Am heutigen Mittwoch und Donnerstag nehmen die sonnigen Anteile zu und es wird von Süd nach Nord durchgängig wärmer, so dass vielerorts frühlingshafte Temperaturwerte erreicht werden können. Doch bereits zum Freitag kündigt sich mit einer nördlichen Strömung ein Wetterwechsel an, welcher sich bis zum Montag fortführt. So wird es wieder unbeständiger und kühler. Unter bestimmten Voraussetzungen sind auch wieder Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer zu erwarten und die Schneefallgrenze selbst kann bis zum Montag auf 600-1.100 Meter absinken. In den Nächten ab Samstag ist generell wieder mit leichtem Nachtfrost zu rechnen (Wetter April).

Wie geht es weiter? Das Zirkulationsmuster ist über Deutschland, Österreich und die Schweiz meridional ausgeprägt (Nord-Süd, Süd-Nord), so dass sich an den "unterkühlten" Temperaturwerten bis Ende April wenig verändern kann. Der voraussichtliche Tiefstwert der Temperaturen könnte mit +2/+9 Grad am 25./26. April erreicht werden. Im weiteren Verlauf zeichnet sich eine langsam ansteigende Temperaturtendenz in Richtung Jahreszeit-typische Temperaturen ab. Die Temperaturen selbst bewegen sich dahin mit einer Abweichung von 3/6 Grad unter dem Jahreszeit-typischen Wert und fallen zu kühl aus.

Betrachtet man die aktuelle Abweichung des Temperaturmittels der bereits vergangenen April-Tage, so liegt diese aktuell bei einem Überschuss von +1,9 Grad. Gut möglich also, dass die nun zu kühlen Tage im letzten April-Drittel das Temperaturmittel noch normalisieren könnten.

Was genau ist die Ursache für die zu kalte Witterung? Das hängt in der Konstellation von einem Hochdruck- und einem Tiefdrucksystem zusammen. Das Hochdrucksystem liegt vom 21./30. April gegenüber der atlantischen Frontalzone, bzw. deren Tiefdruckrinne in blockierender Position im Bereich zwischen Grönland, Island und den Azoren. Gleichzeitig positioniert sich über Skandinavien ein Tiefdrucksystem, welches seine Gradienten auch über das südliche Skandinavien bis nach Deutschland, Österreich und die Schweiz ausweiten kann. Da sich Hochdrucksysteme im und Tiefdrucksysteme gegen den Uhrzeigersinn drehen, gelangt Mitteleuropa in ein nördlich ausgerichtetes Zirkulationsmuster, wodurch Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden geführt werden können. Der Wettercharakter bleibt bei einer relativ hohen Schauerneigung vielfach unbeständig. Ob sich daran Anfang Mai etwas ändern kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Witterungstrend zum Wetter Mai.

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