Blickt man heute auf die Wettermodelle, so sieht man ab Donnerstag eine Hochdruckblockade auf dem Atlantik, ein Tiefdrucksystem westlich von Deutschland, welches in Richtung Spanien und Portugal "abrutscht" und ein Hochdruckgebiet östlich von Deutschland. Im Zusammenspiel dieser Systeme kommt im breiten Strom heiße Luft über die Alpen zu uns. Somit können die Temperaturen am kommenden Wochenende durchaus verbreitet sommerliche 26/30 Grad erreichen, örtlich auch darüber. Das Tief im Westen ist relativ nah und sorgt somit für feuchte Nachschub und tägliche gewittrige Schauer - ganz trocken wird es also nicht. Zwischenzeitlich zeigen beide Wettermodelle dieses Szenario, somit steigt die Trendprognosegüte auf rund 65% an. Im weiteren Verlauf wird es wieder wechselhafter, wobei die Umstellung zu einer stabileren Hochdruckwetterlage (Hochdruckbrücke Azoren - Skandinavien) um den 20. Juni herum recht Aussichtsreich ist (48%) - richtiges Sommerwetter ist somit im letzten Juni Drittel nicht auszuschließen. Für das Wetter im Sommer zeigt das Langfristmodell einen leicht zu kühlen Juni, einen normalen Juli und einen leicht zu warmen August. Bei den Temperaturen - zum heutigen Stand - ein ganz normaler Sommer. Im Niederschlagsverhalten gibt es im Juni im Süden einen Überschuss, der Juli soll vor allem im Norden zu trocken werden, im Süden normal und der August zeigt sich ebenfalls normal. Blickt man auf Europa, so zeigt sich das nördliche Europa im Juni deutlich zu nass, während es im Südosten sehr trocken werden soll. Im Juli und August trocknet das nördliche Europa ab und im Süden kommt es demnach zu vermehrten Niederschlägen. Im Grunde zeigt das Langfristmodell eine nicht ganz stabile Hochdruckwetterlage zwischen Skandinavien und dem nördlichen Deutschland, so dass die Tiefdrucksysteme den "Umweg" über das Mittelmeer nehmen müssen.

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