Der Donnerstag ist mit +14/+18 Grad über dem Süden und mit +10/+15 Grad über dem Norden wohl noch der wärmste Tag der Woche, bevor es am Wochenende wieder kühler und unbeständiger werden kann. Bis zum Sonntag könnte verbreitet noch nicht einmal mehr die +10 Grad Marke erreicht werden und die Schauer könnten unter bestimmten Voraussetzungen bis in tiefere Lagen hinab als Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer niedergehen - die Schneefallgrenze selbst kann zwischen 800-1.200 Meter schwanken und in den Nächten ist wieder mit Frost zu rechnen (s. Wetter April).

Die Wetterentwicklung, welche für die Abkühlung verantwortlich sein wird, wird bereits heute schon in Gang gesetzt. So strebt ein Hochdruckkeil von der Mittelmeerregion in Richtung England/Island und festigt dort seine Position in Form eines Hochdruckkerns, welcher sich in den darauf folgenden Tagen bis zum 23. April in einer recht kräftigen Hochdruckstruktur sich zwischen Grönland und den Azoren positionieren kann. In Folge dessen wird die atlantische Frontalzone frühzeitig blockiert und das Strömungsmuster meridionalisiert (Nord-Süd, Süd-Nord), so dass ein Tiefdrucksystem über Skandinavien seine Gradienten bis über die Mittelmeerregion ausweiten kann.

In Folge dessen kommt es zu dieser Anströmung kühler Luftmassen arktischen Ursprungs. Da die Wetterlage als "stabil" zu bezeichnen ist, wird sich voraussichtlich bis Ende April nur unwesentlich etwas daran verändern. Warum? Das Hochdrucksystem auf dem Atlantik erreicht nach den jüngsten Simulationen der Wettermodelle zum 25. April einen Kerndruck, welcher zwischen 1030 hPa und 1040 hPa liegen kann und zusammen mit einer von Nord nach Süd verlaufenden Hochdruckachse ein stabiles Konstrukt abbildet. Selbst wenn die Tiefdrucksysteme sich bei Neufundland in kürze der Zeit noch gegen das Hochdrucksystem behaupten könnten, so reicht die Zeit bis Ende April nicht mehr aus, um einen nachhaltigen Wetterumschwung herbeizuführen.

Eher das Gegenteil könnte der Fall sein. Dadurch, dass sich Hochdrucksysteme im und Tiefdrucksysteme gegen den Uhrzeigersinn drehen, werden über dem östlichen Kanada und Grönland recht milde Luftmassen nach Norden geführt, was die Tiefdruckproduktion auf dem Atlantik weiter abschwächt. Solche Wetterlagen kommen häufiger in den Wintermonaten vor und werden von den Freunden des Winterwetters "bejubelt", da in weiterer Abfolge das Zirkulationsmuster an Dynamik verliert und zunehmend mäandriert (verschlungen, schwach ausgeprägt, wenig Struktur) und es gerade im Winter für eisige Temperaturen mit etwas Schneefall sorgen kann.

Die Kontrollläufe bestätigen ja bereits seit Tagen den Abkühlungsprozess im letzten April-Drittel, so auch heute wieder. So liegt das Temperaturspektrum am 25. April zwischen +4/+11 Grad (Mittelwert: +7/+9 Grad) und am 30. April zwischen +7/+21 Grad (Mittelwert: +12/+14 Grad) - es geht also ein Stück weit wieder Aufwärts mit den Temperaturen zum Ende des Monats - ob sich das im Mai fortsetzen kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter Mai.

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