schlägt die Statistik wieder zu, die besagt, dass der Zeitraum zwischen dem 4./8. August häufig von Tiefdruckeinfluss bestimmt ist, erst danach regenerieren sich die Hochdrucksysteme wieder. Das Langfristmodell bestätigt diese Theorie bedingt. Weite Teile von Spanien, Frankreich und auch der Südwesten von Deutschland, sowie der gesamte Alpenraum sollen deutlich zu nass und etwas zu kühl ausfallen, ebenso wie in den Gebieten östlich von Deutschland. Das sind klassische Mittelmeertief Zugbahnen. Zusammenfassend könnte der August durchaus warm ausfallen, hat aber weiterhin den Trend wechselhaft zu sein.
Die Mehrheit der Wettermodelle ist sich im Wettertrend für den letzten Sommermonat August einig - der Bestand des sommerlichen Wetters hat eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit (57 Prozent), als zu kalte Lösungen (38 Prozent). Im Detail nimmt dabei die Niederschlagswahrscheinlichkeit noch im ersten August-Drittel zu, wobei in der zweiten August-Hälfte durchaus wieder Hochdruck dominant sein kann. Warum das so ist? Das liegt an den Positionen der Wettersysteme. Das Azorenhoch liegt stabil in seiner Lage, wölbt sich ab und zu mal auf, so dass das Tief bei England auch seine Chancen bekommt. Gleichzeitig ist das Hoch über Skandinavien ebenfalls dominant, was den Durchbruch der atlantischen Frontalzone verhindern wird. Stattdessen gehen Azoren- und Skandinavienhoch immer wieder eine Verbindung ein, so dass die Südwestwetterlage als Lösung am wahrscheinlichsten sein wird (32 Prozent). Der Jetstream befindet sich zudem auch in einer (noch) günstigen Position, hat aber im Trend die Neigung sich nach Süden zu verlagern. Dabei nimmt er typische Trogpositionen ein, die aber allesamt vor Mitteleuropa liegen. In Summe bleibt die Südwestwetterlage mit vorübergehenden Störungseinflüssen der Tiefdrucksysteme über England, was aber für das Wetter im August sehr typisch ist. Das Langfristmodell zeigt in seiner Wetterprognose weiterhin normales Wetter im August - keine sonderlichen Abweichungen sind erkennbar.
Der Hochsommer dreht auf, ganz besonders zum kommenden Wochenende. Der Grund ist ein Tiefdrucksystem über England, auf dessen Vorderseite sehr warme Luft aus dem Süden über die Alpen nach Deutschland geführt wird. Bereits zum Sonntag hin rückt das Tief weiter nach Osten vor, so dass am Montag die ersten Ausläufer in Form von großflächigen Niederschlägen mit Gewittern und regionalem Unwetterpotential (Hagel, Starkregen, Blitzschlag, Sturmböen) Deutschland überqueren. Dabei schafft es zum heutigen Stand die atlantische Frontalzone nicht sich in Mitteleuropa festzusetzen, sondern wird von dem sich regenerierenden Hochdrucksystem bei Skandinavien nach Norden hin abgelenkt. Vereinfacht ausgedrückt kann sich über Mitteleuropa eine überwiegend dominierende Südwestwetterlage einstellen, wobei im Norden und Nordwesten mit mehr Niederschlag und mit +20/+24 Grad kühlere Temperaturen als mit +25/+29 Grad im Südosten zhu erwarten sind. Somit steht auch der Wettertrend für die ersten August Tage mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit schon fest - mehr dazu gegen 15:00 Uhr in einem aktualisierten Wettertrend zum August.
Die "Hundstage" halten in dieser Woche Einzug. Temperaturen von über +30 Grad, örtlich auch über +35 Grad sind zu erwarten - dazu steigt ab Mittwoch das Schauer- und Gewitterrisiko an. Zum kommenden Wochenende hin liegt Deutschland zwischen den Systemen - das Eine ist das Tief bei England, das Zweite ein Hoch von Finnland bis in das östliche Mittelmeer reichend. Damit wird der Zustrom von noch heißeren Luftmassen aus dem Süden ermöglicht (Vorderseitenwetter), so dass zum heutigen Stand die Temperaturen am Samstag und Sonntag auf +33/+39 Grad ansteigen können. Teils unwetterartige Niederschläge im Nordwesten kündigen aber den Wechsel bereits an, der in der neuen Woche dann über die "Bühne" gehen soll (Rückseitenwetter). Mehr dazu gegen 15:00 Uhr in einem aktualisierten Wettertrend zum Wetter im August.