Es bleibt dabei - bis zum 7./10. August bleibt die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das sommerliche Wetter erhalten bleibt. Allerdings nimmt im Laufe der kommenden Woche das Gewitterrisiko zu, so dass besonders entlang der Mittelgebirge und in den Gebieten südlich davon mit fast täglichen Gewittern gerechnet werden muss. Der Grund hierfür liegt in der Höhenströmung, welche zum 3. August zunehmend aus feuchteren Regionen kommt. Im wesentlichen unterscheiden sich die Wettermodelle heute bereits ab dem 7. August. Das europäische Wettermodell zeigt erneut den Versuch eines Tiefdrucksystems sich über Skandinavien zu platzieren, ob das gelingt muss abgewartet werden, jedoch hätte das deutlich wechselhafteres und mit Temperaturen zwischen +20/+25 Grad auch kühleres Wetter zur Folge. Anders hingegen die Simulation des amerikanischen Wettermodells, welches die Hochdruckverbindung zwischen dem Azoren- und Mitteleuropahoch bis zum 12. August aufrecht erhalten kann, erst im weiteren Verlauf kann sich auch hier wechselhafteres Wetter durchsetzen. Somit festigt sich auch heute die Wahrscheinlichkeit (48 Prozent) von einer kühleren und wechselhaften Wetterperiode zum Beginn des zweiten August-Drittels. Die Kontrollläufe stützen dieses Szenario mehrheitlich seit einigen Tagen - so liegt bspw. das Temperaturspektrum am 8. August zwischen +15/+27 Grad, wobei das Mittel bei +23 Grad liegt. In der Wettervorhersage des Langfristmodells bleibt alles wie gehabt - das Wetter im August fällt gegenüber dem langjährigen Mittel normal aus.

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Es ist seit Tagen bereits kein Geheimnis mehr, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von zwischenzeitlich 64 Prozent das erste August-Drittel hochdruckdominiert werden wird und damit sommerlich bleibt. Am Grundrauschen der Kontrollläufe kann man frühestens zum 8./12. August eine wechselhaftere und kühlere Wetter-Periode ausfindig machen, was aber noch abzuwarten bleibt, da die Mehrheit der Kontrollläufe weiterhin relativ trockenes Wetter simuliert (evtl. Fortbestand der Hochdrucksituation). Warum ist das so? Ende Juli kann man sagen, dass wir es mit einem Ausgleichsverhalten zu tun haben. Das Wetter war im Frühjahr überwiegend von Tiefdrucksystemen bestimmt, etwas zu kühl, leicht zu nass und zu wenig Sonnenschein gab es obendrein. Im Sommer war das Wetter bislang zu warm, zu hell und zu trocken - wobei die Extremniederschläge der letzten Tage die Statistik etwas "verbiegen" werden. Ableitend daraus ist es nur eine Frage der Zeit, bis normalisierende Zustände hergestellt werden - man geht davon aus, dass dies im August oder September der Fall sein wird. Ansätze dazu findet man in den Wettermodellen immer wieder, welche i.d.R. aber verworfen werden und die Regenerierungsphase des Hochdrucksystems beginnt - ähnlich wie in 2003, wobei es hier eine Omegawetterlage war. Die Position des Jetstreams trägt im übrigen mit einer Trogstruktur vor Mitteleuropa im wesentlichen dazu bei, dass es in den kommenden Tagen so heiß wird. Das Langfristmodell interessiert die ersten heißen August-Tage wenig und es bleibt bei seiner Wettervorhersage der letzten Tage - ein normaler Wetterverlauf im August sowohl bei den Temperaturen, als auch in der Niederschlagsprognose. Das ist ein weiteres Indiz für einen Wetterumschwung im August, denn der Wärmeüberschuss muss erst abgebaut werden, damit ein Normalwert erreicht werden kann. Statistisch gesehen endet die Hochsommerphase um den 13. August herum mit wechselhafteren und kühlerem Wetter, bevor es zum 20. August in die Spätsommerphase übergeht.
Sah es im gestrigen Wettertrend ab dem 4./7. August nach etwas kühlerem und wechselhafteren Wetter aus, so simulieren heute beide Wettermodelle wieder eine überwiegend hochdruckdominierende Wetterlage über Mitteleuropa. Somit passt sich das europäische Wettermodell langsam dem amerikanischen Wettermodell an. Wie sieht die Wetterentwicklung aus? Anfang August kommt es zu einer erneuten Hitzeperiode mit Temperaturen von bis, bzw. deutlich über +30 Grad. Ab dem 5./7. wird zum heutigen Stand das Hoch über Mitteleuropa durch ein "Trogabfall" bei Portugal gestützt, so dass mit dem Hoch das sommerliche Wetter im ersten August-Drittel dominierend sein sollte. Die Kontrollläufe sind sich aber keineswegs sicher, dass das beschriebene Szenario ab dem 5. August auch tatsächlich so eintreffen wird, dennoch wird mehrheitlich eine bis zu +7 Grad zu warme Wetterlage gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel simuliert - ein Indiz für den Fortbestand des sommerlichen Wetters. Das Temperaturspektrum zeigt bspw. für den 7. August mögliche Werte zwischen +21/+33 Grad, wobei der Mittelwert bei +29 Grad liegt. Erst zum 9./11. August nimmt die Tendenz nach unten hin zu. Das Langfristmodell bleibt "stur" bei seiner Wettervorhersage - normales Wetter im August, sowohl bei den Temperaturen, als auch in der Niederschlagsprognose.
Bis zum 4./6. August bleibt der Hochsommer mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von 59 Prozent erhalten. Darüber hinaus mehren sich die Hinweise auf eine Veränderung der Großwetterlage in der Form, dass sich über Skandinavien ein Tiefdrucksystem festigen kann. Das wäre das seit Tagen beschriebene langsame aber stetige anrennen der Tiefdrucksysteme gegen das "Hochhdruckbollwerk" und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Westwetter sich durchsetzen könnte. Das amerikanische Wettermodell sieht dabei eine Zeitweise Verschiebung der Druckgegensätze in Form einer Südwestwetterlage, wobei das Wetter im Süden im ersten August-Drittel weiterhin mit +25/+30 Grad sommerlich bleibt, während sich im Norden zunehmend starke Bewölkung mit zeitweiligem Regen und Temperaturen zwischen +20/+25 Grad bemerkbar macht - aber auch im Süden sind Aufgrund der Tiefdruckaktivität tägliche Schauer und Gewitter wahrscheinlich. Das europäische Wettermodell simuliert eine Unterwanderung des Hochdrucksystems bei Skandinavien, bei der die Tiefdrucksysteme zwischen England und Deutschland eine Lücke finden können und sich somit direkt über Deutschland positionieren können. Gleichzeitig strebt das Azorenhoch über England nach Norden und möchte gerne eine Verbindung zum Russlandhoch aufbauen. Sollte diese Simulation eintreten, so ist wechselhaftes, teils regnerisches Wetter mit Temperaturen zwischen +20/+25 Grad in ganz Deutschland die Folge daraus. Welches Szenario ist wahrscheinlicher? Wie gestern bereits beschrieben ist es nur eine Frage der Zeit, bis wechselhaftes und etwas kühleres Wetter in Deutschland wetterbestimmend sein wird. Statistisch betrachtet passiert das meist zwischen dem 4./10. August. Die Kontrollläufe simulieren ab dem 5./6. August mehrheitlich eine Normalisierung mit wechselhaften Wetter, wobei das Temperaturniveau weiterhin um 1-2 Grad gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel zu hoch ist. Das Langfristmodell zeigt in seiner heutigen Wettervorhersage eine leicht erhöhte Niederschlagsneigung bei normalen Temperaturen für das Wetter im August.
War die Wetterentwicklung im August gestern noch unsicher, so nehmen die Übereinstimmungen der Wettermodelle heute zu. Das europäische Wettermodell kehrt dabei von seiner Version mit Tiefdruck bei Skandinavien ab und neigt zu der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells, die gegenüber gestern nahezu unverändert ist. Dabei ist weiterhin heißes Wetter in den ersten August-Tagen zu erwarten, da die südliche Luftanströmung nicht abreißen wird. Darüber hinaus wird die warme bis heiße Südwestwetterlage als wahrscheinliche Wetterlage eintreten (44 Prozent), bei der es im Nordwesten grundsätzlich etwas kühler (+20/+26 Grad) und wechselhafter ist, als im Südosten (+27/+33 Grad). Auch die Kontrollläufe machen gegenüber gestern einen deutlichen "Sprung" nach oben - aus einem gemäßigten, überwiegend normalen Wetterverlauf im August wurden die Durchschnittstemperaturen nun im Süden um +2/+4 Grad zu hoch angesetzt, während sie im Nordwesten überwiegend im normalen Bereich verbleiben , was die Wahrscheinlichkeit einer Südwestwetterlage unterstützt. Gibt es Hinweise auf ein Ende der "Hitzewelle"? Ja, die gibt es - wenn auch noch schwach ausgeprägt - zum Beginn des zweiten August-Drittels. Das Langfristmodell zeigt weiterhin eine normale Wetterentwicklung im August - sollte sich das bewahrheiten, so muss der positive Überschuss aus dem ersten August-Drittel irgendwann abgebaut werden.