Ab Mittwoch wird es kühler und zum Donnerstag könnte unter bestimmten Voraussetzungen die Schneefallgrenze örtlich bis auf 700 Meter absinken, schwankt jedoch zumeist zwischen 1.000 - 1.500 Meter. Neben den kühler werdenden Temperaturen bleibt bis einschließlich Sonntag die Neigung zu Schauern, welche entlang des Alpenrandes auch länger anhaltend sein können, erhalten. Blickt man auf die Niederschlagsprognose bis einschließlich Sonntag, so erkennt man mit 20-40 l/m² den Schwerpunkt der Niederschläge über dem Westen, Südwesten und entlang des Alpenrandes, wo örtlich auch bis 60 l/m² simuliert werden, sonst bewegen sich die Niederschlagssummen zwischen 10-20 l/m² und können über dem Osten mit 2-10 l/m² auch geringer ausfallen (s. Wetter April).

Wie geht es weiter, kommt der Frühling zurück oder bleibt es bei dem apriltypischen Wetter? Die Simulationen der letzten Tage bestätigen sich auch heute erneut. So simulieren beide Wettermodelle ein nach Norden aufstrebendes Azorenhoch, welches sich bis zum 12. April von den westlichen Azoren über Neufundland bis nach Grönland und Island erstrecken kann. Die Hochdruckachse verläuft dabei von Südwest nach Nordost. Auf der östlichen Seite des Hochdrucksystems kann sich ein Tiefdruckgebiet positionieren und nimmt dabei ebenfalls eine von Südwest nach Nordost verlaufenden Tiefdruckachse ein.

Im Zusammenspiel beider Systeme werden relativ kalte Luftmassen vom europäischen Nordmeer bis zu den Azoren hinunter geführt, was stabilisierend auf die Konstellation beider Systeme zueinander wirken kann. Gleichzeitig entsteht zum 12. April ein Hochdrucksystem über der Mittelmeerregion und ein Hochdrucksystem über dem westlichen Russland.

Das zu Grunde liegende Zirkulationsmuster ist meridional ausgeprägt (Nord-Süd, Süd-Nord) und mit der vollständigen Hochdruckblockade auf dem Atlantik spricht man von einer sog. "gestörten Zirkulation" (normal West-Ost). Deutschland, Österreich und die Schweiz würden nach diesen Simulationen auf der relativ milden bis warmen Vorderseite des Troges liegen, jedoch ist der Tiefdruckeinfluss so hoch, dass der Grundcharakter beim Wetter im Zeitraum 11./17. April wechselhaft bleiben kann.

Die Kontrollläufe bestätigen auch heute den leicht bis mäßig wechselhaften Grundcharakter des Wetters im zweiten April-Drittel. Die Temperaturtendenz zeigt dabei leicht in die positive Richtung. So liegt das Temperaturspektrum am 13. April zwischen +8/+20 Grad (Mittelwert: +14/+16 Grad) und am 19. April zwischen +5/+22 Grad (Mittelwert: +13/+15 Grad). Gemessen am Mittelwert ist das Niveau der Temperaturen für die Jahreszeit leicht zu mild.

Die Wetterprognose des Langfristmodells bestätigt heute erneut den zu warmen Temperaturverlauf im April. So liegt die Abweichung gegenüber dem Langjährigen Mittelwert mit +1/+2 Grad im leicht bis zu warmen Bereich. Für den Mai wird weiterhin mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad ein normaler Temperaturverlauf simuliert. Im Niederschlagsverhalten haben sowohl der April wie auch der Mai eine normale Tendenz gegenüber den Sollwerten, wenngleich der April im Trend leicht negativ (zu trocken) und der Mai leicht positiv (zu nass) ausfallen kann.

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