Die frühlingshaften Temperaturen können sich noch bis Mittwoch kommender Woche weitgehend halten, wenngleich der Wettercharakter ab Montag von Westen her mit teils gewittrigen Schauern unbeständiger wird. Die hohen Temperaturen vom Wochenende können dabei nicht gehalten werden und gehen auf immer noch respektable +12/+19 Grad zurück (Details: Wetter April).

Im Zeitraum vom 6./9. April simuliert das europäische und amerikanische Wettermodell ein Tiefdrucksystem, welches sich im Bereich zwischen Skandinavien, England und der Mittelmeerregion positionieren kann. In Folge daraus würde es über Deutschland, Österreich und der Schweiz wieder kühler werden können. Allerdings sind hier wenige hundert Kilometer entscheidend, so dass die Wetterlage zwar sehr wahrscheinlich ist, die Abkühlung selbst aber noch in Frage gestellt werden kann. Wie kühl könnte es werden? Simuliert werden bspw. am 8. April Tageshöchstwerte, welche verbreitet zwischen +6/+12 Grad liegen und über dem Osten bis +17 Grad erreichen könnten.

Im Zeitraum vom 9./14. April simuliert das amerikanische Wettermodell eine Wetterlage, welcher der aktuellen recht ähnlich ist und ein meridionales Zirkulationsmuster aufbauen könnte. So entsteht zwischen dem Hochdrucksystem über dem östlichen Europa, westlichen Russland und dem Azorenhoch eine "Lücke". Tiefdrucksysteme vom Atlantik kommend "tropfen" auf der östlichen Gradientenseite des Azorenhochs nach Süden ab und sorgen auf ihrer Vorderseite für einem Warmluftschub. Ob Deutschland nun auf der warmen Vorderseite liegen kann, oder aber ob der Tiefdruckwirbel sich direkt über Mitteleuropa positionieren kann, bleibt zum heutigen Stand noch abzuwarten. Insgesamt bestätigt diese Simulation jedoch die Trendentwicklung der letzten Simulationen.

Die Kontrollläufe stützen den "Temperaturabfall" im Zeitraum zwischen dem 6./11. April mehrheitlich. Der Tiefstwert kann demnach am 8. April erwartet werden mit einer anschließenden Normalisierung des Temperaturniveaus gegenüber dem langjährigen Mittelwert. Sol liegt das Temperaturspektrum am 8. April zwischen +2/+18 Grad (Mittelwert: +8/+10 Grad) und am 15. April zwischen +7/+22 Grad (Mittelwert: +13/+15 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+9) / normal (+10/+15) / zu warm (>+16), liegen am 11. April bei 25/50/25 und am 16. April bei 25/35/40 und bestätigen die weiterhin unsichere Wetterentwicklung der letzten Tage, deren Tendenz von zu kühl/normal auf normal/zu warm im Verlauf des zweiten April-Drittels drehen kann. Die Niederschlagsneigung ist nach den Kontrollläufen vorhanden, so dass im Zeitraum vom 6./15. April durchaus mit unbeständigem Wetter zu rechnen ist.

Das Langristmodell zeigt in seiner heutigen Wetterprognose ein kleine Korrektur für den April und Mai. So liegt die Abweichung der Temperaturen im April gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit +0,5/+2 Grad im normalen bis zu warmen Bereich, während im Mai die Abweichung -0,5/+0,5 Grad betragen kann. Die leicht zu kühlen Aussichten für die südlichen Regionen im Mai wurden nicht mehr simuliert. In der Niederschlagserwartung zeigt der April gegenüber seinem Sollwert keine Auffälligkeiten, während der Mai zwischenzeitlich als leicht positiv simuliert wird (zu nass).

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