Wetter Sommer 2013 - Wettervorhersage und Wetterprognose

Wetter im Sommer 2013 - Wettertrend vom 28. Juli

  • M. Hoffmann
Bis zum 4./6. August bleibt der Hochsommer mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von 59 Prozent erhalten. Darüber hinaus mehren sich die Hinweise auf eine Veränderung der Großwetterlage in der Form, dass sich über Skandinavien ein Tiefdrucksystem festigen kann. Das wäre das seit Tagen beschriebene langsame aber stetige anrennen der Tiefdrucksysteme gegen das "Hochhdruckbollwerk" und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Westwetter sich durchsetzen könnte. Das amerikanische Wettermodell sieht dabei eine Zeitweise Verschiebung der Druckgegensätze in Form einer Südwestwetterlage, wobei das Wetter im Süden im ersten August-Drittel weiterhin mit +25/+30 Grad sommerlich bleibt, während sich im Norden zunehmend starke Bewölkung mit zeitweiligem Regen und Temperaturen zwischen +20/+25 Grad bemerkbar macht - aber auch im Süden sind Aufgrund der Tiefdruckaktivität tägliche Schauer und Gewitter wahrscheinlich. Das europäische Wettermodell simuliert eine Unterwanderung des Hochdrucksystems bei Skandinavien, bei der die Tiefdrucksysteme zwischen England und Deutschland eine Lücke finden können und sich somit direkt über Deutschland positionieren können. Gleichzeitig strebt das Azorenhoch über England nach Norden und möchte gerne eine Verbindung zum Russlandhoch aufbauen. Sollte diese Simulation eintreten, so ist wechselhaftes, teils regnerisches Wetter mit Temperaturen zwischen +20/+25 Grad in ganz Deutschland die Folge daraus. Welches Szenario ist wahrscheinlicher? Wie gestern bereits beschrieben ist es nur eine Frage der Zeit, bis wechselhaftes und etwas kühleres Wetter in Deutschland wetterbestimmend sein wird. Statistisch betrachtet passiert das meist zwischen dem 4./10. August. Die Kontrollläufe simulieren ab dem 5./6. August mehrheitlich eine Normalisierung mit wechselhaften Wetter, wobei das Temperaturniveau weiterhin um 1-2 Grad gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel zu hoch ist. Das Langfristmodell zeigt in seiner heutigen Wettervorhersage eine leicht erhöhte Niederschlagsneigung bei normalen Temperaturen für das Wetter im August.

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Wetter im Sommer 2013 - Wettertrend vom 27. Juli

  • M. Hoffmann
War die Wetterentwicklung im August gestern noch unsicher, so nehmen die Übereinstimmungen der Wettermodelle heute zu. Das europäische Wettermodell kehrt dabei von seiner Version mit Tiefdruck bei Skandinavien ab und neigt zu der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells, die gegenüber gestern nahezu unverändert ist. Dabei ist weiterhin heißes Wetter in den ersten August-Tagen zu erwarten, da die südliche Luftanströmung nicht abreißen wird. Darüber hinaus wird die warme bis heiße Südwestwetterlage als wahrscheinliche Wetterlage eintreten (44 Prozent), bei der es im Nordwesten grundsätzlich etwas kühler (+20/+26 Grad) und wechselhafter ist, als im Südosten (+27/+33 Grad). Auch die Kontrollläufe machen gegenüber gestern einen deutlichen "Sprung" nach oben - aus einem gemäßigten, überwiegend normalen Wetterverlauf im August wurden die Durchschnittstemperaturen nun im Süden um +2/+4 Grad zu hoch angesetzt, während sie im Nordwesten überwiegend im normalen Bereich verbleiben , was die Wahrscheinlichkeit einer Südwestwetterlage unterstützt. Gibt es Hinweise auf ein Ende der "Hitzewelle"? Ja, die gibt es - wenn auch noch schwach ausgeprägt - zum Beginn des zweiten August-Drittels. Das Langfristmodell zeigt weiterhin eine normale Wetterentwicklung im August - sollte sich das bewahrheiten, so muss der positive Überschuss aus dem ersten August-Drittel irgendwann abgebaut werden.

Wetter im Sommer 2013 - Wettertrend vom 26. Juli

  • M. Hoffmann
Zunächst beginnt der August mit Temperaturen zwischen +25/+30 Grad hoch sommerlich, wobei die Wettermodelle ab dem 5. August unterschiedliche Simulationen über den weiteren Wetterverlauf zeigen. Das amerikanische Wettermodell positioniert das Azorenhoch wieder näher an Mitteleuropa, so dass eine mächtige Hochdruckbrücke zum skandinavischen Hochdrucksystem entstehen kann. Tiefdrucksysteme hätten keine Chance sich für einen längeren Zeitraum über Mitteleuropa festzusetzen. Dennoch bleibt auch nach dem amerikanischen Wettermodell der Grundcharakter wechselhaft, da eingelagerte Störungen für Schauer und Gewitter sorgen können. Die Temperaturen steigen im ersten August-Drittel überwiegend in Richtung 30 Grad Marke an. Völlig anders hingegen die Simulation des europäischen Wettermodells, welches das Hochdrucksystem nicht über Skandinavien sieht, sondern es nach Osten hin von einen Tiefdrucksystem ab drängen lässt. Dadurch wird der Weg über Skandinavien für ein Tiefdruckkern frei, so dass das Wetter ab dem 4. August nicht nur deutlich wechselhafter, sondern mit Tageswerten zwischen +17/+23 Grad auch spürbar kühler wird. Sollte diese Wetterlage eintreten, so hätte das erste August-Drittel einen wechselhaften und kühlen Grundcharakter. Was ist wahrscheinlicher? Geht es nach den Kontrollläufen, so sind die Simulationen der Wettermodelle jeweilige "Extreme" - die Mehrheit der Kontrollläufe stützt einen normalen Wetterverlauf, so dass die Schauer- und Gewittertendenz bleibt, jedoch mit Temperaturen zwischen +20/+25 das Wetter relativ angenehm wird. Auch das Langfristmodell unterstützt den normalen Wettertrend für August - im wesentlichen sind keine Abweichungen vom langjährigen Mittel zu erkennen.

Wetter im Sommer 2013 - Wettertrend vom 25. Juli

  • M. Hoffmann
Der Jetstream liegt Anfang August auf dem Atlanik in einer Position, die gar nichts anderes als sommerliche Temperaturen zulässt. Allerdings ist das Tief bei England nicht weit entfernt, so dass vor allem im Westen und Nordwesten es immer wieder zu Schauern mit Gewittern kommen kann. Die Großwetterlage zeigt sich in der Gestalt mit einem Hochdrucksystem weit westlich von den Azoren, einen Tiefdruckkomplex über England und einem sich erneuerndem Hochdrucksystem über Skandinavien, welches zeitweise bis in die Mittelmeerregion hinunter reicht. Somit "gräbt" sich das Tief bei England bis nach Portugal hinunter ein, schiebt dabei das Azorenhoch weiter nach Westen und fördert im Verbund mit dem Hochdrucksystem bei Skandinavien teils sehr warme Luftmassen nach Deutschland. Das ist zum heutigen Stand für Anfang August die wahrscheinlichste Wettervariante (58 Prozent). Rein aus der Statistik heraus hat die Südwestwetterlage im August eine sehr hohe Eintreffwahrscheinlichkeit, wobei ein erstarkendes Skandinavienhoch auch so seine Probleme für Deutschland bringen kann. Das ist meist dann der Fall, wenn das Azorenhoch so weit entfernt ist, dass keine Hochdruckverbindung zwischen beiden System aufrecht erhalten werden kann. Die Folge daraus ist eine Lücke, in die die atlantischen Tiefdruckausläufer hinein stoßen und sich so richtig "austoben". Man nennt das auch eine Unterwanderung, bzw. südliche Westwetterlage, bei der üblicherweise auch Vb-Wetterlagen (Mittelmeertief) möglich sind. Anders ausgedrückt - es ist aktuell nur eine Frage der Zeit, wann die Hochdrucksysteme den Weg für Tiefdrucksysteme frei machen werden. Berücksichtigt man die Kontrollläufe, so scheint das zwischen dem 6./9. August der Fall zu sein - und auch hier schlägt die Statistik wieder zu, die besagt, dass der Zeitraum zwischen dem 4./8. August häufig von Tiefdruckeinfluss bestimmt ist, erst danach regenerieren sich die Hochdrucksysteme wieder. Das Langfristmodell bestätigt diese Theorie bedingt. Weite Teile von Spanien, Frankreich und auch der Südwesten von Deutschland, sowie der gesamte Alpenraum sollen deutlich zu nass und etwas zu kühl ausfallen, ebenso wie in den Gebieten östlich von Deutschland. Das sind klassische Mittelmeertief Zugbahnen. Zusammenfassend könnte der August durchaus warm ausfallen, hat aber weiterhin den Trend wechselhaft zu sein.

Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +10,87 +1,95 +1,28 675 l/m²

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommerwetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wetter­singularitäten, welche im Sommer häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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