Am kommenden Wochenende steht eine komplexe Wetterentwicklung bevor. So simulieren die Wettermodelle für von Freitag bis einschließlich Sonntag unterschiedliche Varianten, was die Genauigkeit der Wettervorhersage noch in Frage stellt. Eines ist bereits aber abzusehen - es bleibt unbeständig. Die Frage die sich jedoch stellen wird: wie kräftig fallen die Niederschläge aus und wie warm, bzw. kalt kann es werden (s. Wetter April).

Das amerikanische Wettermodell simuliert bereits zum Samstag ein Tiefdrucksystem über dem südlichen Skandinavien, welches in der Höhe mit einer nordwestlichen Grundströmung kühlere Luftmassen nach Deutschland führen kann. Zum Teil kann in ca. 1.500 Meter Höhe die -5 Grad Marke unterschritten werden, was zum Sonntag die apriltypischen Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer ermöglichen könnte.

Anders die Berechnungen des europäischen Wettermodells - dort wird das Tiefdrucksystem über Skandinavien weiter nördlich berechnet, so dass Deutschland noch bis Sonntag im relativ warmen Zustrom der Luftmassen aus südwestlichen Richtungen verbleiben kann. Statt Schnee- und Graupelschauer währen bei frühlingshaften Temperaturen allenfalls Regenschauer zu erwarten.

Was aber ist für die Wettervorhersage wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe bestätigen mehrheitlich einen Temperaturrückgang zum 16./17. April, welcher am 16. April über dem Norden beginnen und zum 17. April auch den Süden erreichen kann. Die "extreme" Berechnungen vom amerikanischen Wettermodell finden aber (noch) keine Bestätigung.

Das es wieder kühler werden wird, das zeigten beide Wettermodelle in den letzten Tagen immer wieder, was noch nicht so klar war, ob das Wochenende bereits davon betroffen sein könnte. In den heutigen Berechnungen hat sich nur unwesentlich etwas verändert, nur eben, dass sich der Zeitraum etwas nach vorne verschoben hat.

Wie sieht die Wetterlage aus, welche kühlere Temperaturen im Zeitraum 17./26. April bringen könnte? Ein Hochdrucksystem spielt dabei die Hauptrolle. Nach beiden Wettermodellen zeigt sich zum 18. April der Aufbau von hohem Luftdruck im Bereich zwischen England, Island und Grönland. Damit wird die atlantische Frontalzone und deren Tiefdruckrinne frühzeitig blockiert. Gleichzeitig befindet sich über dem skandinavischen Raum ein kräftiger Tiefdruckkomplex und da sich Hochdrucksysteme im und Tiefdrucksysteme gegen den Uhrzeigersinn drehen, können kühle, teils auch kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden geführt werden. In Folge dessen sind im Zeitraum 18./26. April apriltypische Wetterentwicklungen zu erwarten, welche kurzzeitig milde Luftmassen heranführen und nachfolgend kältere Temperaturwerte innerhalb kürzester Zeit ermöglichen können. Anders formuliert: an einen Tag noch Sonnenschein und kurz darauf sind Schnee-, Schneeregen oder Graupelschauer nicht auszuschließen.

Die Kontrollläufe stützen diesen normalen bis leicht zu kühlen Temperaturtrend mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 20. April zwischen +5/+20 Grad (Mittelwert: +11 Grad über dem Norden, +12 Grad über dem Osten und +14/+15 Grad über dem Westen und Süden) und am 26. April zwischen +4/+20 Grad (Mittelwert: +12/+13 Grad). Wie sind die Wahrscheinlichkeiten für Schnee-, Schneeregen, oder Graupelschauer einzustufen? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+10) / normal (+13/+16) / zu warm (>+17), liegen am 23. April bei 65/25/10 und am 28. April bei 40/35/25. Die Wahrscheinlichkeiten für Schnee-, Schneeregen, oder Graupelschauer liegen am 23. April bei 20 Prozent und am 28. April bei 15 Prozent.

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