Die Großwetterlage besteht derzeit aus einem blockierenden Hochdrucksystem auf dem Atlantik und einem sich in Mitteleuropa immer "wohler fühlenden" Trogsystem, wobi im östlichen Europa ein kräftiges Hochdrucksystem dagegen hält. Die Folge daraus ist eine südliche Luftströmung in Deutschland mit relativ warmen Temperaturen und wechselhaftem Wetter - Tendenziell kommt der Osten dabei "besser" weg. Im weiteren Verlauf zieht das Trogsystem langsam nach Osten hin ab - es ist also nur eine Frage der Zeit, bis herbstliche Temperaturen nach Deutschland kommen. Geht es nach den Wettermodellen, so könnte das im ersten Oktober Drittel in Form eines skandinavischen Zentraltiefs schon der Fall sein. Das Langfristmodell geht in seiner Wetterprognose für das Wetter im Herbst 2012 von einem leicht zu trockenen und zu warmen Oktober und einem relativ normalen Wetter im November aus. Das Langfristmodell des Deutschen Wetterdienstes sieht den Wettertrend für den Herbst 2012 ebenfalls normal (34%) bis leicht zu warm (36%).

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Das Wetter im Herbst entscheidet in der Statistik schon oft, wie der Winter werden wird. Eine Singularität haben der Oktober und November gemeinsam - sind beide Monate zu kalt, wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 80% der darauf folgende März zu warm (ja, der März ist kein Wintermonat mehr, dennoch ist der Märzwinter "gefürchtet"), In diesem Jahr gibt es vermehrte Hinweise, dass die Herbstmonate September und Oktober zu trocken und leicht zu warm ausfallen werden. Aber erste Modellsimulationen zeigen auch bereits die kräftigen Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik (Mitte September), welche gegen ein kräftiges Hochdrucksystem über Mitteleuropa "anrennen" werden. Bis dahin zeigt sich der Wettertrend für den Herbst mit 20/25 eher spät sommerlich. Das Langfristmodell zeigt für den September normale Temperaturen und einen deutlich zu trockenen Süden von Deutschland. Ähnliches Bild im Oktober, wobei hier der Hochdruck im skandinavischen Raum liegt. Für November liegt noch kein klarer Wettertrend vor - der skandinavische Raum wird etwas zu warm und zu trocken simuliert. Denkbar ist eine Hochdruckkonstellation, die bis in den November hinein anhalten kann, denn der Westen von Europa wird etwas zu nass gerechnet (Tiefdrucksysteme werden im Westen "gebremst"). Der Wettertrend geht zum heutigen Stand von schönem Spätsommer, bzw. Altweibersommerwetter aus.