Langsam, aber in steten Schritten gelingt es der atlantischen Frontalzone in der kommenden Woche sich bis nach Skandinavien auszubreiten. Deutschland gelangt dabei in eine zunächst südliche, später in eine Südwest- bis Westströmung. So bleibt das Wetter noch bis zum Donnerstag mit +24/+31 Grad sommerlich, dabei nehmen die Schauer- und Gewitteraktivitäten zu. Zum kommenden Wochenende kühlt es sich im Allgemeinen auf +20/+25 Grad ab und die Schauer nehmen wieder ab, so dass - zumindest der Samstag und Sonntag - recht trocken ausfallen könnten. Darüber hinaus bleibt die weitere Wetterentwicklung unsicher. Gemäß dem amerikanischen Wettermodell schafft es das Azorenhoch einen Hochdruckkeil nach Mitteleuropa zu platzieren, so dass es etwa südlich der Mittelgebirge rasch wieder hoch sommerlich werden könnte, während im Norden der wechselhafte und kühlere Wettercharakter noch etwas länger andauern könnte. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist die Tiefdrucksituation über Skandinavien ähnlich, jedoch kann sich hier das Azorenhoch nicht bis nach Mitteleuropa durchsetzen - wechselhaftes und mit +19/+24 Grad kühleres Wetter wäre demnach in ganz Deutschland im zweiten August-Drittel wetterbestimmend. Die Kontrollläufe stützen weiterhin mehrheitlich den normalen Wettertrend im zweiten August-Drittel - so liegt bspw. das Temperaturspektrum am 15. August zwischen +15/+26 Grad und der Mittelwert liegt bei +22 Grad - der Wettertrend ist damit eindeutig - Temperaturen jenseits der 30 Grad Marke werden im zweiten August-Drittel nur selten bis gar nicht erreicht werden. Das Langfristmodell bleibt ebenfalls bei seiner Wettervorhersage für August - normal.

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Ab Mittwoch stellt sich in Etappen die Großwetterlage um - dabei gewinnt mehr und mehr die atlantische Frontalzone an Einfluss auf das Wetter in Mitteleuropa. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so ist der wechselhafte Einfluss im Norden größer, als im Süden, wo sich phasenweise zwischen dem 10./15. August ein Hochdruckkeil des Azorenhochs bemerkbar machen kann. Die möglichen Temperaturen liegen dabei im Norden zwischen +17/+24 Grad, während es im Süden +22/+27 Grad sein können. Das europäische Wettermodell sieht diese Entwicklung ähnlich, jedoch bleibt die Hochdruckverbindung zwischen dem Azoren- und Russlandhoch erhalten, was eine potentielle Südwestwetterlage in Bereich des Möglichen lässt. Die Kontrollläufe sehen im gesamten zweiten August-Drittel eine Normalisierung der Temperaturen auf Werte zwischen +20/+27 Grad - die Niederschlagsprognose fällt dabei eher verhalten aus. Das Langfristmodell bleibt bei seiner Wettervorhersage für den August dabei - normale Temperaturen, normale Niederschlagsverhältnisse - im Umkehrschluss bedeutet das nach einen zu warmen ersten August-Drittel, dass nun eine etwas zu kühle Wetterphase zum Ausgleich eintreten soll.
Klammheimlich und nicht brachial, geht der sehr wahrscheinlich gewordene (64 Prozent) Wetterwechsel ab Mittwoch über die Bühne. Dabei dreht die Luftströmung bereits ab Dienstag langsam auf süd- bis westliche Richtungen, was sich mit einer zunehmenden Gewitterneigung bemerkbar machen wird. Die Temperaturen steigen bis zum kommenden Wochenende - je nach Bewölkungsgrad und Niederschlagsmenge - meist auf Werte zwischen +24/+29 Grad. Zum Wochenende selbst macht sich von Süden her langsam wieder mehr Hochdruck bemerkbar (51 Prozent), so dass die Gewitterneigung im Süden nachlassen wird. Die Temperaturen steigen im zeitweise stark bis wechselnd bewölkten Nordwesten auf +21/+25 Grad, sonst sind es meist Werte zwischen +24/+29 Grad. Zwischen dem 10./15. August ist und bleibt ein zunehmend wechselhafter und mit +17/+23 Grad deutlich kühlerer Wetterabschnitt die wahrscheinlichste Variante. Beide Wettermodelle simulieren eine westliche, teils nordwestliche Luftströmung über Mitteleuropa, wobei insbesondere das europäische Wettermodell das sommerliche Wetter noch bis 12. August verlängern könnte. Anders ausgedrückt - auch wenn ein kühlerer Wetterabschnitt wahrscheinlich erscheint - sicher ist das noch nicht. Die Kontrollläufe bestätigen mehrheitlich eine Normalisierung der Temperaturen zum 10. August hin und die Niederschlagstätigkeit zeigt sich erhöht, aber nicht in den Maße, dass tagelanger Dauerregen zu erwarten wäre.
Der seit Tagen angekündigte Wetterwechsel wird zunehmend konkreter. So simuliert das amerikanische Wettermodell den Beginn der Umstellung bereits zum 7. August, wobei der Austausch der Luftmassen erst am 8./9. August erfolgt. Dabei läuft eine ganze Welle von Tiefdrucksystemen gegen das Hoch an, welches Letzten Endes sich genötigt sieht, nach Osten auszuweichen bis sich zum 10. August hin tiefer Luftdruck über Skandinavien platzieren kann. Die Übergangsphase wird dabei turbulent sein und kann durchaus mit Unwettern einhergehen. Sollte dieses Szenario so eintreten, sinken die Tageswerte bis zum nächsten Wochenende auf etwa +18/+23 Grad ab. Das europäische Wettermodell simuliert die Wetterlage mit ähnlichem Ergebnis - Wetterumschwung beginnend ab 7. August mit Vollendung zum 10. August - Temperaturen demnach noch etwas tiefer. Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich zum 8./9. August die kühlere und wechselhafte Wetterphase im zweiten August-Drittel. Bleibt abzuwarten, inwieweit sich das Tiefdrucksystem über Skandinavien manifestieren kann. Aktuell sieht es nach einer längeren normalen bis leicht zu kühlen Wetterphase aus. Das Temperaturspektrum liegt am 13. August zwischen +15/+25 Grad, wobei das Mittel bei +19 Grad liegt.
Bis zum 8. August ist das hoch sommerliche Wetter äußerst wahrscheinlich, auch wenn im Nordwesten vermehrte Gewitter und Niederschläge auftreten werden. Darüber hinaus mehren sich - wie seit Tagen beschrieben - die Unsicherheiten, so dass die Wahrscheinlichkeit für eine wechselhafte Wetterphase zum zweiten August-Drittel hin zunehmen wird. Warum? Das Hochdrucksystem, welches Mitteleuropa derzeit die hohen, ja teils heißen Temperaturen bringt schwächt sich zunehmend ab und Tiefruck schafft es bis nach Skandinavien vorzudringen. Das war in den vergangenen Simulationen schon des Öfteren der Fall und wurde auch wieder verworfen, was ist diesmal anders? Der Winter stattet Grönland zum 7. August einen Kurzbesuch ab - dabei spielt dort ein Hoch- und ein Tiefdrucksystem eine entscheidende Rolle - einfach ausgedrückt wird mit diesen Wettersystemen die kalte Luft über Island bis nach England geführt, prallt dort aber auf die wärmeren Luftmassen, was ein Tiefdrucksystem größeren Ausmaßes provoziert. Diese Tiefdrucksystem positioniert sich zwischen dem 8./12. August zwischen England und Skandinavien - "Frischluftzufuhr" und mehr Regen ist die Folge daraus. Solche Wetterlagen sind im Sommer aber meist von kurzer Dauer, da sich der Winter in Grönland (noch) nicht festsetzen kann. Anders ausgedrückt ist zum Beginn des zweiten August-Drittels mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer wechselhaften Wetterperiode zu rechnen, die zur Monatsmitte aber wieder in eine normale und August-typische Wetterlage kippen kann. Das Langfristmodell zeigt keinerlei Reaktion - das Wetter im August wird nach der aktuellen Wettervorhersage gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel und Niederschlags-soll normal ausfallen. Die Kontrollläufe zeigen mit einem Temperaturspektrum bspw. am 13. August mit +14/+26 Grad und einem Mittelwert von +21 Grad, wohin die Reise gehen kann.