Die Neigung zu Regenschauer und Gewitter nimmt ab kommenden Montag von Südwesten her zu und hält sich bis zum Mittwoch. Dabei verschieben sich die Schwerpunkte der Regenfälle am Montag auf Dienstag von Süd nach Nord und von Dienstag auf Mittwoch von Nord nach Süd. Die Temperaturen bleiben dabei vielfach im frühlingshaft milden Bereich (Details: Wettervorhersage April).

Im Zeitraum zwischen dem 14./18. April liegt - wie in den letzten Simulationen bereits auch - ein kräftiger Tiefdruckwirbel im Bereich zwischen England, den Azoren und Portugal/Spanien, während sich das ursprüngliche Azorenhoch westlich der Azoren bis nach Island/Grönland erstrecken kann. Das führt demnach zu einer Zufuhr kühler Luftmassen über das europäische Nordmeer, Island bis zu den Azoren, teils auch bis zu den kanarischen Inseln hinunter. Deutschland, Österreich und die Schweiz verbleiben jedoch auf der milden, teils warmen Vorderseite des Tiefdrucksystems, so dass die Temperaturen - im Vergleich zu den Jahreszeit-typischen Werten - auf hohem Niveau verbleiben können. Dabei strebt das Tiefdrucksystem im Zeitraum zwischen dem 16./18. April (nächstes Wochenende) weiter nach Nordosten, so dass Deutschland in den Zustrom noch wärmer, aber auch feuchter Luftmassen gelangen könnte. Wie warm würde es werden? Simuliert werden Temperaturwerte, welche +15/+20 Grad und örtlich bis +23 Grad erreichen können.

Darüber sind sich die Simulationen der Wettermodelle weitgehend einig. Diese Wetterlage hält jedoch nicht ewig und die Verlagerung des Tiefdruckkerns zum kommenden Wochenende kündigt schon die Veränderung der Großwetterlage an. Eine Entwicklungsvariante sticht dabei besonders hervor und ist zum heutigen Stand auch die wahrscheinlichste Variante. Über dem grönländischen Raum können sich Tiefdrucksysteme positionieren und drängen dabei den Hochdruckkeil des Hochs westlich der Azoren weiter nach Süden zurück. Gleichzeitig strebt das Tiefdrucksystem vor Mitteleuropa weiter nach Norden und verbindet sich mit der atlantischen Frontalzone, so dass das Zirkulationsmuster eine normalisierende Struktur annehmen kann. Im weiteren Verlauf kommt es im Zeitraum vom 19./24. April zu zwei möglichen Wetteroptionen. Die erste ist westlich orientiert, so dass es unbeständig bleibt, die Temperaturwerte aber stets kühler werden können und im Trend eine Normalisierung aufweisen. In der zweiten Option kann sich ein Hochdruckkeil des Azorenhochs nach Mitteleuropa ausweiten, so dass der Wettercharakter südwestlich ausgeprägt ist und über dem Nordwesten wechselhafter als über dem Südosten ausfallen kann. Die Temperaturwerte verbeiben im milden Bereich und liegen knapp über dem Jahreszeit-typischen Wert.

Die Kontrollläufe stützen bereits seit Tagen den sich normalisierenden Temperaturtrend zum Beginn des letzten April-Drittels - so auch heute. Das Temperatursektrum liegt am Sonntag, den 17. April zwischen +3/+24 Grad (Mittelwert: +14 Grad über dem Norden, sonst +15/+17 Grad) und am 24. April zwischen +5/+20 Grad (Mittelwert: +12/+13 Grad). So bestätigt sich der sich normalisierende Temperaturtrend. Noch etwas deutlicher zeigt sich das in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+10) / normal (+11/+16) / zu warm (>+17), welche am 19. April bei 25/55/20 und am 24. April bei 40/50/10 liegen. Ist ein Kaltluftausbruch in Sicht? Die sonst im April so typischen Schneeschauer sind noch nicht "vom Tisch" und gerade nach den heutigen Berechnungen im Zeitraum des letzten April-Drittels durchaus noch möglich.

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